Vorbereitung des Empfangs
In der Einführungsphase - der Planung des Satellitenempfangs - stehen Empfangszeiten und -bereiche, Überflugdauer sowie Umlaufbahnen der verschiedenen NOAA-Satelliten im Mittelpunkt. Zur Visualisierung der komplexen Zusammenhänge kommt eine Simulationssoftware zum Einsatz. Mittels eines für Schüler leicht nachzubauenden Modells wird verständlich, welche Vorteile sogenannte Polarkoordinaten bei der Orientierung im Raum haben. Dieses Modell kann in Verbindung mit einer drehbaren Sternenkarte auch zum Auffinden von Sternenpositionen am Nachthimmel genutzt werden.
Nach der Datennahme beschäftigten sich die Schüler mit verschiedenen Verfahren der Auswertung. Dazu zählen zum Beispiel die Erstellung eines Wetterfilms, die Bestimmung der Temperaturen von Gewässern und Wolken oder die Ermittlung von Niederschlagswahrscheinlichkeiten für ausgewählte Regionen. Die gewonnenen Ergebnisse werden danach mit den entsprechenden Werten aus anderen Informationsquellen verglichen und hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit beurteilt. Auch die sogenannte Validierung von Satellitendaten wird besprochen. Sie ist einer der Schwerpunkte in der Arbeit am DLR-Standort Neustrelitz. Dazu wird zusammen mit Kooperationspartnern ein 300 Quadratkilometer großes Testfeld in Mecklenburg-Vorpommern betrieben, in dem man Bodendaten sammelt. Sie werden dann mit den Daten der Satelliten abgeglichen, die quasi so "geeicht" werden.
Anhand verschiedener flankierender Versuche erfahren die Schüler, wie die Datenerfassung durch die Sensoren der NOAA-Satelliten erfolgt. Es wird beispielsweise erforscht, in welchem Umfang das Licht verschiedener Wellenlängenbereiche in Abhängigkeit vom Untergrund reflektiert wird (beispielsweise von Pflanzen, vom Erdboden oder vom Wasser). Dazu kommt eine Sensoreinheit mit computergestützter Datenerfassung im Schülerlabor zum Einsatz.