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3. Dezember 2012: Wissenschaftlerin des Instituts für Solarforschung erhält Auszeichnung der Friedrich-Wilhelm-Stiftung



Für Ihre Arbeit über solare Wasserstoffproduktion mittels eins thermochemischen Kreisprozesses wurde die Wissenschaftlerin Dr. Martina Neises-von Puttkamer am Freitag, 30. November mit dem Friedrich-Wilhelm-Preis der gleichnamigen Stiftung ausgezeichnet.

Professor Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg überreichte Dr. Martina Neises-von Puttkamer den Friedrich-Wilhelm-Preis.

Im Rahmen einer Feierstunde in der RWTH Aachen überreichte der Rektor der RWTH Aachen Professor Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg den diesjährigen Preisträgern ihre Auszeichungen. Die in Aachen ansässige Friedrich-Wilhelm-Stiftung vergibt die Auszeichnung alljährlich an Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler der RWTH Aachen. Die Preisträger werden aufgrund ihrer herausragenden Leistungen ausgewählt.

Wasserstoff ist eine der vielversprechendsten Alternativen zum Ersatz fossiler Brennstoffe. Um jedoch gänzlich auf Wasserstoff umzusteigen und um eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft zu gewährleisten, muss Wasserstoff CO2-frei und ohne die Nutzung fossiler Brennstoffe produziert werden. Wasser ist hierbei eine alternative Ressource zu fossilen Brennstoffen. Dieses kann mit Hilfe von konzentrierter Solarenergie ohne jegliche CO2-Emissionen in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten werden.

In ihrer Doktorarabeit untersuchte Dr. Martina Neises-von Puttkamer einen zweistufigen thermochemischen Kreisprozess zur Wasserstoffproduktion, in dem Wasser bei Temperaturen bis 1200 °C thermisch gespalten wird. Der Prozess nutzt dabei mit Eisenmischoxid beschichtete Siliziumkarbid-Strukturen, welche durch Sonnenenergie auf die nötigen Prozesstemperaturen erhitzt werden. Detaillierte Langzeituntersuchungen mit beschichteten Wabenstrukturen kombiniert mit verschiedenen Materialanalysetechniken zeigten, wie das Material mit der Zeit degradiert und welche Mechanismen zur Veränderung des Materials beitrugen. Die Ergebnisse lieferten ein verbessertes Verständnis der Reaktionsmechanismen und ermöglichen eine Weiterentwicklung des Prozesses.


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