Institut für Solarforschung und Universität Stellenbosch in Südafrika wollen zukünftig enger kooperieren



Den Rahmen für zukünftige Kooperationen bildet eine gemeinsame Absichtserklärung, die das Institut für Solarforschung und die Forschungsgruppe Solarthermische Energie (Solar Thermal Energy Research Group - STERG) der Universität Stellenbosch unterzeichneten. Der Vereinbarung ging bereits ein Wissenschaftler-Austausch im Forschungsgebiet „Punktfokussierende Systeme“ voraus.

Dr. Reiner Buck (DLR-Institut für Solarforschung), Dr. Paul Gauché (Mitte) und Prof. Frank Dinter (rechts) (beide Stellenbosch University)
Quelle: DLR

Kooperationsmöglichkeiten sehen die beiden Forschungspartner vor allem in den folgenden Bereichen:

  • Entwicklung von Heliostatsystemen
  • Optimierte Auslegung von Heliostatfeldern
  • Entwicklung von Hochtemperatur-Receivern für verschiedene Anwendungen
  • Anwendung von Solarturm-Systemen zur Stromerzeugung und für solare Hochtemperatur-Prozesswärme
  • Austausch von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten

Weitere Kooperationsthemen, z. B. im Bereich Parabolrinnenkraftwerke, sind in der Diskussion.

Südafrika entwickelt sich mehr und mehr zu einem bedeutenden Standort für solarthermische Technologien. Drei solare Kraftwerke mit einer Gesamt-Leistung von 200MW werden derzeit gebaut, weitere Anlagen über 400MW sind in der Projektentwicklung. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die sehr guten Einstrahlungsbedingungen in Südafrika, die mit zu den besten weltweit gehören.

STERG ist die führende Hochschul-Forschungsgruppe in Südafrika, die den Bereich konzentrierende Solarkraft (Concentrating Solar Power = CSP) erforscht. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeiten ist die Erprobung und Entwicklung von Technologien für Solarturm-Kraftwerke.

Dem DLR-Institut für Solarforschung eröffnet das MoU die Chance in dem noch jungen, wachsenden CSP-Markt Südafrika gemeinsam mit STERG Entwicklungsarbeiten durchzuführen. Diese reichen von grundlagen-orientierten Themen bis hin zu anwendungsnahen Projekten.

Der südafrikanische Partner profitiert seinerseits von der Erfahrung des DLR Instituts für Solarforschung aus anderen Märkten und Projekten. Die Zusammenarbeit ist für die nächsten drei Jahre geplant, eine Option auf Verlängerung ist bereits im MoU enthalten. 


Kontakt
Dr.-Ing. Reiner Buck
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Solarforschung

Tel: +49 711 6862-602

Fax: +49 711 6862-747

E-Mail: Reiner.Buck@dlr.de
Elke Reuschenbach
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Solarforschung

Tel: +49 2203 601-4153

Fax: +49 2203 601-4141

E-Mail: elke.reuschenbach@dlr.de
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