DESERTEC Best Paper Award für Wissenschaftler des DLR und der Universität Oujda, Marokko



19. November 2012

Seit September 2011 hatte ein Forscherteam um die beiden Doktoranden Fabian Wolfertstetter vom DLR Institut für Solarforschung und Ahmed Alami Merrouni der Université Mohammed Premier in Oujda, Marokko ein gemeinsames Ziel: die Entwicklung einer neuen, verbesserten Messmethode zu Feststellung des Verschmutzungsgrades der Spiegeloberflächen von Heliostaten, die in Solarthermischen Kraftwerken die Sonnenstrahlung reflektieren. Die Ergebnisse ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit präsentierten Wolfertstetter und Alami Merrouni im September auf der SolarPACES Konferenz in Marokko und wurden hierfür mit dem DESERTEC Best Paper Award ausgezeichnet. Die Auszeichnung ging an Dipl.-Phys. Fabian Wolferstetter, Master M&E Ahmed Alami Merrouni, Dr. Klaus Pottler (DLR), Prof. A. Maezrhab (Universität Mohammad Premier) und Prof. Dr.-Ing. Robert Pitz-Paal (DLR). Die Verleihung des Awards fand im Rahmen der DII Konferenz in Berlin statt.

TraCS Verschmutzungsmessgerät mit Testspiegel auf dem Dach der Universität Oujda
Die Verschmutzung der Spiegel durch Witterungseinflüsse beeinträchtigt in nicht unerheblichem Maße deren Reflexionsfähigkeit und damit den Wirkungsgrad der Solarkraftwerke. Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit beschäftigen sich die Wissenschaftler intensiv mit dem Thema der Verschmutzung und entwickelten unter anderem das neue Messinstrument „TraCS Tracking Cleanliness Sensor“. Es ermöglicht eine einfachere, präzisere und kosteneffizientere Messung des Verschmutzungsgrades der Solarspiegeloberflächen als die bisher bekannten Methoden. Sein Einsatz in Solarthermischen Kraftwerken wird den Betreibern helfen die Reinigungszyklen für Spiegel zu optimieren. Es kann in hochpräzise, meteorologische Stationen integriert werden, die bereits in Solarkraftwerken eingesetzt werden.

Möglich wurde die Zusammenarbeit durch das Bilaterale Kooperationsprojekt „Morocco Meteonet Solar MMS“, finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Universität Mohammed Premier in Oujda.


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