Auf halber Höhe des Solarturms im solarthermischen Versuchskraftwerk Jülich (STJ) haben die Projektpartner aus Industrie und Forschung (Kraftanlagen München GmbH, Stadtwerke Jülich GmbH, Solar-Institut Jülich der FH Aachen, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.) eine Forschungssebene eingerichtet. Parallel zum Kraftwerksbetrieb können etwa 20% der Heliostate des STJ hochkonzentrierte Sonnenstrahlung mit einer Leistung bis zu 500 kW für Experimente zur Verfügung stellen. Der Laborraum der Forschungsebene hat eine Grundfläche von 80m², ist 3m hoch und besitzt eine 7m x 3m Öffnung zum Heliostatfeld.
Da sich aufgrund der Arbeitsschutzbestimmungen während der Solarversuche keine Personen auf der Forschungsebene aufhalten dürfen, werden die Experimente aus der Messwarte des Kraftwerks ferngesteuert und überwacht. Die Forschungsebene besitzt als grundlegende Infrastruktur Strom-, Druckluft- und Wasserversorgung, Ventilations- und Kühleinrichtungen sowie Überwachungskameras. Auch im Hinblick auf den künftigen Experimentalbedarf stehen ein umfangreiches Datenerfassungs- und Speichersystem sowie vielfältige Messinstrumente und Sensoren zur Verfügung.