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Erstes Projekt des Helmholtz-Validierungsfonds erfolgreich bewertet

Berlin, 26.02.2014

Nur zwei Jahre später kann Michael Suppa, Abteilungsleiter am DLR-Institut für Robotik und
Mechatronik verkünden: Es ist geglückt. Ein internationales Unternehmen kauft für einen
zweistelligen Millionenbetrag die Lizenzrechte für die Robotik, die das sogenannte MIRO Lab
entwickelt hat. „Unsere Vision sind Roboter, die für die Gesellschaft einen Mehrwert bedeuten“,
sagt Suppa. „Das ist uns gelungen.“ Nicht nur für die Forscher, auch für den 2011 neu aufgelegten
Validierungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft ein großartiger Erfolg – war MIRO Lab mit der
Projektnummer 001 doch das erste geförderte Vorhaben überhaupt.

„Das große Vertrauen, das wir in das Team und ihre Forschungsergebnisse gesetzt haben, hat sich
gelohnt“, sagt Rolf Zettl, Geschäftsführer der Helmholtz-Gemeinschaft und Mitglied des für den
Validierungsfonds zuständigen Entscheidungsboards. Zwei Millionen Euro hatte Helmholtz in das
Projekt investiert. Die Lizenzgebühren von MIRO Lab fließen jetzt bis zur Höhe der vorfinanzierten
Summe an Helmholtz zurück – und werden gleich in neue Projekte zum Technologietransfer
eingesetzt.

Mit den Millionen von Helmholtz und DLR konnten Suppa und seine Leute Forscherstellen
finanzieren und notwendige Investitionen tätigen, sie erhielten aber auch
Managementunterstützung durch die Experten vom DLR-Technologiemarketing, Peppermint
Venture Partners als beauftragtem Fondsmanagement des Validierungsfonds sowie externen
Paten mit Industrieerfahrung.

Der Validierungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft soll eine häufig beklagte Lücke schließen
zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen auf der einen Seite und den Anforderungen von
Unternehmen an wirtschaftlich verwertbare Forschungsergebnisse auf der anderen Seite. Die
kostspieligen Schritte dazwischen, vom prinzipiellen Beherrschen einer neuen Technologie bis zum
Nachweis dafür, dass sich mit dieser Erkenntnis auch wirklich Geld verdienen lässt, kann der Fonds
erleichtern. „Er soll den proof of concept, die Validierung, liefern“, sagt Jörn Krupa,
Technologietransferbeauftragter in der Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft.

Eine Validierung, die auch schiefgehen kann – weswegen ein Unternehmen normalerweise hier
nicht investieren würde – ihm wäre das Risiko zu hoch. Nicht so der Helmholtz-Gemeinschaft.
„Dass die Idee hinter dem Validierungsfonds funktioniert, bestätigt das MIRO Lab-Projekt jetzt
eindrucksvoll“, sagt Krupa.

13 weitere Projekte befinden sich derzeit noch in der Förderung des Validierungsfonds, weitere
kommen jedes Jahr dazu. Bei ihnen stehen die Ergebnisse noch aus. Man darf also gespannt sein.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von
Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs
Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der
Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 36.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,8
Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der
Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

www.helmholtz.de


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