Bei der Entwicklung von leistungsstarken Strahlquellen mit hoher Strahlqualität konzentrieren sich die Aktivitäten auf Konzepte auf der Basis des Scheibenlasers. Dieser diodengepumpte Festkörperlaser vereint Leistungsskalierbarkeit mit exzellenter Brillanz und hoher Effizienz. Das laseraktive Medium besteht aus einer sehr dünnen Kristallscheibe (einige hundert Mikrometer dick), die rückseitig gekühlt wird. Dadurch können sehr hohe Pumpleistungsdichten bei minimierter thermischer Linsenwirkung realisiert werden. Die Leistungsskalierung kann unter anderem durch Vergrößerung der aktiven Fläche bei konstanter Pumpleistungsdichte erfolgen. Hierbei bleiben sowohl die Temperaturen in der Scheibe als auch die erforderliche Brillanz der Pumpdioden konstant.
Industrielle Scheibenlaser sind heute mit bis zu 16 kW Dauerstrichleistung erhältlich. Diese Laser arbeiten typischerweise im Multi-Mode-Betrieb mit M² > 20. Am Institut für Technische Physik konzentrieren sich die Arbeiten auf den Nachweis von skalierbaren Scheibenlaserleistungen mit nahezu beugungsbegrenzter Strahlqualität bis in den höchsten Leistungsbereich.