Genaue und verlässliche Verkehrsdaten bilden die Basis für eine realistische Verkehrssimulation und -prognose. Für das Testen von neuen Methoden und Sensoren unter realen Einsatzbedingungen hat das DLR auf dem Ernst-Ruska-Ufer in Berlin eine 1,2 Kilometer lange Mess- und Versuchsstrecke aufgebaut - das UTRaLab (Urban Traffic Research Laboratory). Etwa 30.000 Fahrzeuge liefern täglich auf ihrem Weg von den Berliner Stadtteilen Adlershof und Köpenick zur BAB 113 Informationen zum Verkehrsfluss.
Ausstattung
Das UTRaLab ist mit Mess- und Beobachtungstechnik ausgerüstet, die zum einen in der Straße verbaut und zum anderen auf zwei begehbaren Schilderbrücken angebracht ist. Vier Streckenstationen sammeln die ermittelten Daten, bereiten sie normgerecht (TLS-Standard) auf und übermitteln sie in die Verkehrsrechnerzentrale. Zur installierten Sensorik gehören…
…auf den Schilderbrücken:
…in der Fahrbahn:
Anwendung
Die begehbaren Schilderbrücken bieten sich als ideale Standorte für die Erprobung und Validierung neuer, innovativer Verkehrserfassungssensoren an. Die Lichtwellen-Datenleitungen zwischen den Schilderbrücken, den Streckenstationen und der Verkehrsrechnerzentrale sind entsprechend für zusätzliche hohe Datenströme ausgelegt.
In der Verkehrsrechnerzentrale des DLR werden die erhobenen Daten in einer Datenbank archiviert und können über eine Unterzentrale visuell in Diagrammen oder Tabellen aufgearbeitet werden. Parallel dazu können auch Einzelfahrzeugdaten von jeder Doppelschleife oder jedem Radarsensor separat aufgezeichnet werden. Dadurch bestehen sehr effiziente Beobachtungsmöglichkeiten zur Überprüfung von Qualität und Zuverlässigkeit von Sensoren.