Auftraggeber bzw. Förderer: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Umweltbundesamt
Kooperation: Solar-Institut Jülich; Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH; Stadtwerke Rheine
Laufzeit: November 2012 - November 2015
Kontakt: Dr. Tobias Naegler
Hintergrund:
Im Projekt KomRev werden effiziente Energienutzungs- und Versorgungskonzepte für die kommunale Ebene am Beispiel der Stadt Rheine entwickelt. Diese können einen wichtigen Beitrag zur Begrenzung von Umsetzungsrisiken sowie volkswirtschaftlichen Kosten des nachhaltigen Umbaus der Energieversorgung leisten. Aus der Vielzahl verschiedener Energiebedarfs-Bereiche sowie deren Versorgung- und Vernetzungsmöglichkeiten ergibt sich eine aus heutiger Perspektive schwer überschaubare Vielfalt von Kombinations- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Zielrichtung einer nachhaltigen Energieversorgungsstruktur sollte nicht durch die Gegebenheiten des im Jahr 2012 in die Einzelbereiche Strom, Wärme und Verkehr fragmentierten Energieversorgungsystems begrenzt sein. Zwischen dem aktuell existierenden fraktionierten Energieversorgungssystem und einem zukünftigen hocheffizienten und regional anders bzw. stärker als heute miteinander vernetzten System ist ein Paradigmenwechsel zu bewältigen.
Dazu werden in KomRev zwei technisch und wirtschaftlich machbare Konzepte einer exergetisch effizient vernetzten Gesamtversorgung für das Zieljahr 2050 erarbeitet, um eine möglichst robuste Bandbreite an Zielzuständen aufspannen und untersuchen zu können. Dies erfolgt sowohl mit Orientierung an den heutigen sektoralen Grenzen (hier Strom, Wärme, Gas und Verkehr) als auch insbesondere über die jeweiligen Grenzen hinaus, um sinnvolle Optionen von Vernetzungen bestimmen und bewerten zu können. Auf dieser Basis erfolgt eine Bestimmung geeigneter Transformationspfade und ihre Bewertung, um die Zielvisionen robust erreichen zu können. Dies soll zum einen richtungssichere Investitionsentscheidungen unterstützen helfen. Zum anderen soll es dazu dienen, Strategien und damit verbundene Investitionen mit unzureichenden Weiternutzungsmöglichkeiten zu identifizieren und vermeiden helfen zu können.