Auftraggeber bzw. Förderer: Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.
Kooperation: Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (KIT), Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (KIT), Institut für Philosophie (KIT), Institut für Technische Thermodynamik (DLR), Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (Universität Stuttgart), Institut für Sozialwissenschaften/Interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt Risiko und Nachhaltige Technikentwicklung (Universität Stuttgart), Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer)
Laufzeit: 2012–2018
Ansprechpartner: Michael Nast, Thomas Pregger, Felix Cebulla
Im Rahmen der Energiewende sowie einer zukünftigen nachhaltigen Energieversorgung stützen sich politische als auch energiewirtschaftliche Entscheidungen zumeist auf Verfahren der Systemmodellierung und der Szenarienanalyse. Diese resultieren aufgrund methodisch bedingter Unsicherheiten, unterschiedlicher Modellzielgrößen und –Annahmen sowie dem Abbildungsgrad der verwendeten Modelle oftmals in einer Vielzahl von Szenarien mit zum Teil konträren Aussagen.
Vor diesem Hintergrund ergibt sich die Notwendigkeit einer gesamtheitlichen (i.e. sozio-technischen) Betrachtung von Energieszenarien. Das interdisziplinäre Forschungsteam der Projektpartner KIT, Fraunhofer, Universität Stuttgart und dem DLR ermöglicht es, das zukünftige Energieversorgungssystem unter den verschiedenen Blickwinkeln der techno-ökonomischen Entwicklung, Bevölkerungsakzeptanz und Partizipation, sowie der Marktentwicklung und –Integration zu beleuchten.
Innerhalb des Helmholtz-Kollegs „Energieszenarien“ untersucht die Abteilung Systemanalyse und Technikbewertung des Instituts für Technische Thermodynamik am DLR Stuttgart insbesondere die Integration von Stromspeichertechnologien in das energiewirtschaftliche Gesamtsystem. Mit Hilfe eines kostenoptimierenden Modells werden dabei neben Abschätzungen zum zukünftigen Speicherbedarf unter verschiedenen Rahmenbedingungen, wie etwa dem Netzausbau, Strombedarf oder verschiedenen Erzeugungsportfolios, auch neue Speichertechnologien‑ und Innovationen unter systemanalytischen Gesichtspunkten bewertet und modelltechnisch abgebildet.
Das Helmholtz-Kolleg „Energieszenarien“ fördert über 6 Jahre im Zeitraum von 2012–2018 bis zu 24 Doktoranden aus den Bereichen der Ingenieur‑, Wirtschafts‑, Sozial‑ und Geisteswissenschaften. Dabei werden in den zwei Förderzeiträumen (2012–2015, 2015–2018) jeweils sechs Stipendien vergeben. Die Stipendiaten werden die gesamte Förderungsdauer durch ein umfangreiches Curriculum begleitet.
Eine ausführliche Beschreibung des Kollegs ist dem offiziellem Internetauftritt zu entnehmen