Auftraggeber:
Kooperation:
Bearbeitungsstatus: Gesamtprojekt abgeschlossen (2003), Teilprojekt abgeschlossen (Juni 2001)
Ansprechpartner: Dr. Wolfam Krewitt
Die Arbeit ist Teil des Verbundprojekts der Hermann-Helmholtz-Gesellschaft (HGF) "Global zukunftsfähige Entwicklung – Perspektiven für Deutschland", an dem das Forschungszentrum Karlsruhe, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Stuttgart und Köln, das Forschungszentrum Jülich und GMD Berlin und Bonn beteiligt sind.
Die Befriedigung der Mobilitätsbedürfnisse moderner Volkswirtschaften beansprucht einen beachtlichen Teil ihrer gesellschaftlichen und natürlichen Ressourcen. Sie sind auch Ursache für vielfältige Beeinträchtigungen der Umwelt und der menschlichen Gesundheit. Gleichzeitig ist die "Bereitstellung" von Mobilität mit beträchtlichen wirtschaftlichen Aktivitäten und entsprechender Wertschöpfung verknüpft und stellt vielfach eine Quelle sozialen Wohlbefindens dar. Eine angemessene Bearbeitung des Aktivitätsfelds "Mobilität und Verkehr" im Rahmen der HGF-Studie verlangt, alle mit Mobilität zusammenhängenden Aktivitäten betrachten zu können und sie im Hinblick auf ihre ökologischen, ökonomischen, sozialen und politisch-institutionellen Implikationen analysieren und bewerten zu können.
Die vom "Bedürfnis" Mobilität ausgehenden bzw. induzierten Aktivitäten einer Volkswirtschaft müssen daher möglichst vollständig dargestellt, untersucht und in ihren Wechselwirkungen beschrieben werden können (Bestandsaufnahme und Problemanalyse). Darauf aufbauend sollen aus der spezifischen Sicht des Mobilitätsbereichs Strategien einer Entwicklung hin zu "nachhaltiger Mobilität" abgeleitet und bewertet werden (Strategieentwicklung).
Eine "nachhaltige Mobilitätsentwicklung" wird sowohl erhebliche technologische Effizienzfortschritte als auch Änderungen von Lebensstilen und Unternehmenskulturen erfordern. Bei der technologischen Effizienzsteigerung wird neben der intensiven Weiterentwicklung der Einzelsysteme die Vernetzung der Verkehrsträger eine wesentliche Rolle spielen. Änderungen der Lebensstile und der Unternehmenskulturen führen zu verändertem Verkehrsverhalten. Dies äußert sich in Änderungen der Verkehrsmittelwahl - unterstützt durch technologische Entwicklungen - und in einem geringeren Verkehrsaufkommen oder einer geringeren Verkehrsleistung. Jedoch wird nur eine Kombination der Strategien eine "nachhaltige Mobilitätsentwicklung" einleiten.
Am Institut für Technische Thermodynamik werden schwerpunktmäßig die technischen und ökologischen Nachhaltigkeitspotenziale von Antrieben und Kraftstoffen untersucht, während die DLR Verkehrsforschung in Köln die strukturellen und verhaltensbedingten Aspekte untersucht.
Pehnt, Nitsch (2001): Die Bedeutung alternativer Antriebe und Kraftstoffe: Fünf Thesen. In: Energiewirtschaftliche Tagesfragen (69 kB)
Das Aktivitätsfeld Mobilität und Verkehr. in Grundwald et al. (Hrsg.): "Global zukunftsfähige Entwicklung – Perspektiven für Deutschland", Band 2: Forschungswerkstatt Nachhaltigkeit - Wege zur Diagnose und Therapie von Nachhaltigkeitsproblemen, Berlin) (164 kB)
Pehnt, M. (2001): Ausführlicher Teilbericht und Materialband: Ökologische Nachhaltigkeitspotenziale von Verkehrsmitteln und Kraftstoffen (2.4 MB)