Nutzung von Überschusswärme aus Müll- und Holz-Heizkraftwerken in Nahwärmenetzen



Auftraggeber bzw. Förderer: Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg (UVM)

Laufzeit: bis Februar 2003

Kontakt: Michael Nast

Hintergrund:

Im Auftrag des UVM wurde untersucht, unter welchen Bedingungen ohnehin anfallende Abwärme aus wirtschaftlichen Gründen nicht genutzt wird und daher ein Zuschuss erforderlich ist. Besonderer Wert wurde auf die Untersuchung der Standorte von Restmüllheizkraftwerken und (geplanter bzw. im Bau befindlicher) Biomassekraftwerke gelegt. Ermittelt wurden für die jeweiligen Standorte die Abwärmemengen und die Investitionskosten für ein neu aufzubauendes Nahwärmenetz einschließlich Hausübergabestationen, Transportleitungen und den für die Wärmeauskopplung notwendigen Zusatzinvestitionen im Kraftwerk selbst. Dem wurden die vermiedenen Kosten durch die dann entfallende Notwendigkeit zur periodischen Erneuerung der bestehenden Heizkessel sowie die vermiedenen Brennstoffkosten gegengerechnet.

Ein wichtiges Ergebnis ist, dass die Struktur des möglichen Wärmeabnehmers entscheidender ist als die Länge der Transportleitung vom Ort der Erzeugung (im Heiz-Kraftwerk) bis zu den nächsten Verbrauchern (Siedlung). Großabnehmer eignen sich sehr gut für den nachträglichen Aufbau einer Nahwärmeversorgung aus kostenfreier Abwärme. Bei bestehenden Einfamilienhaussiedlungen ist dagegen bei den heute üblichen Verlegekosten und geringen anfänglichen Anschlussgraden ein wirtschaftlicher Betrieb ohne öffentliche Zuschüsse kaum möglich.

Die Expertise für das Ministerium für Umwelt und Verkehr des Land Baden-Württemberg kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.


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