Auftraggeber bzw. Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Kooperation:
Laufzeit: September 2001 bis August 2003
Kontakt: Dr. Wolfram Krewitt, Dr. Peter Viebahn
Projekt-Homepage: www.ier.uni-stuttgart.de/lci_bmwi/
Hintergrund:
Basisdaten über die Umweltauswirkungen verschiedener Stromerzeugungstechnologien sind neben anderen Größen wie Kosten und technischen Eigenschaften eine wichtige Grundlage für verschiedene Planungs- und Entscheidungsprozesse. Sie spielen zum Beispiel eine wichtige Rolle bei der vergleichenden Bewertung einzelner Technologien, bei der Entwicklung zukünftiger, umweltfreundlicher Strategien für den Energiesektor, bei der Diskussion um eine nachhaltige Energiewirtschaft oder auch bei der Festlegung von Forschungsprioritäten.
Ziel des Vorhabens ist es, für ausgewählte zukünftige Stromerzeugungstechnologien die für Umwelteinwirkungen relevanten Stoff- und Energieströme zu bilanzieren. Die Ergebnisse werden so aufbereitet, dass sie späteren Nutzern in einem standardisierten Format zur Verfügung gestellt werden. Im einzelnen sollen folgende Ziele erreicht werden:
Brennstoffzelle: Hausheizungssysteme auf Basis der PEFC und SOFC, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit Nahwärmenutzung auf Basis der PEFC, industrielle KWK auf Basis der SOFC
Photovoltaik: Marktnahe Auswahl der zu untersuchenden Solarzellen deutscher Hersteller. Dabei wird das ÖvE vor allem mono- und multikristalline Zellen neuester Bauart (z.B. Wafer nach EFG- und Soplin-Verfahren, LBGB-Zellen, etc.) bilanzieren. Die FfE wird den Schwerpunkt ihrer Untersuchungen auf neu entwickelte Dünnschichtzellen (z.B. CuInSe2, a-Si, CdTe) legen. Die Auswahl erfolgt abhängig davon, für welche Technologien deutsche Industriepartner gefunden werden.
Wind: Offshore Windkraftanlagen im Leistungsbereich von 1,5 bis 5 MW. Hier gilt es, zwei verschiedene Konzepte zu berücksichtigen. Zum einen sind getriebelose Wind-energiekonverter (WEK), welche mit einem vielpoligen Generator ausgestattet sind, zu betrachten, zum anderen WEK nach der klassischen dänischen Bauweise mit Getriebe. Vor allem letztere bedürfen einer genaueren Untersuchung, da zu ihnen bisher keine gesicherten Daten vorliegen.
Biomasse: Biomasse-Heizkraftwerk mit Dampfturbine und mit Dampfmotor (Brennstoff: naturbelassene Holzhackschnitzel). Kleiner Stirling-Motor (bis 100 kWel)
Zukünftige fossile Kraftwerke: Kohlekombikraftwerk mit integrierter Kohlevergasung, Kohlekombikraftwerk mit Druckwirbelschichtfeuerung, Kohlekombikraftwerk mit Druckkohlenstaubfeuerung, zukünftige Erdgas GuD Kraftwerke