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Ökologisch optimierter Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland



Auftraggeber bzw. Förderer: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Kooperation:

  • DLR,
  • Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU),
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie

Laufzeit: Juni 2001 bis Februar 2004

Kontakt: Dr. Joachim Nitsch, Dr. Wolfram Krewitt

Hintergrund:

Seit wenigen Jahren zeichnet sich in Deutschland durch die Etablierung des Erneuerbare Energien Gesetzes und der glaubwürdigen Zielsetzung einer Verdopplung des Beitrags erneuerbarer Energien zur Energieversorgung bis zum Jahr 2010 eine relativ zielstrebige Ausbaustrategie für erneuerbare Energien ab. Die angestrebten Klimaschutzziele erfordern jedoch, dass erneuerbare Energien längerfristig zur Hauptenergiequelle der Energieversorgung werden, so dass den Zielen des Bundesumweltministeriums entsprechend bis zum Jahr 2050 die Hälfte des gesamten Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden sollte.

Diese ehrgeizigen Ausbauziele verlangen nach einer soliden Analyse der damit verbundenen Auswirkungen auf Umwelt, Energiewirtschaft, Wirtschaft im allgemeinen und Gesellschaft. Politik und Gesellschaft müssen in die Lage versetzt werden, den langfristigen Ausbauprozess von erneuerbaren Energien und seine Wirkungen bereits jetzt möglichst genau beurteilen zu können.

Den ökologischen Entlastungswirkungen eines Ausbaus von erneuerbaren Energien durch die Schonung fossiler Energieressourcen und die Verringerung von Treibhausgasemissionen stehen auch umweltbelastende Auswirkungen gegenüber. Die hohen Herstellungsaufwendungen und der damit verbundene Ressourceneinsatz werden zum Teil als Hemmnis für einen umweltverträglichen Ausbau von erneuerbaren Energien angeführt. Zudem können sich Konflikte zwischen Klima- und Naturschutz ergeben, die bis zu einer Revision von technisch oder ökonomisch geprägten Ausbauvorstellungen führen können. Als Beispiel seien der Gewässerschutz (Wasserkraft), Eingriffe in Fauna und Landschaftsbild (Windkraft) und eine intensive Nutzung von Biomasse für energetische Zwecke im Spannungsfeld mit zunehmenden Ansprüchen nach einer Ökologisierung der Landwirtschaft genannt.

Ziel des Forschungsprojekts ist daher die "ökologische Optimierung" der Nutzung erneuerbarer Energien. Eine wesentliche Aufgabe der Untersuchung ist es zunächst, die Umweltwirkungen durch die relevanten Einzeltechnologien (Windenergie, Wasserkraft, Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie, Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse) darzustellen und umfassend zu bewerten. Daraus sich ergebende Erkenntnisse auf eine möglicherweise erforderliche Reduktion von Ausbaupotenzialen werden ebenso herausgearbeitet wie ggf. zu hohe ökonomische Belastungen zur Kompensation ökologischer Schwächen.

Erneuerbare Energien können aber nicht nur als Einzeltechnologie betrachtet werden, vor allem müssen sie als "Gesamtsystem" angesehen werden, das über einen längeren Zeitraum hinweg in die bestehende Energieversorgung hineinwächst und diese letztlich ablöst. Neben der Bewertung von Einzeltechnologien werden im Rahmen der Untersuchung daher auch Szenarien des Ausbaus von erneuerbaren Energien entwickelt und einer Gesamtbewertung unterzogen, wobei die ökologische Bewertung im Vordergrund steht. Auf der Basis der Potenziale, der entsprechenden Kostenfunktionen und der ökologischen Charakteristiken der Einzeltechnologien lassen sich zukünftig mögliche Ausbaupfade von erneuerbaren Energien im Rahmen der Weiterentwicklung der gesamten Energiewirtschaft und ihre ökologischen und ökonomischen Auswirkungen relativ genau darstellen.

Anhand der aus der Szenarienanalyse gewonnenen Erkenntnisse lassen sich Rahmenbedingungen ableiten, die in Deutschland und der Europäischen Union erforderlich sind, um den angestrebten Ausbau von erneuerbaren Energien energiepolitisch abzusichern. Im Sinne der vom Auftraggeber gewünschten politiknahen Bearbeitung werden daraus entsprechende Maßnahmenbündel und energiepolitische Handlungsempfehlungen formuliert.

Das Projekt wurde Ende Februar 2004 abgeschlossen. Am 12. Mai 2004 wurde die Studie anlässlich einer Fachtagung des BMU in Berlin vorgestellt.Die Studie kann als pdf-Datei bezogen werden:

in deutsch:  Langfassung (305 Seiten, 4.3MB) , Zusammenfassung (12 Seiten)

in englisch:  Kurzfassung (45 Seiten, 530KB)


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