Auftraggeber bzw. Förderer:
Kooperation:
Laufzeit: September 2005 bis Januar 2006 (abgeschlossen)
Ansprechpartner: Michael Nast
Hintergrund
Das Konzept der externen Kosten ist in der ökonomischen Theorie fest verankert. Das Vorliegen externer Effekte im Bereich der Energieversorgung wird inzwischen weitgehend akzeptiert aber in die Anwendung häufig vergessen oder vernachlässigt. Dennoch zielen bereits verschiedene umweltpolitische Maßnahmen u. a. auf die Internalisierung externer Kosten.
Auf europäischer Ebene werden seit über 15 Jahren Methoden zur Berechnung externe Kosten entwickelt und angewendet (ExternE und entsprechende Nachfolgeprojekte). Abschätzungen von externen Kosten wurden von der EU zur Begründung verschiedener umweltpolitischer Maßnahmen verwendet (u.a. Air Quality Directive, Large Combustion Plant Directive, Einspeisevergütung REG-Strom). Die Quantifizierung externer Kosten ist allerdings nach wie vor mit sehr großen Unsicherheiten verbunden, die es erlauben, dass unterschiedliche Akteursgruppen ihre durchaus gegenläufigen Interessen mit unterschiedlichen Angaben zu externen Kosten begründen. Dies steht einer konsistenten Verwendung von Angaben zu externen Kosten in energie- und umweltpolitischen Entscheidungsprozessen im Wege
Es fehlt eine systematische Analyse, die darstellt, für welche umweltpolitischen Entscheidungen/Instrumente Angaben zu externen Kosten eine relevante Größe sind, welche Anforderungen im Hinblick auf die methodische Grundlage zur Berechnung externer Kosten und an die Datenqualität aus dem jeweiligen Entscheidungskontext resultieren, und welche systematischen/methodischen Grenzen bei der Verwendung externer Kosten es gibt. Ohne eine solche Analyse ist eine zielorientierte Nutzung externer Kosten in politischen Entscheidungsprozessen kaum möglich. Originäre Arbeiten zur Berechnung externer Kosten sind auf nationaler Ebene zur Zeit nicht erforderlich, da entsprechende Arbeiten auf EU Ebene im 6. EU Rahmenprogramm fortgeführt werden.
Dabei sind die externen Kosten insbesondere beim Vergleich der Stromerzeugung zwischen Erneuerbaren Energien und konventioneller, fossiler Art von besonderer Relevanz, wenn umwelt- und klimapolitische Entscheidungen zu treffen sind.
Ziel des Vorhabens
In diesem Projekt sollen Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger zur Verwendung möglichst konkreter Angaben über externe Kosten in der Stromerzeugung von Erneuerbaren im Vergleich zu Fossilen erarbeitet werden. Unterschieden wird dabei zwischen externen Kosten für klassische Luftschadstoffe und Treibhausgasen.
Dies beinhaltet: