18. März 2010: Baden-Württembergs Wirtschaftsminister besucht Madrid und Sevilla



Einblicke in die Solarforschung des DLR

Erneuerbare Energien und solarthermische Kraftwerke standen im Mittelpunkt der Delegationsreise des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Ernst Pfister vom 15. bis 18. März 2010 nach Spanien. Prof Hans Müller-Steinhagen, Direktor des Instituts für Technische Thermodynamik beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), begleitete die Wirtschaftsdelegation und informierte über solarthermische Kraftwerkstechnologien und die Desertec Industrie-Initiative.

 Die baden-württembergische Wirtschaftsdelegation
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Nach Frankreich ist Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner Spaniens. Über 1.100 deutsche Unternehmen mit Tochterfirmen oder Beteiligungen sind in Spanien vertreten. Bei den industriellen Direktinvestitionen nimmt Deutschland eine führende Position ein, insbesondere im der Branche der Erneuerbaren Energien wie der Solarthermie, Photovoltaik, Windenergie, aber auch Geothermie und Biogas. In Spanien hat das Einspeisegesetz zur Markteinführung von solarthermischem Strom einen Solarthermie-Boom ausgelöst. Seit 2006 können Produzenten bis zu 27 Euro-Cent pro Kilowattstunde vom Staat erhalten.

 

Das Institut für Technische Thermodynamik konnte dieser Tatsache u.A. mit seinem spanischen Standort auf der Plataforma Solar in Almería Rechnung tragen, auf dem es seit 30 Jahren entscheidende Beiträge zur Weiterentwicklung der Solarthermie leistet. Die wissenschaftliche Arbeit vor Ort dient – neben Neuentwicklungen - auch der Möglichkeit, die Produktionskosten zu senken und die Effektivität und Effizienz von solarthermischen Kraftwerken zu steigern.
Neben der ständigen Vertretung in Almeria verfügt das DLR-Institut für Technische Thermodynamik über Versuchsanlagen und Labors in Stuttgart und Köln-Porz.

 

 Herr Professor Hans Müller-Steinhagen im Gespräche mit dem Wirtschaftsminister Ernst Pfister
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Für die im vergangenen Jahr gegründete Desertec Industrie-Initiative lieferten die DLR-Forscher mit der Bestandsaufnahme der verfügbaren erneuerbarer Energiequellen für die Stromerzeugung im Großraum Europa-Mittlerer Osten-Nordafrika  das wissenschaftliche Fundament. Im Rahmen der Abendveranstaltung  der Kontakt- und Kooperationsbörse in Sevilla informierte Prof. Müller-Steinhagen über das Desertec-Projekt, um das Verständnis und die Unterstützung von Politik und Wirtschaft für die DESERTEC Industrie-Initiative zu erhöhen.

 

 

 

 

 


Kontakt
Sabine Winterfeld
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Technische Thermodynamik
, Öffentlichkeitsarbeit & Marketing
Tel: +49 711 6862-513

Fax: +49 711 6862-712

E-Mail: Sabine.Winterfeld@dlr.de
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