18. WHEC 2010 in Essen erfolgreich beendet
Antares DLR-H2
An der 18. World Hydrogen Energy Conference (WHEC) vom 16.-21. 05. in Essen, nahmen über 1500 Wissenschaftler aus dem In- und Ausland teil. Ziel der Konferenz war die Grundsteinlegung für die zukünftige Markteinführung des Energieträgers Wasserstoff. So kündigte die Automobilindustrie für 2015 den Durchbruch bei den bezahlbaren Kraftfahrzeugen mit Brennstoffzelle an.
HYDROSOL - Reaktor
Die Konferenz
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, insbesondere das Institut für Technische Thermodynamik, waren mit fünf Vorträgen vertreten. Ein besonderes Highlight aus DLR-Sicht war der Vortrag von Professor Mlynek, Vorsitzender der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF). Die DLR-Projekte Antares, bei dem Wasserstoff als Treibstoff verwendet wird, und das DLR-Projekt Hydrosol, bei dem Wasserstoff erzeugt wird, wurden von ihm als Leuchtturmprojekte genannt. Darüber hinaus betonte er die Wichtigkeit der Fortführung und Intensivierung der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich alternativer Brennstoffe und Elektromobilität.
Die gläserne Brennstoffzelle
Die FachmesseAuf der begleitenden Fachmesse präsentierte das Institut für Technische Thermodynamik drei Exponate: Ausgestellt war der Hydrosol-Reaktor, der Wasserstoff mittels solar-thermochemischen Kreisprozessen mit Hilfe hochtemperaturiger Solarstrahlung bis 1200 °C erzeugt. Neben dem allseits bekannten mit Brennstoffzellen betriebenen Motorsegler Antares DLR-H2, der an der Decke der Messehalle hing und bei den Teilnehmern viel Aufmerksamkeit hervorrief, zeigte das Institut noch eine "Gläserne Brennstoffzelle". Dabei werden erstmals mit Laserstrahlen die Vorgänge in einer Hochtemperatur-Brennstoffzelle berührungslos mit Hilfe der Laser-Raman-Spektroskopie untersucht. Über einem aus Quarzglas bestehendem Gasverteiler wird ein optisch transparenter Zugang ermöglicht.
Insgesamt ist festzustellen, dass aus DLR-Sicht die Teilnahme am Konferenzprogramm sowie als Aussteller an der begleitenden Fachmesse als mehr als lohnenswert anzusehen ist.