Als kleines westafrikanisches Land ist Mauretanien zu dreißig Prozent auch ein Wüstenstaat mit Lage im Sonnengürtel Nordafrikas. Diese Voraussetzung bietet ideale Bedingungen für eine Teilnahme an dem DESERTEC-Konzept. Seine Exzellenz Diagana Moussa, Botschafter der Islamischen Republik Mauretanien, informierte sich beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart über die Möglichkeiten und Perspektiven, Energie in der Wüste zu generieren.
Auf seiner Reise durch Deutschland machte der Botschafter Halt in Stuttgart am DLR-Institut für Technische Thermodynamik. Die wirtschaftlichen Bedingungen in Mauretanien veranlassten den Botschafter zu einem Informationsbesuch. Wichtigstes Ziel Mauretaniens ist eine wirtschaftliche Stärkung und eine Erhöhung des Industrialisierungsgrades.
DESERTEC würde dabei eine große Rolle spielen. Energie könnte –ohne Abhängigkeiten zu fördern- im eigenen Land produziert werden, Industrien sich etablieren und vielleicht sogar Strom exportiert werden. Ein Ausbruch aus bisherigen Abhängigkeiten wäre gegeben.
Dr. Franz Trieb, Leiter des Projektteams, das die Grundlagen dieses Konzepts wurden am DLR-Institut für Technische Thermodynamik erarbeitete, stellte sich im Anschluss an seinen Vortrag den Fragen und eröffnete so vielleicht neue Perspektiven für Mauretanien.
Seine Exzellenz Diagana Moussa wurde von Frau Friederike Lenz, Mitarbeiterin des MdB Hans-Joachim Fuchtel, begleitet.
Das DESERTEC-Konzept
Die Idee von DESERTEC ist, mit Photovoltaik, Wind und solarthermischen Kraftwerken einen Energieverbund herzustellen, der über das ganze Jahr vierundzwanzig Stunden lang Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung stellt. Die Technologien dazu stehen bereit und deren einzelne Bausteine sind bereits –über die ganze Welt verteilt- im Einsatz. Nordafrikaist der ideale Standort für das Konzept, da die natürlichen Gegebenheiten sehr gute Voraussetzungen für diese Art der Technik bieten.