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18. April 2011: Antares DLR-H2 stellt Praxistauglichkeit unter Beweis



 
 AERO 2011 aus der Luft
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 Vorbereitungen für den Flugwettbewerb
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 Berblinger Flugwettbewerb 2011
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 Preisverleihung auf dem Ulmer Münsterplatz
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 Rückkehr nach Stuttgart
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Nach ihrem erfolgreichen Einsatz beim Berblinger Flugwettbewerb, landete die Antares DLR-H2 am Montag auf dem Stuttgarter Flughafen. Das weltweit erste pilotengesteuerte, mit Brennstoffzellen startfähige Flugzeug  – entwickelt von Lange Aviation und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)- legte somit zwei längere Flugstrecken innerhalb kürzester Zeit zurück und trat den Beweis der Wiederholbarkeit ihrer Leistungsfähigkeit an.

Die Antares DLR-H2 wurde im Rahmen der Flugmesse AERO 2011 am 15. April 2011 vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an den Start des Berblinger Flugwettbewerbs 2011 geschickt. Auf dem Rundflug zwischen Friedrichshafen und Ulm setzte die Antares DLR-H2 neue Maßstäbe in Umweltfreundlichkeit, Flugdauer und Reichweite und landete als Schnellste vor allen anderen Teilnehmern.

Der beim Stuttgarter DLR-Institut für Technische Thermodynamik in Zusammenarbeit mit der rheinland-pfälzischen Firma Lange Aviation entwickelte einsitzige Motorsegler Antares DLR-H2 kann mit Brennstoffzelle oder Batterie oder im Hybridbetrieb (mit Brennstoffzelle und Batterie) fliegen. Er basiert auf dem von Lange seit 2004 in Serie produzierten Elektromotorsegler Antares 20E und hat eine Spannweite von 20 Metern.

 

Dynamik durch ein leistungsstarkes Batteriesystem

 Auf dem Weg zu einem stärkeren Antrieb konnte die Antares DLR H2 abweichend von der Brennstoffzellenkonfiguration

ihre Leistungsfähigkeit mit einem erweiterten Batteriesystem auf ihrem Flug unter Beweis stellen.

 

Über den gesamten Zeitraum des Fluges wurde der Elektro-Antrieb genutzt. Damit war die Antares DLR-H2 den gesamten Flug über als Motorflugzeug im Geradeausflug unterwegs und nicht als Segelflieger. Abzüglich der Start- und Steigphase erreicht die Antares DLR-H2 sogar eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 152 km/h  bei einer Maximalgeschwindigkeit von 195 km/h sowie eine Höhe von 1.383m über Meereshöhe sowie ein maximale Steigrate von 2,9 m/s. Sie erreichte damit dieselben Werte wie konventionelle Motorflieger. Für die 183 km lange Strecke wurden 33 kWh nachgeladen, das entspricht einem vergleichbaren Verbrauch von 1,81 Liter (Dieseläquivalent) Treibstoff auf 100 km.   

Die Systeme funktionierten während des gesamten Fluges einwandfrei, so dass einen Tag nach der Preisverleihung noch nach Stuttgart geflogen werden konnte.

Im Bereich der Brennstoffzellenanwendung hat das Forschungsflugzeug bereits 2009 demonstriert, dass Reichweite,

Höhe und Umweltverträglichkeit herausragend sind. Die Kombination mit einem leistungsstarken Batteriesystem, um die Dynamik zu erhöhen, ist das nächste Ziel der Stuttgarter Wissenschaftler. 

 

Zweite Generation in Arbeit: die Antares H3

Parallel zu den Aktivitäten mit der Antares DLR-H2 arbeiten die Entwickler von DLR und Lange seit Herbst 2010 an der zweiten Generation des Brennstoffzellenflugzeugs: der Antares H3. Sie soll deutlich an Performance gewinnen.

In der Endausbaustufe soll eine Reichweite von bis zu 6000 Kilometern - im Vergleich zu 750 Kilometern beim Vorgängermodell - und eine Flugdauer von mehr als 40 Stunden - im Vergleich zu bisher fünf Stunden - erreicht werden.


Kontakt
Sabine Winterfeld
Leitung Institutsmarketing

Institut für Technische Thermodynamik
, Öffentlichkeitsarbeit & Marketing
Tel.: +49 711 6862-513

Fax: +49 711 6862-712

Dr.-Ing. Josef Kallo
Leiter Fachgebiet Electrochemische Systeme

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Technische Thermodynamik
, Elektrochemische Energietechnik
Stuttgart

Tel.: +49 711 6862-672

Fax: +49 711 6862-747

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