Hannover Messe 2013



Der Messestand des Instituts für Technische Thermodynamik auf der H2FC Fair
Die Hannover Messe 2013 war auch dieses Jahr ein voller Erfolg. Das Institut für Technische Thermodynamik des DLR Stuttgart präsentierte sich wieder auf der größten und wichtigsten europäischen H2+FC Ausstellungsplattform in Halle 27 mit 140 Aussteller aus 23 Ländern. Hier zeigte die Abteilung Elektrochemische Energietechnik ihre Kompetenzen in der Elektrolyse und der Brennstoffzellenforschung und präsentierte ihre Aktivitäten, die von Zelldesign, Herstellverfahren und Diagnostik bis hin zu kompletten Systemen und Demonstration reichen. Auf dem VDI-Gemeinschaftsstand in Halle 2 durfte die Abteilung Thermische Prozesstechnik des Instituts auf dem DLR-Technologiemarketing-Stand ihr neues Exponat, den interaktiven Infotower für Wärmespeicher, ausstellen.

Korrosionsdemonstrator für Bipolarplatten eines PEM-Elektrolyseurs

Auf dem Stand der H2FC-Fair zeigte der Fachbereich Elektrochemische Systeme der Abteilung Elektrochemische Energietechnik einen Korrosionsversuch an Bipolarplatten eines PEM-Elektrolyseurs. Hierbei geht es um die Entwicklung von preisgünstigen und korrosionsbeständigen Bipolarplatten aus beschichtetem Edelstahl. Diese zeigen unter praxisnahen Betriebsbedingungen eines PEM-Elektrolyseurs gleiche oder bessere Eigenschaften als herkömmliche teurere Bipolarplatten aus Titan. 

Brennstoffzellen - neue Messverfahren und Gewichtsreduktion

Weiter wurden Diagnosemöglichkeiten für Brennstoffzellen präsentiert: Ein solches Diagnose-Tool hilft die Effizienz der Brennstoffzelle zu steigern. Langfristig erwarten die Forscher, dass durch die genaue Diagnosemöglichkeit das Design einer Brennstoffzelle vereinfacht und so Kosten gespart werden können. Die Diagnose erfolgt über eine in die Brennstoffzelle eingebaute Messplatte; sie kann Leistung, Temperatur, Feuchte und Vergiftungsgrad an unterschiedlichen Stellen in der Brennstoffzelle erfassen. Auch für Redox-Flow-Batterien haben die Forscher ein Messverfahren entwickelt, mit dem sie ein genaues Bild erhalten, welche Bereiche in der Batterie aktiv sind. Das Verfahren kann zur Fehlerfrüherkennung und Steuerung einer solchen Batterie eingesetzt werden.

Außerdem wurden Weiterentwicklungen im Bereich der Brennstoffzellen-Stacks gezeigt: Leichter und langlebiger mit Kohlefaserverstärkten Kunststoffe (CFK) – diese sind durch ihr geringes Gewicht bislang vor allem in der Luftfahrt eingesetzt worden. Ausgestellt wurde ein Brennstoffzellen-Stack (Brennstoffzellen-Stapel), dessen Anfangs- und Endplatte aus dem ultraleichten Kunststoff besteht. Solche Leichtbau-Stacks sind vor allem für mobile Anwendungen der Brennstoffzelle interessant. Neben dem geringen Gewicht hat das CFK-Material auch Vorteile für die Funktion der Brennstoffzelle: Das Material isoliert besser als das bislang verwendete Metall wodurch die Temperatur innerhalb der Brennstoffzelle konstanter ist. Dies wiederum bedeutet eine längere Lebensdauer der Brennstoffzelle.

Fliegen ohne CO2

Für CO2-freies Fliegen stand dieses Jahr stellvertretend ein Außenlastbehälter mit Wasserstofftank der Antares DLR-H2 auf dem Stand. Der Motorsegler ist weltweit das einzige Flugzeug, das mit einer Brennstoffzelle starten kann. Der Außenlastbehälter ist unter der rechten Tragfläche der Antares angebracht. In dem Wasserstofftank können unter einem Druck von maximal 350 bar mehr als 5kg gasförmiger Wasserstoff mitgeführt werden. Mit dem Wasserstoff wird durch eine Brennstoffzelle an Bord der Antares DLR-H2 Strom erzeugt, der den Motorsegler antreibt.  

   
EU-Kommissar Antonio Tajani bei Erklärungen zum Leichtbaustack Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, im Gespräch mit Erich Gülzow, DLR
 

 

Außenlastbehälter der Antares DLR-H2

Schülergruppen auf dem Institutsstand
   
Korrosionsdemonstrator zur Bipolarplatten eines PEM-Elektrolyseurs

 

Wärmespeichertechnologien der Thermischen Prozesstechnik

Interaktiver Infotower für Wärmespeicher auf dem Stand des Technologiemarketings

In der Halle 2 präsentierte das Institut seine Entwicklungen auf dem Gebiet Hochtemperatur-Wärmespeicher mit dem neuen interaktiven Infotower der Abteilung Thermische Prozesstechnik. An diesem Wärmespeicher-Infotower wird das breite Spektrum an Speichertechnologien von sensiblen Speichern in Feststoffen oder Flüssigkeiten über latente Wärmespeicher bis zu thermochemischen Systemen erläutert. Anwendungsgebiete für Hochtemperatur-Wärmespeicher sind Solarthermische Kraftwerke, Flexibilisierung konventioneller Kraftwerke, adiabate Druckluftspeicherkraftwerke, Effizienzsteigerung in der Prozessindustrie und Thermomanagement im Fahrzeug.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kontakt
Susanne Schwarz
Institut für Technische Thermodynamik
, Öffentlichkeitsarbeit & Marketing
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E-Mail: susanne.schwarz@dlr.de
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