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Strom aus der Wüste



DESERTEC und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Im Juli 2009 wurde die DESERTEC Industrial Initiative (DII) von einem Konsortium aus privaten Industrie- und Finanzunternehmen mit dem Ziel gegründet, neben dem Ausbau von Solar- und Windkraftwerken vor Ort die Möglichkeit von Solarstromimporten aus dem südlichen Mittelmeerraum als Element einer nachhaltigen Versorgung Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens zu erschließen. Die DII arbeitet eng mit der von der Deutschen Gesellschaft Club of Rome (DGCoR) gegründeten DESERTEC Foundation (DF) zusammen, die dieses Konzept seit Jahren propagiert.

Der Initiative liegen die Studien Concentrating Solar Power for the Mediterranean Region (MED-CSP), Trans-Mediterranean Interconnection for Concentrating Solar Power (TRANS-CSP) und Concentrating Solar Power for Seawater Desalination (AQUA-CSP)zugrunde, die in den Jahren 2004-2007 unter Leitung der Abteilung Systemanalyse und Technikbewertung des Instituts für Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. mit vielen Partnern aus der Mittelmeerregion durchgeführt wurden. Auch Mitglieder der heutigen DF nahmen daran teil. Die Studien beschreiben Szenarien für 50 Länder Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens, die den möglichen Übergang zu einer sicheren, kostengünstigen und umweltfreundlichen Versorgung mit Elektrizität und Wasser zwischen den Jahren 2000 und 2050 zeigen. Sie wurden durch ein Förderprogramm der Bundesregierung finanziert. Die effektive Verbreitung der Studienergebnisse in der arabischen Welt und in Europa sind zu einem großen Teil der Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC) zu verdanken, einem internationalen Netzwerk engagierter Personen aus allen Bereichen der Gesellschaft, aus der auch die DF hervorgegangen ist. Die Ergebnisse der Studien wurden zwischen 2004 und 2007 u. a. auf vier Konferenzen, den Middle East and North Africa Renewable Energy Conferences (MENAREC 1-4) mit Unterstützung durch das Deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) der arabischen Welt vorgestellt und dort mit großem Interesse aufgenommen.

Inzwischen wurden weitere Studien zu den oben genannten Themen durchgeführt, die durch die Europäische Kommission gefördert wurden.

Die Studie REACCESS beschäftigt sich mit der Sicherheit von Energiekorridoren nach Europa und untersucht in einem speziellen Arbeitspaketauch Solarstromimporte aus Nordafrika und die weltweiten Potenziale solarthermischer Kraftwerke.

Die Studie MED-CSD untersucht die Machbarkeit solarthermischer Kraftwerke zur Stromerzeugung und Meerwasserentsalzung in fünf Ländern des Mittelmeerraums.

Neben der wissenschaftlichen Begleitung der DII ist das DLR auch an der „Initiative for the Mediterranean Solar Plan (IMSP)“ im Rahmen der Union for the Mediterranean (UfM) beteiligt, die die Installation von 20.000 MW Leistung aus erneuerbaren Energiequellen in Nordafrika und dem Mittleren Osten bis zum Jahr 2020 zum Ziel hat. Damit wurde mit der konkreten Umsetzung eines Ausbaus erneuerbarer Energiequellen in der Mittelmeerregion als auch mit der Eröffnung der zusätzlichen Option von Solarstromexporten nach Europa begonnen.

Die Abteilung Solarforschung des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik arbeitet seit über 30 Jahren mit einer durchschnittlichen Personalkapazität von 60 Wissenschaftler/innen an der Erforschung und Entwicklung der solarthermischen Stromerzeugung, und an Konzepten zur Integration dieser Technologien in eine nachhaltige Energieversorgung. LINK. Es ist damit eine der weltweit führenden Forschungsstellen auf diesem Gebiet.

Häufige Fragen zum Solarstromimport aus der Wüste werden hier aus Sicht

der TRANS-CSP Studie beantwortet:  Fragen_zum_Wüstenstrom_2009_06.pdf (110KB) (Stand vom Juni 2009)

 

Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie u.a. auch auf den folgenden Seiten:

http://www.desertec.org/en/concept/faq/

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/energie/FAQ_Wuestenstrom_01.07.09-f.pdf

http://debatte.welt.de/kommentare/141929/solarstrom+aus+der+sahara+fragen+und+antworten


Contact
Dr.rer.nat. Franz Trieb
German Aerospace Center

Institute of Technical Thermodynamics
, Systems Analysis & Technology Assessment
Stuttgart

Tel.: +49 711 6862-423

Fax: +49 711 6862-783

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