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Flottenversuch Elektromobilität: Teilvorhaben Nutzungspotenzial



 VW Twin Drive
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Neben der vorrangig technischen Realisierung und Erprobung von Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen durch die Verbundprojektpartner sollen im geplanten Vorhaben die Rahmenbedingungen für Elektromobilität näher untersucht werden. Die Forschungsarbeiten setzen dabei auf zwei verschiedenen Ebenen an: Während auf der Makroebene das Gesamtnutzungspotential für das Verkehrssegment "Elektromobilität" im Vordergrund des Interesses steht, rücken auf der Mikroebene die einzelnen Nutzer mit ihren ganz individuellen Voraussetzungen und Präferenzen sowie den im Rahmen des Flottenversuchs gemachten konkreten Alltagserfahrungen in den Fokus.

Makroebene: Die Ermittlung des Nutzungspotenzials sowie der daraus resultierenden zukünftigen Nachfrageentwicklung soll in aufeinander aufbauenden Arbeitsschritten erfolgen: Zunächst sind Bevölkerungsgruppen zu bestimmen, die aufgrund ihres aktuellen Mobilitätsprofils ihren Mobilitätsbedarf mit Hilfe von Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen potenziell decken könnten. Diese Gruppen sind basierend auf vorhandenen empirischen Datenquellen sowohl qualitativ als auch quantitativ zu beschreiben. In einem zweiten Schritt soll die künftige Verkehrsnachfrageentwicklung für Elektromobilität qualitativ-quantitativ in Form von Einsatzszenarien bestimmt werden. Grundlage für die Szenarienentwicklung sind bereits vorliegende aktuelle Prognosen sowie das im ersten Arbeitsschritt ermittelte Nutzungspotenzial.

Mikroebene: Das tatsächliche Mobilitätsverhalten einer Person wird wesentlich von deren sozio-demographischen Eigenschaften und aktuellen Lebensumständen, aber auch von ihren ganz individuellen Einstellungen und Präferenzen beeinflusst. Letztere ergeben sich u. a. aus konkreten Erfahrungen beispielsweise mit einzelnen Verkehrsträgern. Im Rahmen des Flottenversuchs sollen insbesondere die bei der langfristigen Nutzung der Versuchsfahrzeuge gemachten Erfahrungen erhoben und ausgewertet werden. Drei Aspekte sind hierbei zu berücksichtigen: Zum einen ermöglichen erstens sowohl die Erfassung des tatsächlichen Mobilitätsverhaltens während des Flottenversuchs als auch die Erfassung der individuellen Einstellungen gegenüber der Elektromobilität vor und nach dem Flottenversuch die Überprüfung und ggf. Anpassung jener Annahmen, die in die Entwicklung der Nachfrageszenarien Eingang gefunden haben. Zum anderen liefert der praktische Umgang mit dem Fahrzeug, vor allem aber dessen subjektive Bewertung durch den Nutzer wertvolle Hinweise auf mögliche Strategien für die Gestaltung entsprechender Fahrzeuge und deren Markteinführung. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf die Automobilhersteller sondern umso mehr für begleitende politische Maßnahmen. 

Ziele 

  • Ermittlung aktueller Rahmenbedingungen für "Elektromobilität mit Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen" anhand ausgewählter Parameter
  • Quantifizierung des zukünftigen Nachfragepotentials für das Verkehrssegment "Elektromobilität mit Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen" für die Bundesrepublik Deutschland: Darstellung der Potenzialbandbreite in Form von Einsatzszenarien
  • Einsatzanalyse für Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge: Fahrzeug- und Batteriekonzepte aus Nutzerperspektive, Detailanalyse individueller Fahrzeugnutzung, Handlungsempfehlungen für die Gestaltung der Schnittstelle "Fahrzeug - Energieversorgung"
  • Nutzungsanalyse Flottenversuch: Erfassung und Analyse des tatsächlichen Mobilitätsverhaltens der Versuchsteilnehmer während des Versuchs sowie individueller Einstellungen und Präferenzen vor/ nach dem Versuch
  • Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für Begleitmaßnahmen zur Markteinführung von Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen

Auftraggeber

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Projektpartner

  • DLR - Institut für Verkehrsforschung
  • E.ON Energie AG
  • Evonik Litarion GmbH
  • FhG ISiT - Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie
  • GAIA Akkumulatorenwerke GmbH
  • ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH
  • Volkswagen AG (Koordination Verbundvorhaben)
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Kontakt
Dipl.-Geograph Stefan Trommer
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrsforschung
, Personenverkehr
Tel: +49 30 67055-209

Fax: +49 30 67055-283

E-Mail: Stefan.Trommer@dlr.de
Dipl.-Geographin Angelika Schulz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrsforschung
, Personenverkehr
Tel: +49 30 67055-294

Fax: +49 30 67055-283

E-Mail: Angelika.Schulz@dlr.de
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