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Renewbility II



Die Bundesregierung hat zum Ziel, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 % zu senken. Für den Einsatz gezielter Maßnahmen im Verkehrssektor ist grundlegendes Wissen um deren Beitrag zum Erreichen der Emissionsminderungsziele nötig. Vor diesem Hintergrund entwickelt das Projekt Renewbility ein umfangreiches Modellinstrumentarium, welches die Wirkung von vielfältigen verkehrspolitischen Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen quantifiziert.

Projekt

Das laufende Projekt Renewbility II ist die Fortführung des ersten Projekts Renewbility. Das Projekt Renewbility kam zu dem Ergebnis, dass bis zum Jahr 2030 Minderungen der gesamten Treibhausgasemissionen des Verkehrs um fast ein Viertel gegenüber 2005 möglich sind. Dieser Einschätzung liegt die Überprüfung einer Reihe von verkehrspolitischen Maßnahmen zu Grunde. Dazu gehören die Ausweitung des Angebots im öffentlichen Verkehr, eine Erhöhung der Lkw-Maut, steigende Kraftstoffpreise oder der vermehrte Einsatz von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen im Personen- und Wirtschaftsverkehr. Im Anschlussprojekt Renewbility II werden die Daten aktualisiert, die Instrumente weiterentwickelt und neue Maßnahmenbündel auf ihre Wirkmächtigkeit untersucht. Der Fokus liegt dabei auf

  • dem Straßen-, Schienen-, Binnenschiff- und Luftverkehr in Deutschland,
  • den direkten und indirekten Emissionen
  • sowie der Abbildung der Wirkung verkehrlicher Maßnahmen auf die wirtschaftliche Entwicklung.

Wie im Vorgängerprojekt sind gesellschaftliche Akteure bei der Identifizierung wirkungsvoller Maßnahmen innerhalb einer ganzheitlichen Strategie für eine nachhaltige Mobilität beteiligt. An der Definition der Maßnahmenbündel wirken unter anderem Vertreter der Automobil-, Bahn-, Energie- und Logistikbranche sowie Nicht-Regierungs-Organisationen aus dem Umweltbereich mit. Ziel der Integration externer Experten ist die Erstellung eines gemeinschaftlichen, im Konsens erarbeiteten Szenarios, dass die unterschiedlichen Positionen der Beteiligten im Verkehrsbereich zum Ausdruck bringt.

Renewbility 2 - Vorgehensweise
Modellverbund
Bild: Renewbility ||

Ziele

  • Die Besonderheit des Modellierungsansatzes liegt darin, dass die verkehrspolitischen Maßnahmen mikroskopisch für drei Beispielräume evaluiert werden und darauf basierende Änderungen im makroskopischen Modell für die Verkehrsnachfrage in Deutschland berücksichtigt werden. Grundlage für die Modellierung der Verkehrsnachfrage im Personenverkehr sind Erkenntnisse zum Mobilitätsverhalten aus der Erhebung „Mobilität in Deutschland 2008“ (MiD).
  • In der Basisentwicklung des Güterverkehrs bis 2030 sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise berücksichtigt. Insbesondere die BIP-Entwicklung und die Beschäftigungsstruktur werden dabei angepasst. Die Beschäftigungseffekte in der Basisentwicklung werden auch in den Modellen für den Personenverkehr integriert.

Vorgehensweise

Das Institut für Verkehrsforschung (IVF) übernimmt für Renewbility II die mikroskopische und makroskopische Modellierung der Verkehrsnachfrage im Personen- und Wirtschaftsverkehr sowie die Modellierung der Neuzulassungen von Pkw und Nutzfahrzeugen.

Auftraggeber

  • Umweltbundesamt
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Projektpartner

  • DLR - Institut für Verkehrsforschung
  • Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung
  • Öko-Institut e.V.

Projektlaufzeit

2010 - 2012


Kontakt
Dr.-Ing. Stephan Müller
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrsforschung
, Wirtschaftsverkehr
Tel: +49 30 67055-149

Fax: +49 30 67055-283

E-Mail: Stephan.Mueller@dlr.de
URL dieses Artikels
http://www.dlr.de/vf/desktopdefault.aspx/tabid-2974/1445_read-31346/
Links zu diesem Artikel
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