Die Überwachung der Emissionen im Güterverkehr gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung. Verschiedene Unternehmen überwachen bereits ihre CO2 Emissionen. Einen einheitlichen Standard zur Berechnung gibt es jedoch noch nicht, weder auf nationalem noch auf internationalem Niveau, weshalb auch unternehmensübergreifende Berechnungen derzeit häufig nicht möglich sind. Im Projekt COFRET wird nun innerhalb des EU-Rahmenprogramms FP7 unter der Leitung des DLR Instituts für Verkehrsforschung eine Methodologie zur Berechnung von Emissionen entlang von Supply Chains entwickelt. Anhand der gewonnen Erkenntnisse sollen Emissionen im Anschluss gezielt reduziert werden können.
Projekt
COFRET erfasst zunächst bereits existierende und von Logistikern und Industrie angewandte Werkzeuge und Methoden der Emissionsberechnung. Ausgehend von einer vergleichenden Analyse sollen die wichtigen gemeinsamen sowie die fehlenden verbindenden Elemente der bisherigen Verfahrensweisen identifiziert werden. Auf Basis dieser Evaluation und in Zusammenarbeit mit bereits existierenden industriellen Carbon Footprint-Initiativen wird dann eine Methode entwickelt, welche es erlaubt, Emissionen entlang der gesamten Supply Chain zu erfassen. Zur Validierung des methodischen Ansatzes wird die im Rahmen des Projekts entwickelte Methode anhand einer Prototyp-Software und mittels Fallstudien aus der Praxis getestet.
Alle Verkehrsarten, Formen von Lieferungen und die gesamten Verkehrsbeziehungen (d.h. Kurz- und Langstrecken) sowohl auf Firmenebene als auch auf der Ebene von Transport und Logistik sollen abgedeckt werden. Dabei liegt der Fokus neben der Erfassung von CO2 auch auf der Ermittlung von anderen Emissionen wie CH4 und N2O.
Das DLR arbeitet innerhalb des Forschungsprojektes COFRET mit 13 anderen europäischen Unternehmen und Institutionen aus acht Ländern zusammen. Unterstützt wird das Projekt von Stakeholdern aus allen Bereichen der Praxis. Die intensive Zusammenarbeit mit den Stakeholdern, die unter anderem auch die Prototyp-Software testen, ermöglicht hierbei die Entwicklung einer zukunftsfähigen Methodologie.
Ziele
COFRET verfolgt das Ziel, eine Methode zur Berechnung von Emissionen entlang von Supply Chains zu entwickeln, die als Basis für die Entwicklung eines pan-europäischen Standards geeignet ist.
Die COFRET-Methode soll die unternehmensübergreifende Emissionsmessung und den Aufbau einer Informationsbasis für die gesamte Emission einer Lieferkette ermöglichen, als Voraussetzung für die gezielte Reduzierung von Emissionen zur Erreichung der EU-Treibhausgasziele.
Der aktuelle Stand des COFRET-Projekts ist verfügbar unter: http://www.cofret-project.eu/
Auftraggeber
Projektpartner
Projektlaufzeit
Juni 2011 bis Dezember 2013