Primäres Interessengebiet von ECTRI ist der bodengebundene Verkehr in all seinen Facetten. Dies verdeutlicht die Beteiligung von ECTRI-Mitgliedern an Forschungsvorhaben der Europäischen Union zum Straßen-, Schienen- und Schiffsverkehr, die Aspekte wie Energie, Umwelt, Ökonomie, Sicherheit und intelligente Kommunikationssysteme mit einschließen.
ECTRI wurde 2003 gegründet. Das DLR zählt zu den Initiatoren und Gründungsmitgliedern. Im Januar 2007 gingen die Positionen des ECTRI-Generalsekretärs und das ECTRI- Sekretariat von der französischen INRETS auf das DLR über. Darüber hinaus hat das Institut für Verkehrsforschung die Leitung einer ECTRI-Arbeitsgruppe übernommen, die die "Soft Infrastructures" der Mitglieder analysiert und Vorschläge für eine ECTRI-weite Integration ausarbeitet. Eine Reihe von DLR-Instituten arbeitet zudem in den übrigen Arbeitsgruppen des Verbandes aktiv mit.
ECTRI ist bestrebt, im Sinne seiner Mitglieder Einfluss auf die Gestaltung der Europäischen Verkehrsforschung zu nehmen. Durch Mitwirkung beim 6. wie auch beim 7. Rahmenprogramm und andere Maßnahmen, wie Förderung von Technologietransfer und Netzwerkbildung, leistet ECTRI einen wichtigen Beitrag zur Schaffung einer abgestimmten europäischen Forschung auf dem Gebiet des bodengebundenen Verkehrs. Diese soll in ein integriertes, multi-modales, dabei sicheres, leistungsfähiges, umweltfreundliches und kosteneffektives europäisches Transportsystem münden. Langfristig wird die Gründung eines virtuellen europäischen Verkehrsinstituts angestrebt, das Stärken und Potenziale seiner Mitglieder bündelt und deren Erfahrungen und Forschungsinfrastruktur nutzt. Als unabhängige Wissenschaftsorganisation steht ECTRI für die Politikberatung zur Verfügung.
Über seine Aktivitäten im europäischen Rahmen hinaus engagiert sich ECTRI für einen Ausbau der internationalen Zusammenarbeit. Insbesondere erwähnenswert ist hier ein im Januar 2006 unterzeichnetes Memorandum of Understanding mit dem amerikanischen Transportation Research Board (TRB), einer Einrichtung des Nationalen Research Council.