Projekt
OPTIC ist ein Forschungsprojekt im Rahmen des siebten EU-Rahmenprogramms. Mithilfe von OPTIC sollen Methoden entwickelt werden, mit denen unerwünschte Effekte, die bei der Einführung verkehrspolitischer Maßnahmen auftreten, frühzeitig erkannt und bewertet werden können. Darüber hinaus werden Empfehlungen zur optimalen Zusammenstellung verkehrspolitischer Maßnahmen in Maßnahmenpaketen erarbeitet, die ein Auftreten unerwünschter Effekte minimieren bzw. für positive Synergieeffekte sorgen.
Es wird davon ausgegangen, dass Maßnahmenpakete mögliche Synergieeffekte mit sich bringen. Daher sind sie als effektiver einzuschätzen als Einzelmaßnahmen. Ein einfaches Beispiel bei dem unerwünschte Nebeneffekte auftreten, ist die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs bei Pkw aufgrund technologischer Entwicklungen. Der positive Effekt niedrigerer Emissionen wird kompensiert, wenn aufgrund geringerer Benzinkosten mehr gefahren wird. Wenn dies z.B. den verkehrlichen Umweltzielen widerspricht, sind additionale Maßnahmen notwendig, um im Beispiel, den Kostenvorteil der Pkw-Nutzung gegenüber den anderen Verkehrsmitteln auszugleichen.
Ziele
Ziel von OPTIC ist es, das vorhandene Wissen hinsichtlich eines optimalen Designs von Maßnahmenpaketen zusammenzufassen und zu erweitern. Unter anderem geht es um die Eignung quantitativer (z.B. Verkehrsmodelle) und qualitativer Bewertungsmethoden (z.B. Stakeholder-Interviews). Der Praxisbezug des Projekts spiegelt sich in der Einbindung von gesellschaftlichen Akteuren wider. Ein Projektelement sind Workshops, in denen die entwickelte Methodik mit Entscheidungsträgern und Experten aus der Planungspraxis diskutiert und erprobt wird.
Vorgehensweise
Das Projekt hat folgende inhaltliche Schwerpunkte:
Das Institut für Verkehrsforschung (IVF) ist in diesem Projekt vor allem mit der Bewertung quantitativer Evaluierungsmethoden befasst. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit besteht in der Analyse und daraus abgeleiteten Empfehlungen, an welchen Stellen innerhalb politischer Entscheidungsprozesse der Einsatz quantitativer Methoden geeignet erscheint. Der Fokus liegt dabei auf den Verkehrs- und Emissionsmodellen TransTools und Tremove, die vor allem zur Bewertung europäischer Projektvorhaben eingesetzt werden.
Auftraggeber
Projektpartner
Projektlaufzeit
Von 09/2009 bis 08/2011