In der Fortsetzung dieser Tradition hatte das BMVBS nach einer umfangreichen Vorstudie im Jahr 2001 eine neue KONTIV-Erhebung unter dem Namen Mobilität in Deutschland 2002 (MiD 2002) beauftragt.MiD 2002 knüpfte als erstes gesamtdeutsches Projekt in der KONTIV-Tradition in den Kernelementen an die früheren KONTIV-Erhebungen an: Über ein Jahr wurden zufällig ausgewählte Haushalte zu ihrem Verkehrsverhalten an einem vorgegebenen Stichtag befragt und zusätzlich um die Angabe verkehrsrelevanter Informationen zum Haushalt insgesamt und zu den Mitgliedern des Haushalts gebeten.
Diese Studie wurde im Jahr 2008 durch eine neue Erhebung aktualisiert. Dabei steht vor allem eine möglichst weitgehende Replikation des Studiendesigns der im Jahr 2002 erfolgten Erhebung im Vordergrund, um die bisher gewonnene Zeitreihe zu verlängern.
Im Vorfeld der MiD 2008 wurde die bisherige Nutzung der Daten der MiD 2002 einer eingehenden Analyse unterzogen. Die im Rahmen einer Nutzerbefragung und eines anschließenden Nutzerworkshops gewonnenen Erkenntnisse lieferten wertvolle Hinweise für die behutsame Überarbeitung des Erhebungsdesigns sowie eine verstärkt nutzerorientierte Aufbereitung und Dokumentation der Daten. Im Ergebnis können so aktuelle Informationen zur Alltagsmobilität gewonnen und aus dem Vergleich der beiden Erhebungen 2002 und 2008 wichtige Erkenntnisse zu Veränderungen in der Alltagsmobilität abgeleitet werden. Die Feldphase der Studie fiel mit einer sich über zwölf Monate erstreckenden Stichtagserhebung in 25.000 Haushalten überwiegend in das Jahr 2008.
Die Daten der MiD 2008 stehen seit März 2010 zur Verfügung und können über das Bestellformular der Clearingstelle für Verkehrsdaten angefordert werden.
Projektpartner
Auftraggeber