Unter Standardflammen versteht man Flammen, die unter sehr genau definierten Betriebsbedingungen untersucht wurden, zu denen es umfassende experimentelle Datensätze gibt und die sich mit numerischen Simulationsprogrammen berechnen lassen. Derartig gut dokumentierte Flammen tragen wesentlich zu einem besseren Verständnis von Verbrennungsprozessen bei und bilden eine unverzichtbare Basis für die Validierung und Verbesserung numerischer Simulationsmodelle.
Das DLR-Institut VT hat hier wesentliche Beiträge geliefert. Für die meisten Standardflammen umfassen die Datensätze die Strömungsgeschwindigkeiten, Temperaturen, Konzentrationen der Hauptspezies und Flammenstrukturen. Darüber hinaus zum Teil Radikalkonzentrationen, NO-Emissionen, Rußkonzentrationen und akustische Daten. Zu den einfachsten Konfigurationen gehören flache laminare Vormischflammen [1,2], auch als rußende Hochdruckflammen [3]. Turbulente Diffusionsflammen wurden sowohl als Freistrahlflammen [4,5] als auch als Drallflammen [6] untersucht. Gasturbinen-typische Drallflammen wurden in vorgemischten und teil-vorgemischten Konfigurationen vermessen [7,8]. Diese Untersuchungen wurden teilweise im Rahmen nationaler und internationaler Kooperationsprojekte durchgeführt wie z.B. TECFLAM, NACOS und PRECCINSTA. Die Datensätze sind zum Teil öffentlich zugänglich, z.B. über den TNF-Workshop, oder können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.