Gruppenfoto der Vortragenden des Kolloquiums
In jedem Jahr treffen sich Forscher, Ingenieure und Anwender der Luftfahrtbranche auf dem durch das DLR-Instituts für Werkstoff-Forschung veranstalteten Werkstoff-Kolloquium, um sich über werkstoffspezifische Fachthemen auszutauschen. Bei dem Kolloquium wechseln sich die Themenschwerpunkte „Flugzeugprimärstrukturen“ und „Triebwerke“ im zweijährigen Rhythmus ab.
In diesem Jahr standen wieder die Flugtriebwerke und deren Werkstoffe im Fokus. So trafen sich am 1. Dezember 2009 Experten aus Industrie und Wissenschaft um die neuesten Werkstofflösungen für künftige Antriebe zu diskutieren. Daneben wurden multidisziplinäre Projekte präsentiert und Bedarfe seitens der Anwender erörtert. Mit etwa 90 Teilnehmern war das Werkstoff-Kolloquium hervorragend besucht.
Die abschließende Podiumsdiskussion zeigte, dass in der Luftfahrtgeschichte technische Fortschritte und Innovationen wesentlich durch neue Werkstoffe beeinflusst wurden. Diese Entwicklung wird sich auch in naher Zukunft, z.B. durch den Einsatz von Titanaluminiden, fortsetzen. Jedoch hat die Vergangenheit auch gezeigt, dass ein moderner Werkstoff alleine nicht ausreicht, um einen technologischen Durchbruch auf dem Markt der Triebwerkshersteller zu erzielen. Vielmehr müssen im Spannungsfeld hoher Turbinenleistung durch den Einsatz hochfester Werkstoffe die Kosten in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungssteigerung stehen.