Messablauf
Mit Hilfe der Gradientenheizer wird eine Abfolge unterschiedlicher kleiner Temperaturdifferenzen im Bereich von 1–3 K über der Probe eingestellt. Die zugehörigen Thermospannungen, die gegen die beiden Thermoelement-Materialien gemessen werden, werden aufgezeichnet. Der Geradenanstieg bei Auftragung der beiden Thermospannungen gegen einander geht (gemeinsam mit der Kennlinie der Mess-Thermoelemente) in die Berechnung des Seebeck-Koeffizienten ein, wodurch störende konstante Offsetspannungen direkt eliminiert werden. Der Messkopf befindet sich thermisch geschirmt in einem Vakuum-Rezipienten und verfügt über einen gasstromgeregelten Kaltgas-Kryostaten mit integrierter Heizung, der einen durchgehenden automatisch gesteuerten Temperaturzyklus von kryogenen Temperaturen bis ca. 500 °C ermöglicht. Mit diesem Temperaturintervall wird der Messbereich für viele der wichtigsten thermoelektrischen Materialien (Bismuttellurid, Skutterudite, Zinkantimonid u. v. a.) abgedeckt.