Zum dritten Mal seit ihrem erfolgreichen Start im Jahr 2008 fand am 7. und 8. Juni die European Conference on Materials and Processes in Aerospace, EUCOMAS, statt. Das Konzept aus Präsentation des neusten Stands der Werkstoff- und Strukturtechnologie und Behandlung von ausgewählten technologischen Fragestellungen in Workshops wurden von den Teilnehmern wieder sehr positiv aufgenommen. Trotz der noch anhaltenden Wirtschaftskrise trafen sich 160 Fachleute aus Industrie und Forschung um den neusten Trend in den Themenfeldern Faserverbundkunststoff, metallische Leichtbaustrukturen, Faserkeramiken und Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) zu erfahren und zu diskutieren. Die ILA bot dabei das passende Umfeld.
Prof. Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR läutete mit einem Vortrag zur Bedeutung der Werkstoffe in der Luft- und Raumfahrt die Konferenz ein und setzte damit den Rahmen der Veranstaltung. Dr. Jörg Esslinger (MTU Aero Engines) ergänzte das Bild um die Bedeutung der Werkstoffe und deren Verfahren im Luftstrahlantrieb. Unterstrichen wurde dies durch Ministerialrat Franz-Josef Mathy (BMWi), der das Deutsche Luftfahrtforschungsprogramm darstellte. „Die Werkstoffe und deren Verarbeitungsverfahren sind eine Schlüsseltechnologie zum Erhalt und Ausbau der Wertschöpfung bei Luftfahrzeugstrukturen in Deutschland“. Sir Ric Parker, Chef-Technologe bei Rolls-Royce berichtete, welches Potential neue Werkstoffe im Triebwerk bei der Schonung unserer Ressourcen und unserer Umwelt haben und Jan Verdenhalven, SGL Carbon, ergänzte dieses Bild durch das Potential der Kohlefaser im Leichtbau. „Gezielte Investition in wettbewerbsfähige Technologie ist der Weg aus der Krise“, ermunterte Philipp Schack, TITAL, die Zuhörer in seinem Vortrag. Und VDI-Direktor Fuchs eröffnete bei seiner Dinner Speech neue Dimensionen für die EUCOMAS. Der Blick in andere Industriesektoren eröffnete mögliche Synergieeffekte, die noch brach lägen. Als ein Beispiel zitierte Dr. Fuchs die CFK-Technologie und deren Herstellprozesse. „Automobilbau und Luftfahrt könnten hier voneinander lernen und profitieren“.
Mit diesem Bild und einer Fülle von Informationen aus den exzellenten Fachvorträgen gehen VDI, BDLI, DGLR und DLR nun in die Vorbereitung der EUCOMAS 2011.