Raumfahrt | 15. Mai 2019 | von Timo Frett

AGBRESA: Man nimmt alles mit ins All, nur nicht die Schwerkraft – Das Training auf der Kurzarmzentrifuge

Quelle: DLR.
Alexandra Noppe, Timo Frett und Michael Arz vom DLR-Zentrifugenteam bereiten einen Probanden für die Fahrt vor

Strikte Bettruhe und im Kreis fahren, wie geht das zusammen? Ganz einfach: Als Proband bei unserer Bettruhe-Studie AGBRESA! Während der 60-tägigen Bettruhe absolvieren 8 unserer 12 Probandinnen und Probanden täglich ihr Training auf der DLR-Kurzarm-Human-Zentrifuge. weiterlesen

Raumfahrt | 09. Mai 2019 | von Friederike Wütscher

AGBRESA: "Im Weltraum hat man viel Zeit, aber keine Tankstelle nebenan" - Docking-Training

Quelle: DLR.
DLR-Doktorandin Sarah Piechowski beim Überwachen des Docking-Trainings einer Probandin

Selber ein Raumfahrzeug durch die unendlichen Weiten des Weltalls steuern und mit riskanten Manövern unter widrigen Umständen an die sichere Raumstation andocken - was sich anhört wie ein Kindheitstraum eines jeden Hobbyastronauten ist für die Probanden der AGBRESA-Bettruhe-Studie tägliche Arbeit: Das Erlernen des Steuerns eines Raumfahrzeugs mit sechs Freiheitsgraden, 6DF, wie es wissenschaftlich korrekt bezeichnet wird, ist eins der zahlreichen wissenschaftlichen Experimente bei der Studie, die die Probanden durchlaufen. Den Weltraum-Flug führen sie allerdings ganz irdisch und Bettruhe-gerecht im Liegen in Köln durch: Insgesamt 20 Docking-"Sitzungen" haben sie am Ende ihrer Bettruhe durchlaufen und dabei die Fertigkeit erworben, ein Raumschiff im All zu steuern und - wenn alles gut läuft - fachgerecht an der Raumstation anzudocken. weiterlesen

Raumfahrt | 30. April 2019 | von Bettruhestudie

AGBRESA: Bericht eines terrestrischen Astronauten

Quelle: DLR.
Auf dem Weg zu einem der vielen Experimente.

Der heutige Tag, an dem ich diesen Text hier schreibe, ist der 29. April. Am 29. März war ich zum letzten Mal draußen an der frischen Luft und hab die letzten Sonnenstrahlen genossen. Das heißt: Ich bin seit einem Monat hier. 17 Tage davon liegend. weiterlesen

Raumfahrt | 17. April 2019 | von Manuela Braun

AGBRESA: Strikte Bettruhe für 60 Tage

Quelle: DLR.
Das Bett der Probanden wird um sechs Grad zum Kopf hin geneigt. So können auch auf der Erde die negativen Auswirkungen der Schwerelosigkeit im All herbeigeführt werden.

Den Kopf nach unten, die Beine hoch gelagert rollt Proband B in Richtung Zentrifuge. Vielmehr wird er auf seiner Liege gerollt. In den nächsten zwei Monaten darf er nicht auf seinen Beinen stehen. Von den wenigen Metern aus der Probandenstation zur Zentrifuge sieht Proband B auf seiner Liege vor allem eines an ihm vorbeiziehen: die Decke des :envihabs. In dem 5400 Quadratmeter großen Gebäude wohnten bereits die ESA-Astronauten Alexander Gerst, Andreas Mogensen, Timothy Peake und Thomas Pesquet direkt im Anschluss an ihre Missionen, um auf die Auswirkungen der Schwerelosigkeit untersucht zu werden. Seit dem 25. März 2019 leben die Probanden der Bettruhestudie AGBRESA von NASA, ESA und DLR im :envihab des DLR. Und seit dem 14. April liegen alle zwölf in ihren Betten. weiterlesen

Raumfahrt | 30. Januar 2019 | von Rolf Hempel

Auf dem Weg zum ultimativen Vollmondbild

Quelle: Rolf Hempel (CC-BY 3.0)
Panoramabild des Vollmondes, aufgenommen in der Nacht vor der Mondfinsternis am 21. Januar 2019. Um sich die hochaufgelöste Version dieses Bildes anzusehen, klicken Sie bitte auf die Lupe und speichern das Bild auf Ihrem Computer ab.

Seit vielen Jahren träume ich davon, den Vollmond möglichst detailreich zu fotografieren. Auf dieses Ziel hin habe ich meine Fototechnik im Laufe der Zeit immer weiter verfeinert. In der Nacht vor der Mondfinsternis am 21. Januar war es endlich soweit: Über viereinhalb Stunden lang habe ich mit zwei Teleskopen und zwei Kameras viele Tausend Einzelaufnahmen belichtet. Die riesige Datenfülle hat mein Computer jetzt zu meinem "ultimativen Vollmondbild" verarbeitet. weiterlesen

Raumfahrt | 04. Januar 2019 | von Kay Lingenauber

BELA - Die Vermessung des Merkurs

Quelle: DLR.
Simulierte BELA-Bodenspuren am Beispiel des Kraters Warhol. Die Punkte geben den Auftreffpunkt einzelne Laser-Schüsse auf dem Boden wider. Im Krater sind die typischen terassenförmigen Strukturen und die Kraterebene mit dem Zentralberg gut zu erkennen. Rechts davon befinden sich sogenannte "Hollows", Vertiefungen, die vermutlich nach Ausgasung flüchtiger Materialien als Hohlräume zurückbleiben. Das Bild zeigt einen Ausschnitt von 145 x 145 km.

BELA, das BepiColombo LaserAltimeter, ist eines von insgesamt elf Instrumenten an Bord des MPO (Mercury Planetary Orbiter) der BepiColombo-Mission zum Merkur. Mit dem Start am 20. Oktober 2018 vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana wurde das Instrument auf seine lange Reise zum Merkur gebracht. BELA wurde vom DLR-Institut für Planetenforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Bern, dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und dem Instituto de Astrofísica de Andalucía entwickelt und gebaut. Die Anfänge von BELA reichen bis in das Jahr 2003 zurück, als die Planetenforscher des DLR mit den genannten Partnern die sogenannte "Phase 0" des Projektes begannen. Das DLR-Institut für Planetenforschung hat dabei die Verantwortung für den Sendeteil (Transmitter) sowie der Hauptelektronik des Instrumentes übernommen. weiterlesen

Raumfahrt | 21. Dezember 2018 | von Clemens Plank

SOFIA und der "Weihnachtskomet" 46P/Wirtanen

Quelle: Jeffery A. Cox/USRA
Der Komet 46P/Wirtanen, gesehen durch die Augen von SOFIA

Auf unserem Nachthimmel ist zurzeit ein besonderer Gast zu sehen: der Komet 46P/Wirtanen. Passend zur Jahreszeit könnte man auch von einem "Weihnachtsstern" sprechen. Der berühmte Stern von Bethlehem ist 46P/Wirtanen aber sicherlich nicht gewesen - das war wohl eher sein bekannterer Bruder 1P/Halley. Noch wahrscheinlicher ist allerdings, dass es sich um eine besonders helle Planetenkonstellation aus Jupiter und Saturn im Jahre 7 vor Christus gehandelt hat. Ganz genau wird sich diese Frage wohl nie beantworten lassen.

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Raumfahrt | 19. Dezember 2018 | von Fabian Walker

Zeitplan zur Rückkehr von Alexander Gerst

Sojus Return
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Zeitplan zur Rückkehr von Alexander Gerst am 20. Dezember 2018

Nach 197 Tagen im All kehrt Alexander Gerst mit seinen beiden Crew-Mitgliedern am 20.12.2018 zur Erde zurück. Bereits am 19.12.2018 um 22:45 Uhr verabschiedet sich Gerst von der verbleibenden Crew auf der ISS. Kurz danach wird die Luke zum Sojus-Raumschiff geschlossen. Der weitere Zeitplan am 20.12.2018 ist folgendermaßen (geplante Zeiten in deutscher Zeitzone): weiterlesen

Raumfahrt | 12. Dezember 2018 | von Manfred Gottwald

TanDEM-X-Bild des Hiawatha-Gletschers

Quelle: DLR
TanDEM-X Radaramplitudenbild der Region um Hiawatha. Die Strukturen im Eis kennzeichnen dessen Oberflächenstruktur und Dynamik.

Grönlands Küsten sind durchzogen von zahlreichen Gletschern, die sich, gespeist vom Grönländischen Eisschild, Richtung Meer bewegen. Im Nordwesten findet sich bei 78,8 Grad nördlicher Breite und 67 Grad westlicher Länge der Hiawatha-Gletscher. Er entspringt in einem halbrunden Gebiet am Rande des Inlandeises und bildet eine schmale Gletscherzunge, die sich auf einer Länge von zehn Kilometern in das eisfreie Gebiet von Inglefield Land erstreckt. Hiawathas nördlicher Nachbar, der Humboldt-Gletscher, ist weitaus bekannter; dieser ergießt sich auf einer Breite von mehr als 100 Kilometern in die polaren Gewässer der Nares-Strasse. Das TanDEM-X-Bild zeigt die Region um den Hiawatha-Gletscher.

Jüngst erlangte Hiawatha jedoch weltweite Aufmerksamkeit. Im Rahmen von NASAs IceBridge- Kampagne zur Untersuchung der Veränderung der polaren Eiskappen war vor Jahren mit Hilfe von Radarmessungen eine kreisförmige Depression im Boden unterhalb des Eises am Ursprung des Hiawatha-Gletschers festgestellt worden. Nachfolgende Vermessung eines internationalen Forscherteams mit einem leistungsfähigeren flugzeuggetragenen Radar an Bord der Polar 6 des Alfred-Wegener-Instituts lieferte ein genaues Abbild dieser schüsselförmigen Vertiefung. Mit einem Durchmesser von 31 Kilometern und einer Tiefe von etwas mehr als 300 Metern ähnelte sie Einschlagskratern, wie man sie von der Erde oder den festen Oberflächen anderer Himmelskörper kennt. weiterlesen

Raumfahrt | 21. November 2018 | von Jean-Pierre Paul de Vera

Antarktisexpedition GANOVEX 13: Ein traumhafter Abschied und eine ohrenbetäubende Rückreise - Teil 8

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Insel in der Nähe des Campbell-Gletschers.

17. November 2018: Frühstück und Wetterbericht am Morgen waren das A und O für den Beginn des Tages. Hamish, unser Pilot, zeigte aber nach der Durchsage dann doch sehr deutlich, dass heute nichts mehr zu machen sei. Zumindest in die Gebiete, die wir ihm noch als Vorschläge angeboten hatten, konnten wir nicht fliegen. Ansonsten war es bei uns im Umfeld der Gondwana-Station sehr sonnig und nur wenige Wolkenfelder zogen vorüber. Chris teilte uns mit, dass er wohl so gegen 10:00 Uhr von der Mario Zucchelli-Station Bescheid bekommen würde, ob heute noch der lang ersehnte Flieger aus Christchurch ankommen würde oder nicht. Wir hofften es insgeheim. weiterlesen