Raumfahrt | 04. September 2018 | von Friederike Wütscher

Studie an Alters-Leichtathleten bei Weltmeisterschaft in Málaga: Die Spiele können beginnen

Quelle: © DLR
Das Team der MAFS-Studie.

Alle Kisten sind ausgepackt, die Messstände aufgebaut, die ersten Probanden rekrutiert und das Team der Studie erwartungsfroh: Es kann losgehen. Heute um 8.00 Uhr starteten die ersten Messungen der MAFS-Studie (Masters Athletics Field Study 2018) bei der Senioren-Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Málaga. Die MAFS-Studie untersucht, welchen Einfluss Sport im Alter auf die Gesundheit, im Speziellen auf Herz, Kreislauf und Stoffwechsel, hat. weiterlesen

Raumfahrt | 31. August 2018 | von Volker Schmid

Gratulation aus dem All zum 40-jährigen Raumflug-Jubiläum

Quelle: DLR
Sigmund Jähn, Alexander Gerst und ein Mini-Modell von Jähns Sojus-Kapsel von 1978. Die Aufnahme entstand während des Live-Calls mit der ISS anlässlich der Jubiläumsfeier in Morgenröthe-Rautenkranz.

Alexander Gerst ist der elfte Deutsche im All und fliegt zurzeit auf der ISS alle 90 Minuten einmal um unser Raumschiff Erde - immer beobachtet von uns, seinem Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Bonn. Vor 40 Jahren begann die Geschichte der Deutschen im All. Am 26. August 1978 brach Sigmund Jähn als erster Deutscher von Baikonur im Rahmen der Interkosmos-Flüge für neun Tage zur russischen Raumstation Saljut 6 auf. Am vergangenen Sonntag gab es in Jähns Heimatort Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland eine Ehrung zum Jubiläum: Alexander Gerst gratulierte ihm aus dem All. weiterlesen

Raumfahrt | 23. August 2018 | von Johannes Weppler

Nächtlicher Nervenkitzel im Kontrollzentrum

Quelle: DLR, MPO, Roskosmos
Das ICARUS-Team im russischen Kontrollzentrum am Abend des Starts der Antenne zur ISS (15.8.18).

Es ist der 16. August 2018, 01:28 Uhr, als im russischen Kontrollzentrum für die Internationale Raumstation ISS, dem sogenannten MCC-M, Beifall aufkommt und man in viele glückliche Gesichter blickt. Gerade wurde die ICARUS-Antenne, mit der in Zukunft Tiere aus dem All verfolgt werden sollen, erfolgreich an der Außenhaut des russischen Swesda-Moduls der ISS installiert. weiterlesen

Raumfahrt | 22. August 2018 | von Philip Kausche

Die Odyssee des Aeolus

Quelle: ESA–M. Pedoussaut
Vega ist fertig montiert und wartet in ihrem Startturm auf ihren großen Auftritt.

+++ Update: Der Start der Vega gestern Abend war erfolgreich. Der Satellit wurde abgesetzt, hat seine Solarpanele entfaltet und verhält sich nominal. Wer den Start verpasst hat, kann ihn sich hier noch einmal ansehen. Dies war der zwölfte Start einer Vega. Der nächste Start aus Kourou wird mit Ariane 5 erfolgen. Dies wird zudem der 100. Start einer Ariane 5 sein. +++

Nach 24-stündiger Verschiebung ist es heute Abend soweit. Um exakt 23:20 Uhr und neun Sekunden soll die europäische Trägerrakete Vega den ESA-Forschungssatelliten Aeolus ins All bringen. Aeolus war in der griechischen Mythologie der Gott der Winde. Und genau darum geht es bei der Aeolus-Mission. Mit Aeolus wird es erstmals möglich sein, global die Windgeschwindigkeiten in der Erdatmosphäre in einer Höhe von null bis 30 Kilometer zu messen. Der Start kann im Livestream verfolgt werden. weiterlesen

Raumfahrt | 17. August 2018 | von Elke Heinemann

ICARUS - Das Leben auf der Erde verstehen und schützen durch die Kommunikation mit Tieren

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Infografik: Das Experiment ICARUS auf einem Blick

Wenn Tiere sprechen könnten, dann könnten sie uns viel über das Leben auf der Erde erzählen. Ihre Wanderbewegungen helfen uns, besser zu verstehen, wie wir die menschliche Gesundheit und die wild lebenden Tiere auf der Erde schützen können. Aber die Wissenschaftler sind noch nicht in der Lage, kleinen Tieren auf ihrer langen Reise zu folgen. Milliarden Singvögel wandern jedes Jahr von Kontinent zu Kontinent. Dasselbe tun auch Fledermäuse und zahllose Insektenarten, aber wir wissen darüber kaum etwas. Dieses Wissen könnte uns Einblicke in das Verhalten der Tiere, die Ausbreitung von Epidemien wie der Vogelgrippe und Ebola, die Auswirkungen der Klimaveränderung und die Ernährungssicherheit in einigen Regionen ermöglichen. Es würde uns aufgrund der Erschließung der hochentwickelten Sinne der Tiere, die häufig schneller auf solche Gefahren reagieren als Menschen, auch helfen, Naturkatastrophen vorherzusagen.

Zur Beobachtung der globalen Wanderbewegungen kleiner Tiere über ein Satellitensystem nutzt die Initiative ICARUS (International Cooperation for Animal Research Using Space) miniaturisierte Sender, die an den Tieren angebracht werden, um Daten über deren Wanderungsmuster zu erfassen. weiterlesen

Raumfahrt | 16. August 2018 | von Freya Scheffler-Kayser

ALLtag auf der ISS, Teil 2

Quelle: ESA/NASA–A. Gerst
Sonnenaufgang gesehen von der ISS.

Wie sieht eigentlich ein Tag von Alexander Gerst auf der ISS aus? Nach dem Aufstehen, der Morgentoilette und dem Frühstück folgt von 7:30 bis 7:45 Uhr die tägliche Frühkonferenz mit der ganzen Crew und allen fünf Kontroll-Zentren der ISS Partner - diese liegen in Houston (USA), Koroljow bei Moskau (Russland), Saint-Hubert (Quebec, Kanada), Tsukuba (Japan) und für Europa im Columbus-Kontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen in der Nähe von München. weiterlesen

Raumfahrt | 09. August 2018 | von Philipp Burtscheidt

Immuno-2: Erforschung des Immunsystems bei Mikrogravitation

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Infografik: Das Experiment Immuno-2 auf einen Blick

Wir erleben alle Stress in unserem Alltag. Er kann das Immunsystem beeinträchtigen und zu Erkrankungen führen - sowohl auf der Erde als auch im Weltraum. Viele Astronauten leben über einen längeren Zeitraum unter rauen Bedingungen im Weltraum und kehren nicht zuletzt deshalb in schlechtem Gesundheitszustand von ihren Missionen zurück.

Auf der Erde leiden gesunde und insbesondere schwer kranke Menschen aufgrund ähnlicher Stressfaktoren unter Beschwerden, was erhebliche sozioökonomische Auswirkungen hat: Die wirtschaftlichen Ausfälle durch Arbeitsunfähigkeit - oft aufgrund psychischer Erkrankungen - betrugen 2015 allein in Deutschland 113 Milliarden Euro. weiterlesen

Raumfahrt | 07. August 2018 | von Freya Scheffler-Kayser

Immer wieder samstags... ALLtag auf der ISS

Astro_Alex auf Flickr: Image-ID: 362D5956; Credits: ESA/NASA
Quelle: ESA/NASA
Samstags auf der ISS: ESA-Astronaut Alexander Gerst beim wöchentlichen "Hausputz" im All
Mehr Fotos von Astro_Alex auf seiner Flickr-Galerie

Die Internationale Raumstation ISS umkreist die Erde einmal alle 90 Minuten. Die Astronauten erleben also an einem Tag 16 Mal, wie die Sonne auf und wieder untergeht. Dabei haben Astro_Alex und seine Kollegen nahezu den gleichen Tagesrhythmus wie wir in Europa. Sie sind wach, wenn wir wach sind und schlafen, wenn auch wir schlafen. An Bord der Raumstation gilt die UCT, die koordinierte Weltzeit. Wenn wir in Deutschland Sommerzeit haben, sind wir der UCT zwei Stunden voraus, in der Winterzeit nur eine Stunde. Wenn wir also auf dem Weg zur Arbeit sind, stehen die sechs Astronauten an Bord der ISS gerade auf. weiterlesen

Raumfahrt | 31. Juli 2018 | von Volker Schmid

Von Horizont zu Horizont - Alexander Gerst telefoniert nach Hause

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Die Künzelsauer schicken ihr "Hallo Alex!" auch analog zur ISS

Am 26. Juli gegen 16:30 Uhr gleicht die Hauptstraße von Künzelsau, der Heimatstadt von Alexander Gerst, einem Volksfest: gefühlte 5000 Menschen sind auf den Beinen. Die Straße ist voll, alles lauscht dem Bühnenprogramm und wartet auf den Kontakt zur ISS. Seit 11 Uhr läuft das Programm und beginnt mit einer Pressekonferenz im Rathaus. Noch schnell ein paar zusätzliche Charts für den Kurzvortrag eingebaut, dann kann es losgehen. Ich bin nach der Begrüßung der Stadt und der Eröffnung des DLR-Pressesprechers an der Reihe und konzentriere mich auf die Experimente und den Nutzen der Forschung auf der ISS. Einige Minuten zuvor kommt plötzlich noch eine E-Mail auf mein Mobiltelefon. weiterlesen

Raumfahrt | 24. Juli 2018 | von Clemens Plank

SOFIAs Rekord-Einsatz in Neuseeland

Das deutsche SOFIA- und GREAT-Team
Quelle: © DLR
Trotz Schichtbetrieb hat es fast das gesamte deutsche SOFIA- und GREAT-Team in Neuseeland auf’s Bild geschafft

Christchurch, Neuseeland, am 2. Juni 2018, um 11.03 Uhr Ortszeit: Pünktlich landet SOFIA für das 5. Deployment in Down Under. Als Deployment bezeichnen wir bei SOFIA eine zeitlich begrenzte Stationierung des Observatoriums mit regulärem Flugbetrieb außerhalb unserer Heimatbasis in Palmdale, Kalifornien. Nach Neuseeland geht es dabei in den Monaten Juni und Juli. Wir "entfliehen" dabei den kurzen Sommernächten in Kalifornien und können die Vorteile des neuseeländischen Winters nutzen: Neben längeren Winternächten ist dies insbesondere die klare Luft am Himmel über dem Südpazifik. Und dass wir in der südlichen Hemisphäre einen Teil des Himmels sehen können, der von Kalifornien aus unter dem Äquator "versteckt" und somit einfach nicht sichtbar ist. Zum Beispiel das astronomisch sehr interessante Zentrum unserer Milchstraße und die große und kleine Magellansche Wolke. weiterlesen