Artikel zu "Fossile fuel"

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Raumfahrt | 02. Dezember 2021 | von GSOC-Team

Erfolgreicher Außenbordeinsatz: Antennensystem ausgetauscht

Quelle: DLR
Der Blick von der Columbus-Flight-Director-Konsole während des EVAs.

Ein Weltraumausstieg ist für eine ISS-Mission immer ein besonderes Highlight. Zum einen natürlich wegen des einmaligen Erlebnisses für diejenigen Astronauten, die die "extravehicular activity" (EVA) durchführen und trotz der durchgetakteten Schwerstarbeit immer ein paar Momente haben, wo sie einen Blick ins All, von außen auf „ihre Station“ oder auf die unter ihnen liegende Erde werfen können. Zum anderen wegen des immensen Aufwands in Vorbereitung und Durchführung der EVA. weiterlesen

Raumfahrt | 02. Dezember 2021 | von Manfred Gaida

Schwarze Sonne über dem weißen Kontinent

Bei einer totalen Finsternis wird die Korona der Sonne sichtbar
Quelle: ESO
Ma­gi­scher Mo­ment: Bei ei­ner to­ta­len Son­nen­fins­ter­nis ist für ei­nen kur­zen Mo­ment, wenn sich der Mond kom­plett vor die Son­ne ge­scho­ben hat, die Ko­ro­na zu se­hen - der die Son­ne um­ge­ben­de Strah­len­kranz aus heißem Gas­p­las­ma. Die­se Auf­nah­me der Eu­ro­päi­schen Süd­stern­war­te ESO stammt von der to­ta­len Son­nen­fins­ter­nis in Deutsch­land am 11. Au­gust 1999.

Sonnenfinsternisse ziehen seit jeher die Menschen in ihren Bann, doch bei der totalen Verfinsterung, die sich am 4. Dezember 2021 in der sommerlichen Antarktisregion abspielt, werden sicherlich nicht viele dem Naturereignis an Ort und Stelle zuschauen. Astronomisch angekündigt hat sich diese entlegene Sonnenfinsternis bereits durch die partielle Mondfinsternis am 19. November 2021, die sich in Europa von Grönland, dem nordwestlichen Island und vom norwegischen Nordkap aus vollständig in ihrer partiellen Phase verfolgen ließ. Jetzt, vierzehn Tage später, hält sich der Mond wieder nah genug an einem seiner beiden Bahnknoten auf - diesmal im absteigenden - sodass die himmelsmechanischen Voraussetzungen für eine weitere Finsternis gegeben sind. weiterlesen

Raumfahrt | 01. Dezember 2021 | von Bettruhestudien

Bettruhestudie SANS-CM: Proband D1 blickt auf seine 30 Tage im Bett zurück

medizinische Untersuchungen während der Bettruhestudie SANS-CM am DLR Köln
Quelle: © DLR: Alle Rechte vorbehalten
Auf der Tagesordnung der Bettruhestudie stehen eine Menge medizinischer Untersuchungen wie Augeninnendruckmessung (Bild 1), MRT (2), die Bestimmung des Herzschlagvolumens mit der sogenannten Inertgas-Rückatmung (3) oder auch Ultraschallmessungen (4)

Einfahrt auf das Gelände des DLR in Köln. Irgendwie wirkt alles noch unwirklich. Hinter mir wird sich gleich für acht Wochen die Tür des :envihab schließen. Ein komisches Gefühl steigt in mir auf, gepaart mit Neugier und Spannung. Trotz der langen Zeit, die es gedauert hat, bis die Studie endlich angefangen hat, kam es mir fast vor, als wenn mich grade jemand gefragt hat, ob ich teilnehmen möchte. Jetzt ist es soweit: Ab heute bin ich Proband D1 der neuen Bettruhestudie am DLR.

Ich bin 42 Jahre alt und im „normalen Leben“ angestellter Elektro-Meister im Facility Management eines Krankenhauses für Herz- und Kreislaufkrankheiten. Hauptsächlich bin ich dort zuständig für Gebäudeleittechnik und Energieversorgung. Wenn man wie ich an Technik interessiert ist, hat man auch eine gesunde Neugier. Ich bin auch bereit, mich 30 Tage dafür hinzulegen. weiterlesen

Luftfahrt | 30. November 2021 | von Marc Gelhausen

Corona und dann? Neue DLR-Prognose für den Luftverkehr bis 2040

Flugzeuge am Flughafen München während Corona 2020
Quelle: Flughafen München GmbH
Flugzeuge am Flughafen München – Durch die Coronakrise brach der weltweite Luftverkehr stark ein und viele Flugzeuge standen am Boden

Die Coronakrise sorgte für eine historische Zäsur im weltweiten Luftverkehr. Mittlerweile scheint die Talsohle der Entwicklung durchschritten. Werden sich die Pandemie und die Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik langfristig auf die globale Luftverkehrsentwicklung auswirken? Wenn ja, wie werden diese Auswirkungen aussehen? Diese Fragen hat kürzlich das DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr untersucht. weiterlesen

Raumfahrt | 25. November 2021 | von Bettruhestudien

Bettruhestudie SANS-CM: 30 Tage Liegen für die Raumfahrt

DLR-Unterdruckzylinder LBNP (Lower Body Negative Pressure Device)
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Die Betten der aktuellen Bettruhestudie im DLR: Das Kopfende ist wie gewohnt um sechs Grad nach unten geneigt. Neu sind die Unterdruckzylinder, die den Körper ab Taille abwärts umschließen. Angewandt werden sie bei Probandinnen und Probanden für sechs Stunden pro Tag.

Was passiert mit uns in der Schwerelosigkeit? Welche Auswirkungen haben die Verhältnisse im Weltraum auf den menschlichen Körper? Wie verhindern wir unerwünschte Effekte bei einem Langzeit-Raumflug? Das sind Fragen, die sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch auf der Erde stellen. Und sie finden Antworten, trotz der Schwerkraft, die hier herrscht. Die Forschenden können sie überlisten – wie bei der aktuellen Bettruhestudie im :envihab, unserer luft- und raumfahrtmedizinischen Forschungseinrichtung. Acht Männer und vier Frauen legen sich ohne Unterbrechung 30 Tage ins Bett. Das Kopfende ist um sechs Grad nach unten geneigt, es gibt kein Kissen. Dann verteilen sich die Flüssigkeiten im Körper wie in Schwerelosigkeit: von den Beinen in Richtung Kopf. Und schon ist man irdische Astronautin oder irdischer Astronaut. weiterlesen

Raumfahrt | 19. November 2021 | von GSOC-Team

Mission Cosmic Kiss: Das erste Experiment von vielen hat begonnen

Quelle: ESA–L. Parmitano, CC BY-SA 3.0 IGO
Das europäische Weltraumlabor Columbus, aufgenommen von ESA-Astronaut Luca Parmitano während eines Außenbordeinsatzes am 22. November 2019.

Start, Andocken, erste durchaus spannende und aufregende Tage auf der Internationalen Raumstation ISS - wann aber macht Matthias Maurer endlich das erste europäische Experiment? Naja, diesen Mittwoch war es im Prinzip soweit.

Aber: Eigentlich ist die Frage nach dem Beginn des ersten Experiments gar nicht so eindeutig zu beantworten. Die Astronautinnen und Astronauten sind auf der ISS nicht nur von einer Reihe ständig teilautomatisch laufender Experimente umgeben, viele Experimente beginnen sogar bereits vor dem eigentlichen Start der Mission. Und bei einigen Experimenten sind sie selber nicht nur die "Experimentatoren", sondern sogar selbst Gegenstand der Experimente. Nach wie vor sind nämlich viele Aspekte des "Menschen im Lebensraum Weltall" noch ein Feld mit vielen Fragezeichen. weiterlesen

Raumfahrt | 12. November 2021 | von GSOC-Team

Hatch Opening – das Ankommen auf der ISS

Quelle: NASA TV
Die Crew der Expedition 66 nach Ankunft der Crew-3 auf der Internationalen Raumstation ISS.

Das sogenannte „Hatch Opening“ – das Öffnen der Luke – ist nicht einfach nur eine schöne Inszenierung für die Kameras und die Öffentlichkeit, es ist tatsächlich auch für die Astronautinnen und Astronauten ein durchaus bemerkenswerter Moment. Da ist zum einen die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS, für die es seit oft vielen Wochen die ersten „anderen Menschen“ sind, die sie zu Gesicht bekommen – oft gute Freunde durch die gemeinsam durchgestandene Ausbildung und Missionsvorbereitung. Und da ist zum anderen die neu ankommende Mannschaft – voll Vorfreude, Tatendrang, mittendrin in der Verwirklichung eines Traums. weiterlesen

Raumfahrt | 11. November 2021 | von GSOC-Team

Matthias Maurer ist (endlich) gestartet

Quelle: NASA/Joel Kowsky
11. November 2021, 03:03 Uhr MEZ: Bilderbuchstart der SpaceX-Falcon-9-Rakete mit der Crew-3 an Bord der Dragon-Raumkapsel zur Internationalen Raumstation ISS.

Eigentlich hätte Matthias Maurer bereits am 31. Oktober 2021 zur Internationalen Raumstation ISS starten sollen. Doch dann gab es – nicht unüblich in der Raumfahrt – mehrere Verschiebungen des Starts. Zum einen wegen schlechter Wetterbedingungen im Notlandegebiet und zum anderen wegen eines kleineren medizinischen Problems eines Crew-Mitglieds. Sicherheit geht immer vor. Seitens der NASA kam dann auch die Entscheidung, mit der Landung der vorherigen Dragon-Crew nicht mehr auf die Neuankömmlinge zu warten: So kommt es nicht zu einem buchstäblichen deutsch-französischen Gipfeltreffen auf der ISS zwischen den beiden ESA-Astronauten Thomas Pesquet und Matthias Maurer. Thomas landete bereits diesen Montag. Jetzt – endlich! – ist Matthias auch gestartet. weiterlesen

Raumfahrt | 08. Oktober 2021 | von Nicole Schmitz

Perseverance - jetzt wird der Name zum Programm

Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Perseverance-Selfie nach der erfolgreichen Probennahme.

Am 18. Februar 2021 ist der Rover "Perseverance" der NASA-Mission Mars 2020 sicher und wohlbehalten auf dem Mars gelandet. Nun kann die zunächst auf zwei Jahre angelegte Forschungsmission beginnen. Die DLR-Wissenschaftlerin Nicole Schmitz berichtet im DLR-Blog über den Verlauf der Mission und des Kamera-Experiments, an dem sie beteiligt ist. Sie ist im "Mastcam-Z"-Wissenschaftsteam, der Stereokamera auf dem etwa zwei Meter hohen Mast von Perseverance. weiterlesen

Raumfahrt | 21. September 2021 | von Celia Baumhoer

Befliegungskampagne auf dem Aletschgletscher

DLR-Wissenschaftler auf dem Weg über den Gletscher zur Konkordiahütte
Quelle: © DLR/Celia Baumhoer
Der Weg über den Gletscher zur Konkordiahütte

Der Aletschgletscher ist ein Gletscher der Superlative. Mit einer Länge von über 22 Kilometern und einer Mächtigkeit von bis zu 900 Metern ist er der größte Gletscher der Alpen. Ein Fünftel der gesamten Eismasse in der Schweiz wird alleine durch den Aletschgletscher gespeichert. Natürlich geht der Klimawandel auch am Aletschgletscher nicht spurlos vorüber. Wie hat sich die Schneebedeckung in den letzten Jahrzehnten in der Aletsch-Jungfrau-Region verändert? Wie viel Masse verliert der Gletscher pro Jahr? Diesen und weiteren Fragen geht Anfang September für zwei Wochen ein DLR-Team im Rahmen des Polar-Monitor-Projekts mit hochaufgelösten Luftbildern und verschiedenen Satellitensensoren auf den Grund. weiterlesen