Artikel zu "Earth Observation"

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Raumfahrt | 01. Oktober 2018

Das "Comet and Asteroid French Expertise-Team" der MASCOT-Mission

Quelle: CNES

Willkommen in unserem CAFET (Comet and Asteroid French Expertise Team) im FOCSE (French Operations Centre for Science and Exploration) in Toulouse! Keine Sorge, die Wände des Kellers wurden nicht in einem Moment der Verzweiflung von unserem Team verziert ... Die beiden Künstler Nicolas und Agathe, die normalerweise Bücher illustrieren, waren so von der Hayabusa2-Poesie und der MASCOT-Mission ergriffen, dass sie diese wunderschöne Wandtapete zeichneten. Abgesehen davon, dass diese Wandtapete zeigt, wie kreative Raumfahrtmissionen sein sollten, macht sie unser kleines Zentrum gemütlicher und einmaliger. weiterlesen

Raumfahrt | 28. September 2018 | von Nicole Schmitz

Teamwork: Hayabusa2 & Mascot und welche Rolle die Kamera des Landers spielt

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Die Mascot Kamera MASCAM, eingebaut im Mascot Lander.

Zur Untersuchung von Ryugu bilden Hayabusa2 und Mascot ein starkes Team: Während Hayabusa2 die Asteroidenoberfläche aus der Position über dem Asteroiden untersucht und Bodenproben nimmt,  wird Mascot die Asteroidenoberfläche direkt vom Boden aus untersuchen. Unsere Mascot Kamera, genannt MASCAM, hat dabei eine wichtige Aufgabe, denn sie soll von ihrer Position direkt auf dem Boden hochaufgelöste Aufnahmen der Umgebung der Bodenproben liefern, die Hayabusa2 später zur Erde zurückbringt. Das ist wichtig, um später die Proben im Labor auf der Erde im richtigen Kontext interpretieren zu können. Die Aufnahmen der Kamera von der Oberfläche sind also das Bindeglied zwischen den niedriger aufgelösten Aufnahmen der Hayabusa2-Sonde aus einiger Entfernung zum Asteroiden und den Labor-Aufnahmen von den zur Erde zurückgebrachten Proben. weiterlesen

Raumfahrt | 26. September 2018 | von Matthias Grott

Was misst das MASCOT-Radiometer MARA?

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Temperaturmessung mit dem MASCOT Radiometer MARA. Der Fleck auf der Oberfläche wird auch von der MASCOT Kamera beobachtet.

Ein Radiometer ist ein Gerät zur Bestimmung der von einer Oberfläche abgegebenen Strahlung. Hierbei ist das Ziel, die Temperatur der Oberfläche berührungslos zu messen. Wenn MASCOT am 3. Oktober 2018 von der Hayabusa 2 Sonde abgekoppelt wird, ist das MASCOT Radiometer MARA bereits eingeschaltet und wird während des Abstiegs, der Landung und der Ruhephasen die Temperatur der Oberfläche des Asteroiden Ryugu vermessen. Die Oberflächentemperatur messen, das klingt eher altbacken und nicht besonders spektakulär. Was aber können wir aus der Temperatur über den Asteroiden lernen? Um das zu verstehen, muss man sich überlegen, welche Faktoren die Oberflächentemperatur auf einem atmosphärelosen Körper bestimmen. Zum einen ist natürlich die Sonneneinstrahlung ein wichtiger Faktor, zum anderen aber die Eigenschaften des Oberflächenmaterials, des sogenannten Regoliths. Hier ist vor allem die Geschwindigkeit der Ableitung der Wärme in den Untergrund entscheidend, eine Eigenschaft, die als thermische Trägheit bezeichnet wird. weiterlesen

Raumfahrt | 24. September 2018 | von Friederike Wolff

Fortbewegung auf einem unbekannten Himmelskörper

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Der Schwungarm an Lander Mascot

Die Fortbewegung auf Asteroiden und anderen kleinen Körpern ist schwierig, weil die Gravitation und damit auch die Reibung zwischen einem Lander und dem Boden sehr klein sind. Herkömmliche Fortbewegungstechniken mittels Räder oder Ketten basieren auf Traktion durch Reibung und sind daher für Asteroiden ungeeignet. Für MASCOT wurde ein alternativer Mobility-Mechanismus entwickelt, um Fortbewegung in einer solchen Umgebung zu ermöglichen: Innerhalb des Landers befindet sich ein Schwungarm, durch den eine exzentrisch angebrachte Masse beschleunigt und abgebremst wird. Durch die resultierenden Reaktionskräfte wiederum kann sich der Lander vom Boden abstoßen. Da die Gravitation sehr gering ist, können schon kleine Abstoßgeschwindigkeiten große Sprünge herbeiführen: Mit einer Anfangsgeschwindigkeit von 5 cm/s kann MASCOT bereits eine Distanz von 17 m erreichen. Die Fallbeschleunigung auf der Oberfläche von Ryugu beträgt nur 0.00015 m/s2 und ist damit 60.000 Mal kleiner als auf der Erde (9.81 m/s2). weiterlesen

Raumfahrt | 21. September 2018 | von Michael Maibaum

Was wird vor und während der Landung im Mascot-Kontrollraum geschehen?

Michael Maibaum vor jeder Menge Daten
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Jede Menge Daten: Die Teams von MASCOT erhalten die Daten des Landers über die japanische Raumsonde HAYABUSA2

Am 03. Oktober 2018 wird Mascot seine Haupt-, aber auch letzte Missionsphase beginnen. Am frühen Morgen, um 03:58:15 lokaler Zeit, wird Mascot von Hayabusa2 abgetrennt und einige Minuten später auf der Oberfläche von Ryugu landen. Schon vor Beginn des Abstiegs werden die wissenschaftlichen Messungen beginnen und nach der Landung bis zum Ende der Batterielaufzeit kontinuierlich fortgesetzt. Auf der Oberfläche wird Mascot seine Umgebung beobachten und, abhängig davon, ob gerade Nacht oder Tag am Landeplatz ist, verschiedene Messsequenzen ausführen. Ein Asteroidentag von Ryugu beträgt gerade einmal 7:38 Stunden, wobei Mascot, nach lokaler Asteroidenzeit, am frühen Nachmittag landen wird. weiterlesen

Raumfahrt | 17. September 2018 | von Christian Grimm

Point of no Return – Die Separation von MASCOT!

Quelle: DLR.
Christian Grimm mit Kolleginnen und Kollegen am Lander MASCOT

Am 3. Oktober 2018 ist es soweit. Nach knapp 4 Jahren im All wird der deutsch-französische Asteroidenlander MASCOT von der japanischen Muttersonde Hayabusa2 abgetrennt und beginnt im freien Fall zur Oberfläche des Asteroiden Ryugu seine wissenschaftliche Mission. Die Separation, angetrieben durch einen kleinen Mechanismus, ist ein Schlüsselmoment von dem vieles abhängt. Einmal ausgelöst, entsteht eine mechanisch gekoppelte Kettenreaktion die die Mission unwiderruflich einleitet. Dies ist der Moment des "Point-of-no-Return". Funktionsweise des Mechanismus und mögliche Risiken bei der Separation werden hier kurz erläutert. weiterlesen

Raumfahrt | 12. September 2018 | von Friederike Wütscher

Studie an Alters-Leichtathleten bei Weltmeisterschaft in Málaga: Spitzenergebnisse im Wettkampf wie auch in der Studie

Wadenultraschall
Quelle: DLR.
Beste Laune beim Wadenultraschall: Eine Probandin aus den USA nimmt an der MAFS-Studie teil.

Die erste Woche der Alters-Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Málaga liegt hinter uns und die ersten Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sind vergeben. Einige Athleten bringen stolz ihre Medaillen mit zur Untersuchung und ziehen selbst nach einem anstrengenden Wettkampf in der südspanischen Hitze noch äußerst konzentriert und motiviert ihre Untersuchungen der MAFS18-Studie durch. Sie alle wollen Top-Ergebnisse bei der Untersuchung der Auswirkungen von regelmäßigem Sport auf die Gesundheit beitragen. weiterlesen

Raumfahrt | 10. September 2018 | von Friederike Wütscher

Studie an Alters-Leichtathleten bei Weltmeisterschaft in Málaga: Riesen-Ansturm erfolgreicher Athleten bei der MAFS-Studie

100 Meter Lauf der Frauen 80-84 Jahre
Quelle: DLR.
Nach dem 100 Meter Lauf der Frauen in der Altersklasse 80 bis 84 Jahre

Die ersten Tage der MAFS-Studie an Alters-Leichtathleten bei der Weltmeisterschaft in Málaga sind absolviert und das Team der Studie ist jeden Tag aufs Neue erstaunt über den riesigen Ansturm. Einige Probanden müssen bereits auf die zweite Woche terminiert werden, weil die Untersuchungstermine für die ersten sechs Tage der Weltmeisterschaft im Stadion bereits fast alle vergeben sind und die Athleten schließlich auch noch ihren eigenen Wettkämpfen nachkommen müssen. Bereits im Morgengrauen ist das Team im Stadion, um alle Stationen der Untersuchungen aufzubauen, die Geräte hochzufahren und selber noch einen Kaffee zu trinken, bevor die ersten Probanden-Athleten motiviert bis in die Haarspitzen in der Tür stehen, um ihre Untersuchungen zu absolvieren. Nebenbei wird das Frühstück für diejenigen Probanden zubereitet, die ihren Ruhestoffwechsel bestimmen lassen, was nüchtern erfolgen muss. weiterlesen

Raumfahrt | 04. September 2018 | von Friederike Wütscher

Studie an Alters-Leichtathleten bei Weltmeisterschaft in Málaga: Die Spiele können beginnen

Quelle: © DLR
Das Team der MAFS-Studie.

Alle Kisten sind ausgepackt, die Messstände aufgebaut, die ersten Probanden rekrutiert und das Team der Studie erwartungsfroh: Es kann losgehen. Heute um 8.00 Uhr starteten die ersten Messungen der MAFS-Studie (Masters Athletics Field Study 2018) bei der Senioren-Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Málaga. Die MAFS-Studie untersucht, welchen Einfluss Sport im Alter auf die Gesundheit, im Speziellen auf Herz, Kreislauf und Stoffwechsel, hat. weiterlesen

Raumfahrt | 31. August 2018 | von Volker Schmid

Gratulation aus dem All zum 40-jährigen Raumflug-Jubiläum

Quelle: © DLR
Sigmund Jähn, Alexander Gerst und ein Mini-Modell von Jähns Sojus-Kapsel von 1978. Die Aufnahme entstand während des Live-Calls mit der ISS anlässlich der Jubiläumsfeier in Morgenröthe-Rautenkranz.

Alexander Gerst ist der elfte Deutsche im All und fliegt zurzeit auf der ISS alle 90 Minuten einmal um unser Raumschiff Erde - immer beobachtet von uns, seinem Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Bonn. Vor 40 Jahren begann die Geschichte der Deutschen im All. Am 26. August 1978 brach Sigmund Jähn als erster Deutscher von Baikonur im Rahmen der Interkosmos-Flüge für neun Tage zur russischen Raumstation Saljut 6 auf. Am vergangenen Sonntag gab es in Jähns Heimatort Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland eine Ehrung zum Jubiläum: Alexander Gerst gratulierte ihm aus dem All. weiterlesen