Artikel zu "Earth Observation"

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Raumfahrt | 28. Mai 2019 | von Bettruhestudie

AGBRESA: Erfahrungsberichte terrestrischer Astronauten aus der Zentrifuge

Quelle: DLR.
Die Kurzarm-Human-Zentrifuge ist ein Hauptbestandteil der AGBRESA-Bettruhestudie

In der AGBRESA-Studie wird erstmals in einer Langzeit-Bettruhe die DLR-Kurzarm-Human-Zentrifuge als Gegenmaßnahme gegen die negativen Effekte der Schwerelosigkeit, die durch die Bettruhe provoziert werden, getestet. Dabei fahren acht der insgesamt zwölf terrestrischen Astronautinnen und Astronauten, unsere AGBRESA-Probanden, täglich 30 Minuten im Kreis, und zwar im Liegen mit dem Kopf nach innen, bei 2g außen an den Füßen und 1g am Körpermittelpunkt. Dadurch erfahren sie künstliche Schwerkraft, Artificial Gravity, die in der Zukunft eine mögliche neue Trainingsmethode für Langzeitmissionen im All sein könnte. Am Ende ihrer 60-tägigen Bettruhe werden die Probandinnen und Probanden in insgesamt 1800 Minuten 54000 Runden auf der Zentrifuge gedreht haben. weiterlesen

Raumfahrt | 24. Mai 2019 | von Reinhold Ewald

AGBRESA: Reinhold Ewald zu Besuch - Von Astronaut zu Explornaut

Quelle: DLR.
Von Astronaut zu Explornaut: Reinhold Ewald zu Gast bei unseren 12 Probandinnen und Probanden der AGBRESA-Bettruhestudie

Die Tür zum Raumschiff steht offen, Druckausgleich mit der Außenwelt ist also offensichtlich erfolgt. Ein bisschen ist es schon wie das Betreten einer Raumstation, als ich mich am frühen Montagabend ins Kölner :envihab begebe, um Nauten der besonderen Art zu treffen, nämlich Explornauten. Während die Astronauten dieser Erde ihrem Ziel, den Sternen (Astro-), bisher nicht viel näher gekommen sind, sind Explornauten in einer vergleichsweise besseren Position: Auf dem Weg zu neuen Entdeckungen und Erkenntnissen, den Explorer zu allen Zeiten beschritten haben, braucht man nicht immer große Technik, manchmal reicht ein um sechs Grad geneigtes Bett. weiterlesen

Raumfahrt | 22. Mai 2019 | von Friederike Wütscher

AGBRESA: HyperCampus - Wie beeinflusst künstliche Schwerkraft die Plastizität des Gehirns?

Quelle: DLR.
Vor der Bettruhe fanden bereits Untersuchungen mit der VR-Brille im Rahmen des HyperCampus-Experiments von Alexander Stahn statt

"Bitte nicht stören – Experiment läuft!" steht auf dem Schild an der geschlossenen Probandentür. Normalerweise stehen die meisten Türen zu den Probandenzimmern tagsüber auf, ein reges Kommen und Gehen herrscht, Probandinnen und Probanden werden mit Transportliegen aus ihren Einzelzimmern abgeholt und zu den zahlreichen Experimenten in den nahegelegenen Modulen in der luft- und raumfahrtmedizinischen Forschungsanlage :envihab gebracht. weiterlesen

Raumfahrt | 17. Mai 2019 | von Pierre-François Migeotte

AGBRESA: Dekonditionierung des Herzens bei Astronauten

Quelle: DLR.
Einer der Probanden im MRT

Ein wichtiger Teil der AGBRESA-Experimente ist die Untersuchung der Dekonditionierung des Herzens, die bei Astronautinnen und Astronauten in der Raumfahrt auftritt. Mit einem Team bestehend aus Kollegen der Université Libre de Bruxelles, dem DLR und der Politecnico di Milano und der Unterstützung von der Europäischen Weltraumorganisation ESA und des belgischen Wissenschaftspolitikbüros untersuchen wir die Schwächung des Herzens, die bei Astronauten nach einem Langzeitaufenthalt im All während ihrer Rückkehr in die Schwerkraft zu Ohnmacht führen kann. Diese Dekonditionierung der Astronauten ist eine große Herausforderung für die Weltraumforschung, weshalb Gegenmaßnahmen entwickelt und bei solchen Missionen angewendet werden sollen. Mit unseren Untersuchungen möchten wir herausfinden, ob die künstliche Schwerkraft, die auf einer Kurzarmzentrifuge erzeugt wird, eine effektive Gegenmaßnahme während Raumfahrtmissionen sein kann. weiterlesen

Raumfahrt | 15. Mai 2019 | von Timo Frett

AGBRESA: Man nimmt alles mit ins All, nur nicht die Schwerkraft – Das Training auf der Kurzarmzentrifuge

Quelle: DLR.
Alexandra Noppe, Timo Frett und Michael Arz vom DLR-Zentrifugenteam bereiten einen Probanden für die Fahrt vor

Strikte Bettruhe und im Kreis fahren, wie geht das zusammen? Ganz einfach: Als Proband bei unserer Bettruhe-Studie AGBRESA! Während der 60-tägigen Bettruhe absolvieren 8 unserer 12 Probandinnen und Probanden täglich ihr Training auf der DLR-Kurzarm-Human-Zentrifuge. weiterlesen

Raumfahrt | 09. Mai 2019 | von Friederike Wütscher

AGBRESA: "Im Weltraum hat man viel Zeit, aber keine Tankstelle nebenan" - Docking-Training

Quelle: DLR.
DLR-Doktorandin Sarah Piechowski beim Überwachen des Docking-Trainings einer Probandin

Selber ein Raumfahrzeug durch die unendlichen Weiten des Weltalls steuern und mit riskanten Manövern unter widrigen Umständen an die sichere Raumstation andocken - was sich anhört wie ein Kindheitstraum eines jeden Hobbyastronauten ist für die Probanden der AGBRESA-Bettruhe-Studie tägliche Arbeit: Das Erlernen des Steuerns eines Raumfahrzeugs mit sechs Freiheitsgraden, 6DF, wie es wissenschaftlich korrekt bezeichnet wird, ist eins der zahlreichen wissenschaftlichen Experimente bei der Studie, die die Probanden durchlaufen. Den Weltraum-Flug führen sie allerdings ganz irdisch und Bettruhe-gerecht im Liegen in Köln durch: Insgesamt 20 Docking-"Sitzungen" haben sie am Ende ihrer Bettruhe durchlaufen und dabei die Fertigkeit erworben, ein Raumschiff im All zu steuern und - wenn alles gut läuft - fachgerecht an der Raumstation anzudocken. weiterlesen

Raumfahrt | 30. April 2019 | von Bettruhestudie

AGBRESA: Bericht eines terrestrischen Astronauten

Quelle: DLR.
Auf dem Weg zu einem der vielen Experimente.

Der heutige Tag, an dem ich diesen Text hier schreibe, ist der 29. April. Am 29. März war ich zum letzten Mal draußen an der frischen Luft und hab die letzten Sonnenstrahlen genossen. Das heißt: Ich bin seit einem Monat hier. 17 Tage davon liegend. weiterlesen

Raumfahrt | 17. April 2019 | von Manuela Braun

AGBRESA: Strikte Bettruhe für 60 Tage

Quelle: DLR.
Das Bett der Probanden wird um sechs Grad zum Kopf hin geneigt. So können auch auf der Erde die negativen Auswirkungen der Schwerelosigkeit im All herbeigeführt werden.

Den Kopf nach unten, die Beine hoch gelagert rollt Proband B in Richtung Zentrifuge. Vielmehr wird er auf seiner Liege gerollt. In den nächsten zwei Monaten darf er nicht auf seinen Beinen stehen. Von den wenigen Metern aus der Probandenstation zur Zentrifuge sieht Proband B auf seiner Liege vor allem eines an ihm vorbeiziehen: die Decke des :envihabs. In dem 5400 Quadratmeter großen Gebäude wohnten bereits die ESA-Astronauten Alexander Gerst, Andreas Mogensen, Timothy Peake und Thomas Pesquet direkt im Anschluss an ihre Missionen, um auf die Auswirkungen der Schwerelosigkeit untersucht zu werden. Seit dem 25. März 2019 leben die Probanden der Bettruhestudie AGBRESA von NASA, ESA und DLR im :envihab des DLR. Und seit dem 14. April liegen alle zwölf in ihren Betten. weiterlesen

Raumfahrt | 30. Januar 2019 | von Rolf Hempel

Auf dem Weg zum ultimativen Vollmondbild

Quelle: Rolf Hempel (CC-BY 3.0)
Panoramabild des Vollmondes, aufgenommen in der Nacht vor der Mondfinsternis am 21. Januar 2019. Um sich die hochaufgelöste Version dieses Bildes anzusehen, klicken Sie bitte auf die Lupe und speichern das Bild auf Ihrem Computer ab.

Seit vielen Jahren träume ich davon, den Vollmond möglichst detailreich zu fotografieren. Auf dieses Ziel hin habe ich meine Fototechnik im Laufe der Zeit immer weiter verfeinert. In der Nacht vor der Mondfinsternis am 21. Januar war es endlich soweit: Über viereinhalb Stunden lang habe ich mit zwei Teleskopen und zwei Kameras viele Tausend Einzelaufnahmen belichtet. Die riesige Datenfülle hat mein Computer jetzt zu meinem "ultimativen Vollmondbild" verarbeitet. weiterlesen

Raumfahrt | 04. Januar 2019 | von Kay Lingenauber

BELA - Die Vermessung des Merkurs

Quelle: DLR.
Simulierte BELA-Bodenspuren am Beispiel des Kraters Warhol. Die Punkte geben den Auftreffpunkt einzelne Laser-Schüsse auf dem Boden wider. Im Krater sind die typischen terassenförmigen Strukturen und die Kraterebene mit dem Zentralberg gut zu erkennen. Rechts davon befinden sich sogenannte "Hollows", Vertiefungen, die vermutlich nach Ausgasung flüchtiger Materialien als Hohlräume zurückbleiben. Das Bild zeigt einen Ausschnitt von 145 x 145 km.

BELA, das BepiColombo LaserAltimeter, ist eines von insgesamt elf Instrumenten an Bord des MPO (Mercury Planetary Orbiter) der BepiColombo-Mission zum Merkur. Mit dem Start am 20. Oktober 2018 vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana wurde das Instrument auf seine lange Reise zum Merkur gebracht. BELA wurde vom DLR-Institut für Planetenforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Bern, dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und dem Instituto de Astrofísica de Andalucía entwickelt und gebaut. Die Anfänge von BELA reichen bis in das Jahr 2003 zurück, als die Planetenforscher des DLR mit den genannten Partnern die sogenannte "Phase 0" des Projektes begannen. Das DLR-Institut für Planetenforschung hat dabei die Verantwortung für den Sendeteil (Transmitter) sowie der Hauptelektronik des Instrumentes übernommen. weiterlesen