Über den Autor

Friederike Wolff

Friederike Wolff interessiert sich schon seit vielen Jahren für Raumfahrt und zog nach dem Abitur nach Holland, um sich an der TU Delft direkt im Bachelorstudium mit Luft- und Raumfahrttechnik auseinanderzusetzen. Besonders interessant sind für sie die Missionen, die zu anderen Planeten und Körpern im Sonnensystem aufbrechen und unbekannte Gebiete erforschen. Nach dem Bachelor zog sie nach Kiruna im Norden von Schweden. Dieser für die meisten unbekannte Ort ist in der Raumfahrt-Welt allen ein Begriff: Im nahe gelegenen Esrange Space Center starten Höhenforschungsraketen- und Ballons, und es beherbergt eine vielgenutzte Bodenstation für die Kommunikation mit Satelliten. Im Rahmen des REXUS/BEXUS-Projekts des DLR sammelte sie dort Erfahrung im Missionsbetrieb eines Höhenforschungsballons, für den sie mit anderen Studenten eine Nutzlast entwickelte.

Seit 2015 arbeitet sie am DLR-Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik für das MASCOT-Projekt, wo sie die Lander-Fortbewegung simuliert und optimiert. Bis kurz vor der Landung ist sie dafür verantwortlich, dass die Ansteuerung der Mobilitätseinheit an die neuesten Missionsdaten und an die damit beschriebenen Gegebenheiten auf Ryugu angepasst wird.

Beiträge von Friederike Wolff

Raumfahrt | 24. September 2018

Fortbewegung auf einem unbekannten Himmelskörper

Die Fortbewegung auf Asteroiden und anderen kleinen Körpern ist schwierig, weil die Gravitation und damit auch die Reibung zwischen einem Lander und dem Boden sehr klein sind. Herkömmliche Fortbewegungstechniken mittels Räder oder Ketten basieren auf Traktion durch Reibung und sind daher für Asteroiden ungeeignet. Für MASCOT wurde ein alternativer Mobility-Mechanismus entwickelt, um Fortbewegung in einer solchen Umgebung zu ermöglichen: Innerhalb des Landers befindet sich ein Schwungarm, durch den eine exzentrisch angebrachte Masse beschleunigt und abgebremst wird. weiterlesen