Cyber-Sicherheit für autonome und vernetzte Systeme

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Bodengestütztes Ergänzungssystem
Bodengestütztes Ergänzungssystem
Bild 1/1, Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Bodengestütztes Ergänzungssystem

Übertragung von Ground Based Augmentation System (GBAS) Korrekturdaten mit postquantenkryptographischer Verschlüsselung über L-band Digital Aeronautical Communications System (LDACS).

Unter Cyber-Sicherheit versteht man üblicherweise die Gewährleistung der Zuverlässigkeit eines Systems auch unter Einfluss von gezielten Eingriffen. Im Englischen unterscheidet man "Safety", die Sicherheit vor unkontrollierten Einflüssen, von "Security", die Sicherheit vor gezielten Eingriffen. Im Sinne dieses Querschnittsprojekts bezieht sich Sicherheit vor allem auf den Aspekt "Security".

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) konzentriert seine Arbeiten im Projekt Cyber-Sicherheit für autonome und vernetzte Systeme auf zwei Hauptgebiete: auf ein abgesichertes Landeanflugsystem sowie auf sichere Kommunikationsverfahren für den intermodalen Verkehr.

Folgende spezifische Entwicklungen sollen im Querschnittsprojekt vorangetrieben werden:

Abgesichertes Landeanflugsystem

  • Ein kryptographisches Verfahren, welches robust gegenüber Angriffen von Quantencomputern ist (Post-Quantum-Kryptographie)
  • Die Härtung von globalen Navigationssatellitensystem (GNSS)-Empfängern für die Navigation bei Jamming oder Spoofing
  • Eine sichere Kommunikationsarchitektur für den Luftverkehr

Cyber-Sicherheit im intermodalen Verkehr

  • Ein Framework zur Analyse und Kategorisierung von Cyber-Angreifern
  • Die Sicherung anfälliger Systemschnittstellen im Flugverkehrsmanagement
  • Absicherung von kritischen Dienststellen gegen Usurpatoren
Kontakt
  • Dr. Okuary Osechas
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Kommunikation und Navigation
    Telefon: +49 8153 28-1047
    82234 Weßling
    Kontaktieren
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Quantencomputer

Bezeichnet einen Computer, welcher Rechenoperationen auf Basis von Zuständen kleinster Teilchen wie beispielsweise Molekülen, Atomen, Elektronen und Protonen ausführt. Da diese Bestandteile physikalischer Objekte sowohl Wellen- als Teilcheneigenschaften besitzen, folgen sie anderen Gesetzmäßigkeiten als Objekte der klassischen Physik und Informatik. Die kleinste Einheit des Q.s ist der Qubit. Zusätzlich zum uns bekannten Binärsystem (0 und 1) kann der Qubit einen beliebigen Zwischenzustand zwischen Null und Eins einnehmen. Dieser Zustand heißt Superposition. Dieser ermöglicht, dass sich die Rechenleistung für bestimmte Rechenoperationen enorm steigern kann.