Next Ge­ne­ra­ti­on Scien­tists: Ak­tio­nen und Mit­mach-Ex­pe­ri­men­te für den Nach­wuchs

 Nationale Grundschulaktion "Space Seeds II"
Na­tio­na­le Grund­schulak­ti­on "Space Seeds II - Welt­raum­blu­men be­ob­ach­ten"
Bild 1/3, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Nationale Grundschulaktion "Space Seeds II - Weltraumblumen beobachten"

Bei der Mit­mach-Ak­ti­on „Space Seeds II“ for­schen Grund­schul­kin­der mit Wild­blu­men­sa­men, die mit SpaceX-CRS-23 zur ISS flie­gen und nach der "Cos­mic Kiss"-Missi­on wie­der zur Er­de zu­rück­keh­ren.
Einmal Weltraum und zurück
Ein­mal Welt­raum und zu­rück
Bild 2/3, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Einmal Weltraum und zurück

"Hand in Hand um die Welt" - un­ter die­sem Ti­tel hat­te das DLR zu ei­ner Mit­mach-Ak­ti­on mit „Klas­sen-Sel­fie“ auf­ge­ru­fen. Da­bei muss­ten sich al­le Kin­der so zeich­nen, dass sie sich in ei­ner lan­gen Rei­he die Hän­de ge­ben, so dass aus den 30 Ge­win­ner-Bil­dern auf ei­nem zehn Me­ter lan­gen Tex­til­strei­fen zu­sam­men­ge­fügt ei­ne Men­schen­ket­te ent­steht. Die­ser Tex­til­strei­fen fliegt an Bord von SpaceX CRS-23 zur ISS.
Hand in Hand um die Welt
Hand in Hand um die Welt
Bild 3/3, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Hand in Hand um die Welt

Der Mal­wett­be­werb steht un­ter dem Mot­to „Hand in Hand um die Welt“.

Mit zahlreichen Aktionen rund um die Mission Cosmic Kiss von Matthias Maurer möchte das DLR junge Menschen für die Raumfahrt und damit auch für Naturwissenschaften und Technik begeistern. Diese reichen von Mitmach-Experimenten über spezielle Wettbewerbe, bei denen Schulklassen Klimaschutzkonzepte erarbeiten sollen, bis hin zu Funkkontakten zur ISS mit Schulen. Die Maßnahmen auf einen Blick:

Mitmach-Aktion: Hand in Hand um die Welt

Über 1000 Schülerinnen und Schüler im Alter von acht bis zwölf Jahren haben an der Mitmach-Aktion „Hand in Hand um die Welt“ des DLR teilgenommen und sich als „Klassen-Selfies“ selbst gemalt. Dabei mussten sich alle Kinder so zeichnen, dass sie sich in einer langen Reihe die Hände geben. Zusammengesetzt bilden 30 Gewinner-Motive auf einem zehn Meter langen Textilstreifen, der sich während der Mission an Bord der ISS befinden wird, eine Menschenkette. Doch bei „Hand in Hand um die Welt“ gibt es nur Gewinner, denn die restlichen Zeichnungen werden elektronisch auf einen USB-Stick gespeichert und fliegen so ebenfalls gemeinsam mit Matthias viele Male um unseren Planeten. Nach seiner Rückkehr bekommen die Klassen, deren „Selfies“ in ausgedruckter Form im All waren, ihr Bild samt Zertifikat zur Ausstellung zurück – ein „Kunststück Weltraum“ zur dauerhaften Inspiration im Klassenzimmer.

Schulwettbewerbe Beschützer der Erde und CalliopEO

Mit dem Schulwettbewerb „Beschützer der Erde – Space for Change“ geht die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR bereits zum dritten Mal auf die Suche nach jungen „Klima- und Umwelthelden“. Schülerinnen und Schüler im Alter von zwölf bis 14 Jahren werden ihre nachhaltigen Ideen zum Schutz unseres Klimas und unserer Umwelt entwickeln und damit als Jungforscher unsere Welt mit anderen Augen sehen. Matthias wird den Wettbewerb als Botschafter aus dem All begleiten. Während seiner Mission wird er den jungen „Klima- und Umwelthelden“ Videobotschaften senden und wichtige Informationen zu den verschiedenen Klimazonen vermitteln. Auch CallipEO ist ein Aufruf an Schülerinnen und Schüler bis zum Alter von 13 Jahren, sich mit Umweltfragen zu beschäftigen. Dafür programmieren sie einen mit Sensoren ausgestatteten ISS-Minicomputer mit ihren eigenen „Umweltexperimenten“.

Mitmach-Experiment: Touching Surfaces

Langzeitaufenthalte des Menschen auf einer Raumstation lassen aus eingeschleppten Mikroorganismen eine eigene Mikroflora entstehen. Dieses „Weltraumbiotop“ kann zum einen Auswirkungen auf die Gesundheit der Astronauten haben, zum anderen aber auch zu Materialschäden führen. Hier müssen neue Hygienemaßnahmen entwickelt werden. Dafür werden in „Touching Surfaces“ mit einem Laser Nanostrukturen auf neuartigen Oberflächen aus Kupfer und Messing aufgebracht und diese dann auf deren antimikrobielle Wirkung untersucht. Das wissenschaftliche Experiment hat auch eine „Education-Komponente“: Mehrere Schulen werden identische Materialproben erhalten, die von den Schülerinnen und Schülern im Alter von zwölf bis 17 mit Fingerabdrücken gezielt kontaminiert werden. Diese Proben bleiben auf der Erde und sind ein wichtiger Teil des Experiments, denn sie werden mit denen im Weltraum verglichen. Alle Proben werden zusammen mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Forscherinnen und Forschern am DLR ausgewertet – ein Touch von „Citizen Science“.

ARISS: Schülerinnen und Schüler funken mit Matthias Maurer auf der ISS

Im Zuge Projekts „Amateur Radio on the International Space Station“ (ARISS) bringen die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR und der Deutsche Amateur-Radio-Club e.V. (DARC) Raumfahrt ins Klassenzimmer. Zwölf Schulen und drei Schülerlabore des DLR - die sogenannten DLR_School_Labs - werden per Funk mit dem Astronauten Kontakt aufnehmen. Die Schülerinnen und Schüler haben dann die Gelegenheit, Matthias Maurer ihre Fragen zu stellen. Bereits bei beiden Missionen des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst fand diese Aktion an insgesamt 15 Schulen und vier Schülerlaboren statt.

Space Seeds II: Weltraumblumen beobachten

Bei der Mitmach-Aktion "Space Seeds II" forschen Grundschulkinder mit Wildblumensamen, die sich für längere Zeit an Bord der ISS befunden haben. Nach der Cosmic Kiss-Mission werden sie wieder zur Erde zurückgebracht. Wie haben die Samen die Reise ins All überstanden? Dazu findet ein Schulwettbewerb im Schuljahr 2022/23 statt. Teilnehmen dürfen Grundschulkinder der dritten und vierten Klassen. Die Klassen erhalten neben begleitendem Unterrichtsmaterial die "Space Seeds" aus dem All und Vergleichssamen zum Aussäen und Beobachten. Kinder werden so selber zu Forschenden und gleichzeitig sensibilisiert für das Thema Biodiversität und den Schutz unseres einmaligen Planeten.

Dzhanibekov-Experiment: Faszination Rotation in Schwerelosigkeit

Ein verblüffender Effekt, den schon der Kosmonaut Dzhanibekov 1985 im All bemerkte, wird bei diesem Experiment genauer untersucht - und zwar mit verschiedenen Duplo-Figuren. Es geht dabei um die seltsame Taumelbewegung eines mehrachsigen Objekts. Dabei wechselt sich die scheinbar stabile Rotation plötzlich mit einem schnellen Wenden und Kippen der Drehachse ab. Der Versuch wird auch dazu genutzt, Jugendliche für die oftmals überraschende "Welt der Physik" zu begeistern.

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