Eu:CROPIS - Gewächshäuser im Satelliten
Eu:CROPIS - Gewächshäuser im Satelliten
Bild 1/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Eu:CROPIS - Gewächshäuser im Satelliten

Der Satellit Eu:CROPIS bringt zwei kleine Gewächshäuser in einem Druckbehälter in die Schwerelosigkeit.
Verpacken von Eu:CROPIS
Beim Verpacken von Eu:CROPIS
Bild 2/3, Credit: ©DLR.

Beim Verpacken von Eu:CROPIS

Der am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme integrierte Satellit erhält eine spezielle Verpackung für den Transport von Bremen zur Vandenberg Air Force Base in Kalifornien.
Strahlungsdetektor RAMIS
Strahlungsdetektor RAMIS
Bild 3/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Strahlungsdetektor RAMIS

Mit den Strahlungsdetektoren RAMIS messen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Strahlungsfeld während der Mission Eu:CROPIS.

Eu:CROPIS ist die erste Mission des im DLR entwickelten und gebauten Kompaktsatelliten CompSat - einer Klasse zwischen kleinen Cubesats und den üblichen größeren Satelliten. Ziel ist es, Standardkomponenten zu verwenden, um den Satelliten von der Konfiguration her flexibel an die jeweilige Nutzlast für Missionen anpassen zu können. Dieses komponentenorientierte Design ist ein Alleinstellungsmerkmal, das es ermöglicht, verschiedenste Forschungsvorhaben zu unterstützen. Mit der Mission Eu:CROPIS wird die Machbarkeit von effektiven und günstigen Satelliten unter Beweis gestellt.

DLR-Kompaktsatellit CompSat

Gebaut wurde der Satellit und der Satellitenbus federführend am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme, das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Braunschweig steuerte die Rahmenstruktur und den Drucktank bei. Eu:CROPIS ist 230 Kilogramm schwer, ist 1,10 Meter hoch und hat einen Durchmesser von einem Meter. Die Energieversorgung läuft über vier Solarpaneele von jeweils einem Quadratmeter.

Rotation erzeugt Schwerkraft

Während der Mission rotiert der Satellit um seine Längsachse und erzeugt je nach Umdrehungszahl die für die Experimente benötigte Gravitation (Spinning). Mit 20 Umdrehungen pro Minute werden Mondbedingungen (das 0,16-fache der Erdgravitation) geschaffen, bei 32 Umdrehungen pro Minute wird die Marsschwerkraft simuliert (das 0,38-fache der Erdgravitation). Eu:Cropis benötigt dafür keine Antriebsdüsen, sondern stößt sich mit Magnetotorquern, einer Art Magnetspulen, am Magnetfeld der Erde ab.

Im Inneren des Satelliten befindet sich ein Drucktank mit irdischer Atmosphäre (Innendruck 1 Bar). Die Experimente laufen somit nicht unter Weltraumbedingungen ab, sondern unter "normalen" Druckverhältnissen. Das erleichtert den Schritt vom irdischen Labor zum Test im Weltall, zudem herrscht bei bemannten Langzeitmissionen im Inneren von Raumschiffen und Habitaten ebenfalls ein Atmosphärendruck. Bei einem Einsatz auf der Erde - in abgelegenen, lebensfeindlichen Gebieten - würde das Lebenserhaltungssystem bei normalem Luftdruck arbeiten. Schutz vor Einschlägen kleinerer Teilchen bietet dem Drucktank und den Gewächshäusern ein Meteroid and Debris Protection Shield (MDPS) an der Außenseite des Satelliten.

Zur Erfassung der Strahlenbelastung sind innen und außen am Satelliten die Strahlungsdetektoren RAMIS (Radiation Measurement in Space) angebracht. Die Daten sollen sowohl als Grundlage für die Weiterentwicklung von Modellen des Strahlenfelds dienen als auch die Höhe der Strahlendosis erfassen, die während des Flugs auf die Experimente einwirken.

Kontakt
  • Elke Heinemann
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Politikbeziehungen und Kommunikation
    Telefon: +49 2203 601-2867
    Fax: +49 2203 601-3249
    Linder Höhe
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  • Hartmut Müller
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Raumfahrtsysteme
    Telefon: +49 421 24420-1257
    Robert-Hooke-Str. 7
    28359 Bremen
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