Das Pro­jekt HA­LO

Forschungsflugzeug HALO
For­schungs­flug­zeug HA­LO
Bild 1/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Forschungsflugzeug HALO

Mit dem neu­en For­schungs­flug­zeug HA­LO (High Al­titu­de and Long Ran­ge Re­se­arch Air­craft) be­ginnt ein neu­es Ka­pi­tel in der Ge­schich­te der deut­schen At­mo­sphä­ren­for­schung und Erd­be­ob­ach­tung. HA­LO ba­siert auf ei­nem Ul­tra Long Ran­ge Busi­ness Jet G 550 der Fir­ma Gulf­stream. Die Kom­bi­na­ti­on aus Reich­wei­te, Flug­hö­he, Nutz­last und um­fang­rei­cher In­stru­men­tie­rung macht das Flug­zeug zu ei­ner welt­weit ein­zig­ar­ti­gen For­schungs­platt­form.
Triebwerk von HALO
Trieb­werk von HA­LO
Bild 2/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Triebwerk von HALO

Mit dem neu­en For­schungs­flug­zeug HA­LO (High Al­titu­de and Long Ran­ge Re­se­arch Air­craft) be­ginnt ein neu­es Ka­pi­tel in der Ge­schich­te der deut­schen At­mo­sphä­ren­for­schung und Erd­be­ob­ach­tung. HA­LO ba­siert auf ei­nem Ul­tra Long Ran­ge Busi­ness Jet G 550 der Fir­ma Gulf­stream. Die Kom­bi­na­ti­on aus Reich­wei­te, Flug­hö­he, Nutz­last und um­fang­rei­cher In­stru­men­tie­rung macht das Flug­zeug zu ei­ner welt­weit ein­zig­ar­ti­gen For­schungs­platt­form.
Blick aus dem Cockpit von HALO
Blick aus dem Cock­pit von HA­LO
Bild 3/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Blick aus dem Cockpit von HALO

HA­LO ba­siert auf dem Ul­tra-Long Ran­ge Busi­ness Jet G 550 der Fir­ma Gulf­stream Ae­ro­space. Mit ei­ner Reich­wei­te von weit mehr als 8.000 Ki­lo­me­tern sind mit HA­LO erst­mals Mes­sun­gen auf der Ska­la von Kon­ti­nen­ten mög­lich: al­le Re­gio­nen von den Po­len bis zu den Tro­pen und den ab­ge­le­ge­nen Ge­bie­ten des Pa­zi­fiks kann das For­schungs­flug­zeug er­rei­chen. Die ma­xi­ma­le Flug­hö­he von über 15 Ki­lo­me­tern er­mög­licht auch Mes­sun­gen in der un­te­ren Stra­to­sphä­re, au­ßer­halb der Tro­pen.

Neue Dimensionen in der Atmosphärenforschung und Erdbeobachtung

HALOs herausragende Eigenschaften, das neue Betriebskonzept sowie die breite Nutzergemeinschaft eröffnen neue Dimensionen in der Umwelt- und Klimaforschung mit Flugzeugen in Deutschland und Europa. Aber auch für die Erdbeobachtung erschließt HALO neue Möglichkeiten:

  • HALO ermöglicht durch seine Leistungsfähigkeit und einzigartige Ausstattung neuartige Experimente und größere Nutzlasten
  • Das neue Betriebsmodell fördert insbesondere die Beteiligung der Hochschulen an der Atmosphärenforschung mit Flugzeugen
  • HALO ist eingebettet in die europäische Forschungslandschaft und vervollständigt die europäische Kompetenz auf diesem Gebiet
  • HALO wird europaweit über entsprechende Forschungsprogramme zur Verfügung stehen
  • Die großen Reichweiten machen HALO zu einem globalen Werkzeug. Dadurch trägt HALO zu einer engeren internationalen Zusammenarbeit im weltweiten Netzwerk mit vergleichbaren Projekten bei
  • HALO baut die deutsche Spitzenposition in der Atmosphärenforschung und Erdbeobachtung aus

Die Grundlage politischer Entscheidung

Menschliches Handeln beeinflusst die Atmosphäre und das Klima. Internationale Konventionen wie die Protokolle von Montreal und Kyoto waren erste wichtige Schritte zur Begrenzung der Veränderungen von Ozonschicht und Klima. Weiterführende Abkommen zum Klimaschutz sind jedoch notwendig. Um dafür eine sinnvolle politische Entscheidungsgrundlage zu schaffen, müssen die Prozesse, die sich in unserer Atmosphäre abspielen, sehr viel besser verstanden werden als bisher. Belastbare experimentelle Daten zum Verständnis unserer Atmosphäre sind wesentliche Bausteine für zukünftige, genauere Klimaprognosen. HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) wird einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis unserer Atmosphäre leisten. Auf Grund seiner herausragenden Flugeigenschaften und Messmöglichkeiten wird HALO eine neue Dimension für die Umwelt- und Klimaforschung in Deutschland und Europa mit Forschungsflugzeugen erschließen.

Atmosphärenforschung mit Flugzeugen – unverzichtbar für Klima- und Umweltforschung

Die Atmosphärenforschung hat in Deutschland eine lange Tradition und umfasst viele Disziplinen, die von Laboruntersuchungen über Langzeitbeobachtungen an Bodenstationen und intensiven Feldexperimenten bis zur Auswertung von Satellitendaten und dem Einsatz von aufwändigen Rechenmodellen reichen. Diese verschiedenen Ansätze sind eng miteinander verzahnt und voneinander abhängig.

Forschungsflugzeuge sind für die Klima- und Umweltforschung unverzichtbar. Das Flugzeug als Beobachtungsplattform schließt die Lücke zwischen erdgebundenen Beobachtungsstationen und Satelliten. Es hat den Vorteil, sich frei in der Atmosphäre bewegen und damit Instrumente für gezieltere Untersuchungen genau an den gewünschten Einsatzort bringen zu können. Im Vergleich zum Satelliten haben Flugzeugmessungen eine bessere räumliche Auflösung und den Vorteil, auch sehr komplizierte Instrumente tragen zu können. Flugzeuge dienen auch als Test- und Entwicklungsplattform für Satelliteninstrumente und zur Validierung erd- und weltraumgebundener Systeme.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt betreibt seit über 35 Jahren Forschungsflugzeuge, unter anderem einen Jet des Typs Falcon 20-E, der seit 1976 sehr erfolgreich eingesetzt wird. Das DLR verfügt damit über sehr umfangreiche Erfahrungen bei der Planung und Durchführung von Flugmesskampagnen.

Kontakt
  • Falk Dambowsky
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