Ex­pe­ri­ment CI­MON: Astro­nau­ten-As­sis­tenz­sys­tem

Fotomontage von CIMON auf der ISS
Fo­to­mon­ta­ge von CI­MON auf der ISS
Bild 1/2, Credit: DLR/T. Bourry/ESA

Fotomontage von CIMON auf der ISS

Fo­to­mon­ta­ge von CI­MON schwe­bend im Co­lum­bus Pu­blic Re­la­ti­on Mo­dul am ESA Eu­ro­pean Astro­naut Cen­tre (EAC) in Köln-Porz (30. Ja­nu­ar 2018). CI­MON ist ein flie­gen­der und au­to­nom han­deln­der Astro­nau­ten-As­sis­tent. Aus­ge­stat­tet mit Künst­li­cher In­tel­li­genz un­ter­stützt die­se welt­weit ein­zig­ar­ti­ge Tech­no­lo­gie-De­mons­tra­ti­on die Ar­beit von Astro­nau­ten auf der ISS wäh­rend der Ho­ri­z­ons-Missi­on von ESA-Astro­naut Alex­an­der Gerst im Som­mer 2018.
CIMON - Der autonome Astronauten-Assistent
CI­MON - Der au­to­no­me Astro­nau­ten-As­sis­tent
Bild 2/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

CIMON - Der autonome Astronauten-Assistent

Die DLR-In­fo­gra­fik stellt das ho­ri­z­ons-Ex­pe­ri­ment CI­MON (Crew In­ter­ac­ti­ve MO­bi­le Com­pa­n­ioN) mit den wich­tigs­ten Da­ten und Fak­ten auf ei­nen Blick vor.

Das Technologie-Experiment CIMON ist ein innovatives, weltweit einzigartiges Astronautenassistenzsystem. Das fliegende und autonom agierende System ist mit künstlicher Intelligenz (KI) von IBM ausgestattet und wird erstmals von ESA-Astronaut Alexander Gerst auf seiner Mission horizons eingesetzt. Das Project CIMON wurde als Auftrag des DLR Raumfahrtmanagements mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) an AIRBUS vergeben und für den Einsatz im europäischen Columbus-Modul auf der ISS entwickelt. Das Technologie-Experiment CIMON soll zeigen, dass die Mensch-Maschine-Interaktion die Arbeit eines Astronauten unterstützen und seine Effizienz steigern kann.

Der fliegende Begleiter kann vielfältige Informationen sowie Anleitungen zu wissenschaftlichen Experimenten und Reparaturen abbilden und erklären. So hat der Astronaut durch das Projekt CIMON per Sprachsteuerung Zugriff auf Dokumente und Medien und kann dabei mit seinen Händen frei arbeiten - ein großer Vorteil. Der Astronaut kann CIMON außerdem als mobile Kamera für operationelle und wissenschaftliche Zwecke nutzen. Der fliegende Assistent übernimmt Routineaufgaben, wie etwa die Dokumentation von Experimenten, die Suche nach Objekten und die Inventarisierung. CIMON kann sehen, hören, verstehen und sprechen. Kameras und Software zur Gesichtserkennung, zur Orientierung und zur Videodokumentation dienen ihm als "Augen". Ultraschallsensoren messen Abstände, um Kollisionen zu vermeiden. Seine "Ohren" sind mehrere Mikrofone zur Richtungserkennung und ein Richtmikrofon für eine gute Spracherkennung. CIMONs "Mund" ist ein Lautsprecher, über den er sprechen und zum Beispiel Musik abspielen kann. Kernstück der KI für das Verständnis von Sprache ist das System IBM Watson. Die KI zur autonomen Navigation stammt von AIRBUS und dient der Bewegungsplanung und Objekterkennung. CIMON ist weitestgehend im 3D-Druckverfahren hergestellt und mit einem Durchmesser von 32 Zentimetern etwas größer als ein Fußball. Zwölf Ventilatoren ermöglichen es CIMON, sich frei in alle Raumrichtungen per Luftstrahl zu bewegen und zu rotieren. Somit kann er sich dem Astronauten zuwenden, wenn er angesprochen wird, mit dem Kopf nicken, den Kopf schütteln und räumlich selbstständig oder auf Kommando dem Benutzer folgen. Terrestrische Anwendungen der CIMON-Technologien werden im Bereich Industrie 4.0 (zum Beispiel bei der robotischen Industrieproduktion), Medizin und Pflege sowie Bildung erwartet.

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