DESIS: Ein Hyperspektrometer beobachtet das Ökosystem der Erdoberfläche

Hyperspektrales Sensorsystem
Hyperspektrales Sensorsystem
Bild 1/1, Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Hyperspektrales Sensorsystem

DESIS erfasst Bilddaten auf 235 eng nebeneinander liegenden Kanälen vom visuellen bis zum infraroten Spektrum (zwischen 400 und 1000 Nanometer).

Mit zunehmender globaler Industrialisierung nimmt der Einfluss des Menschen auf den Nahrungshaushalt der Erde stetig zu. Mit Hilfe von Hyperspektraldaten können Wissenschaftler die dynamischen Zusammenhänge von geophysikalischen Parametern im interkontinentalen Maßstab überwachen und erschließen. Das abbildende Spektrometer DESIS ist in der Lage, Landoberflächen, Ozeane und Atmosphären in einer hohen Genauigkeit abzubilden. Im Gegensatz zu herkömmlichen satellitengebundenen Spektrometern verfügt DESIS über eine hohe Anzahl spektraler Kanäle im Bereich von 400 bis 1.000 Nanometer. Das Instrument zeichnet hyperspektrale Daten in 235 Kanälen mit einer spektralen Bandbreite von 2,5 Nanometer auf und deckt das sichtbare bis nahe-infrarote Spektrum ab. Es wurde entwickelt, um eine Pixelauflösung (ground sample distance) von 30 Metern aus einer 400-Kilometer-Umlaufbahn der ISS zu erhalten. Das Spektrometer wurde für den Betrieb auf der Instrumentenplattform MUSES entwickelt. Im Juni 2018 wird DESIS mit einer SpaceX-Rakete zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht. Von der ISS aus wird DESIS rund um die Uhr die Erdoberfläche beobachten und den Experten Informationen über den aktuellen Zustand sowie die Veränderungen von Land- und Wasserflächen liefern. So können wir diese Umweltprozesse besser verstehen und Aussagen über den aktuellen Zustand von wald- und landwirtschaftlichen Flächen treffen, um beispielsweise den weltweiten Anbau von Nahrungsmitteln zu verbessern. Darüber hinaus stehen die Daten der ISS-Instrumente im Katastrophenfall schnell zur Verfügung, sodass sie Hilfskräfte bei ihren Einsätzen unterstützen können. Die Entwickler wollen die Daten aller MUSES-Instrumente kombinieren und so fortschrittliche Methoden für die Erdfernerkundung entwickeln. Darüber hinaus können die Fernerkundungsinstrumente nach einer Lebensdauer von drei bis fünf Jahren wieder zur Erde zurückgebracht werden, um den Einfluss der Weltraumumgebung genauer zu untersuchen.

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