METERON SUPVIS Justin: Astronaut im All und Roboter auf der Erde arbeiten zusammen

Mensch-Roboter-Kooperation
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Bild 1/2, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Mensch-Roboter-Kooperation

Rollin' Justin steuert eine Solaranlage für Wartungsarbeiten an. Auf dem Bildschirm im Hintergrund ist ESA-Astronaut Paolo Nespoli live von der Internationalen Raumstation zugeschaltet, welcher den Roboter aus der Ferne navigieren lässt.

METERON SUPVIS Justin: Astronaut im All und Roboter auf der Erde arbeiten zusammen
METERON SUPVIS Justin: Astronaut im All und Roboter auf der Erde arbeiten zusammen
Bild 2/2, Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

METERON SUPVIS Justin: Astronaut im All und Roboter auf der Erde arbeiten zusammen

Die DLR-Infografik stellt das horizons-Experiment METERON SUPVIS Justin mit den wichtigsten Daten und Fakten auf einen Blick vor.

Die METERON SUPVIS-Experimente - eine Kooperation zwischen DLR und ESA - zeigen, dass sich intelligente Roboter auf Planetenoberflächen durch Astronauten im Orbit steuern lassen. Rollin' Justin im DLR-Institut für Robotik und Mechatronik in Oberpfaffenhofen erhält seine Befehle dabei von einem Tablet auf der ISS. Bei der Durchführung verschiedener Aufgaben ist Justin dann anschließend auf sich allein gestellt und muss mit Hilfe seiner lokalen und künstlichen Intelligenz entscheiden, wie einzelne Arbeitsschritte auszuführen sind. Die lokale Intelligenz des humanoiden Roboters erlaubt den Astronauten, eine große Bandbreite an Erkundungs-, Aufbau- und Wartungsarbeiten zu kommandieren. Durch diese Art der Mensch-Maschine-Interaktion wird der Roboter zum "Arbeitskollegen" des Astronauten. Letzterer nutzt das europäische "Multipurpose End to End Robotic Network" - kurz METERON - der ISS.

Mit METERON SUPVIS Justin sind drei ISS-Experimente geplant. Zwei davon wurden bereits im August 2017 von ESA-Astronaut Paolo Nespoli sowie den NASA-Astronauten Randy Bresnik und Jack Fischer erfolgreich durchgeführt. Alexander Gerst soll im zweiten Halbjahr 2018 mit Rollin' Justin arbeiten und ihm die Aufgabe stellen, "vor Ort" den simulierten Aufbau einer Planeteninfrastruktur durch neue Komponenten zu erweitern. Mit diesen komplexen Aufgaben soll die Einsatzfähigkeit der neuen Technologie gezeigt und Lösungen für die Kommandierung autonomer Roboter in Weltraummissionen gefunden werden.

Ein irdisches Anwendungsfeld der Erkenntnisse aus diesem Experiment ist die Industrieproduktion der Zukunft, die ein enges Zusammenwirken von Informationstechnologien, Automatisierungstechnik, Robotik und Mensch verlangt. Mensch und Maschine - oder Roboter - müssen hier sicher und zuverlässig zusammenarbeiten.

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