NASA-Astronaut Rex Walheim montiert Columbus an die ISS
NASA-Astronaut Rex Walheim montiert Columbus an die ISS
Credit: NASA

NASA-Astronaut Rex Walheim montiert Columbus an die ISS

NASA-Astronaut Rex Walheim beim ersten Außenbordeinsatz (Extra Vehicular Activity, kurz: EVA) der Columbus-Mission am 11. Februar 2008. Zusammen mit seinem Kollegen, dem NASA-Astronauten Stanley Love, montierte Walheim das Raumlabor Columbus an der Internationalen Raumstation ISS.

1985 verabschiedete der ESA-Ministerrat in Rom die europäische Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS. Auf dem folgenden Ministerrat in Den Haag 1987 wurde das Columbus-Programm bestätigt und eine dreijährige Vorbereitungsphase beschlossen. Der europäische Beitrag zur Raumstation sollte aus einem fest mit der Kernstation verbundenen Modul (Columbus) bestehen. Mehrere Programmänderungen führten nicht nur zu einem nunmehr vorgesehenen Shuttle-Transport (anstatt Ariane 5), sondern auch zu einem verkürzten Modul.

Das entsprechende IGA (Intergovernmental Agreement) wurde zwischen elf europäischen Staaten, Kanada, USA, Japan und Russland abgeschlossen. Einzelheiten, Verantwortlichkeiten, Crewstärke, Versorgung der Station sind in gleich lautenden MOUs (Memorandum of understanding) zwischen den USA und jedem Partner vereinbart.

Durch die Beistellung des Columbus Moduls erhält Europa das Recht auf die Nutzung von 51 Prozent der Columbus-Laborkapazität, das entspricht einer Gesamtstationsnutzung von 5,3 Prozent, einschließlich der externen Nutzlastplattformen am Modul und circa 8,3 Prozent der verfügbaren westlichen ISS-Ressourcen (Stromversorgung, Datenübertragung, Crew-Zeit und andere).

Start und Installation an der ISS

Am 7. Februar 2008 startete das europäische Weltraumlabor Columbus, um an der Internationalen Raumstation ISS montiert zu werden. Es war der Abschluss von jahrelangen Vorbereitung und harter Arbeit. Mit einer geplanten Lebensspanne von zehn Jahren wird Columbus Geschichte schreiben als erstes europäisches Raumlabor für die Langzeitforschung unter Weltraumbedingungen.

Der deutsche Astronaut Hans Schlegel und sein französischer Kollege Léopold Eyharts waren Crew-Mitglieder auf der Mission Columbus, die das Raumlabor an der ISS montiert und in Betrieb genommen haben. Gemeinsam mit fünf NASA-Astronauten starteten sie im Space Shuttle Atlantis auf dem Flug STS-122 vom Kennedy Space Center in Florida.

Die Mission Columbus bestand aus unterschiedlichen Abschnitten. Zunächst wurde das europäische Labor während des 13-tägigen STS-122-Fluges an die Station angedockt, anschließend eingeschaltet und in Betrieb genommen. Bei ihrem dritten Außenbordeinsatz (EVA, Extravehicular Activity) montierten die Astronauten die externen Versuchseinrichtungen an das Weltraumlabor Columbus. Schließlich erledigten sie weitere Aufbau- und Wartungsarbeiten.

Die Mission Columbus wurde nach dem Abdocken des Space Shuttles von Léopold Eyharts fortgeführt, der bis zum 25. März 2008 Mitglied der ISS-Expeditionscrew war. Neben seinen Aufgaben als zweiter ISS-Flugingenieur nahm er mit zwei Besatzungskollegen nach und nach die Inbetriebnahme des europäischen Weltraumlabors vor. Dazu gehörte das Einschalten und Prüfen der internen Experimentiereinrichtungen sowie die Durchführung von europäischen Forschungs-, PR- und Bildungsaktivitäten.

Im Anschluss übernahm das deutsche Columbus Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen die dauerhafte Kontrolle über das Forschungslabor. Über 75 Wissenschaftler und Ingenieure steuern und überwachen von dort aus die europäischen Aktivitäten im Weltraumlabor.

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