Wissenschaftliche Ziele

Krater mit Wassereis
Krater mit Wassereis
Bild 1/1, Bild: ESA/DLR/FU Berlin, CC BY-SA 3.0 IGO.

Krater mit Wassereis

Wassereis am Boden eines Kraters in der Nähe des Mars-Nordpols. Im Zentrum des etwa 35 Kilometer durchmessenden Kraters sticht das weiße Wassereis deutlich hervor. Der Einschlagkrater liegt in der nördlichen Tiefebene Vastitas Borealis. Wassereis kann sich im Zentrum des Kraters ganzjährig halten, da die Temperaturen und der atmosphärische Druck nicht für eine Sublimation (Übergang vom festen in den gasförmigen Zustand) ausreichen. Kohlendioxideis ist zur Zeit der Bildaufnahme (später Mars-Sommer) auch bereits von der gesamten Nordpolkappe verschwunden, so dass nur noch Wassereis vorhanden ist. Die Mächtigkeit des Eises liegt vermutlich nur im Dezimeterbereich. Das belegen einige frühere Messungen.

Die Erkenntnisse bisheriger Marsmissionen lassen den Schluss zu, dass der Mars vor einer Klimaveränderung vor etwa 3,5 Milliarden Jahren ein warmer und feuchter Planet war. Mars Express gibt durch globale Erkundung aus dem Orbit Aufschluss über die Klimageschichte des Roten Planeten und soll die Rolle und den Verbleib von Wasser klären. Man erhofft sich im Rahmen der vergleichenden Planetologie Parallelen zur Erde herstellen zu können, die zum Beispiel genauere Aussagen über die langfristige Entwicklung unseres Planeten möglich machen würden.

Aufgaben des Mars Express-Orbiters:

  • die Marsoberfläche global, hochauflösend topographisch und morphologisch kartieren und das mit einer Nominalauflösung von zehn Metern in allen drei Dimensionen, sowie Teleaufnahmen bis zu zwei Meter Auflösung
  • eine geologische und mineralogische Kartierung durch Vielfarbenaufnahmen erstellen
  • die atmosphärischen Vorgänge und Zusammensetzung analysieren
  • die Untergrundstruktur (insbesondere auf Permafrost) untersuchen
  • die Wechselwirkung der Planetenoberfläche mit der Atmosphäre erforschen
  • die Wechselwirkung der Atmosphäre mit dem interplanetaren Medium untersuchen

Der Beagle 2-Lander sollte:

  • die Meteorologie und Klimatologie des Planeten untersuchen
  • die Geologie, Mineralogie und Geochemie am Landeplatz erforschen
  • die physikalische Eigenschaften der Atmosphäre und der Oberflächenschichten analysieren
  • nach Spuren von Leben (Exobiologie) suchen

Beagle 2 sollte Ende 2003 auf der Marsoberfläche landen. Der Lander gilt als verloren, nachdem er keinen Funkkontakt zum Orbiter oder zu Radioteleskopen auf der Erde herstellen konnte.

Kontakt
  • Elke Heinemann
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Politikbeziehungen und Kommunikation
    Telefon: +49 2203 601-2867
    Fax: +49 2203 601-3249
    Linder Höhe
    51147 Köln
    Kontaktieren
  • Ulrich Köhler
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Planetenforschung
    Telefon: +49 30 67055-215
    Fax: +49 30 67055-303
    Rutherfordstraße  2
    12489 Berlin
    Kontaktieren

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

Hauptmenü