Die Missi­on Ro­set­ta - Ein Mei­len­stein in der Er­for­schung des Welt­raums

Die Raumsonde Rosetta
Ro­set­ta in den Tie­fen des Son­nen­sys­tems
Bild 1/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Rosetta in den Tiefen des Sonnensystems

Die Raum­son­de Ro­set­ta legt ins­ge­samt ei­ne Stre­cke von un­ge­fähr 7 Mil­li­ar­den Ki­lo­me­tern zu­rück. (Vi­deo-Still aus "Missi­on ins Un­ge­wis­se - Der Ko­me­ten­jä­ger Ro­set­ta")
Weitwinkelaufnahme des Kometen
Weit­win­ke­l­auf­nah­me des Ko­me­ten
Bild 2/3, Credit: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA.

Weitwinkelaufnahme des Kometen

Die­se Weit­win­ke­l­auf­nah­me des Ko­me­ten 67P/Chu­ryu­mov–Ge­r­asi­men­ko hat das OSI­RIS-Ka­me­ra­sys­tem an Bord der Raum­son­de Ro­set­ta am 12. Sep­tem­ber 2014 ge­macht.
Der Lander Philae an Bord der europäischen Sonde Rosetta
Der Lan­der Phil­ae an Bord der eu­ro­päi­schen Son­de Ro­set­ta
Bild 3/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Der Lander Philae an Bord der europäischen Sonde Rosetta

Seit dem Start 2004 trägt Ro­set­ta den klei­nen Lan­der Phil­ae wohl be­hü­tet vor all den rau­en in­ter­pla­ne­ta­ri­schen Ge­ge­ben­hei­ten durchs All. (Vi­deo-Still aus "Missi­on ins Un­ge­wis­se - Der Ko­me­ten­jä­ger Ro­set­ta")

Die Kometen-Mission Rosetta ist eine der faszinierendsten und zugleich anspruchsvollsten Unternehmungen der europäischen Raumfahrt. Nach ihrem Start am 2. März 2004 trat die Sonde ihre zehnjährige Reise zum Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko an. Auf ihrem Weg dorthin führte sie mehrere komplexen Flugmanöver durch (dreimal an der Erde und einmal am Mars vorbei), die ihr den ausreichenden "Schwung" für den langen Weg verliehen. Außerdem flog die an den Asteroiden Steins (September 2008) und Lutetia (Juli 2010) vorbei, nahm Bilder von ihnen auf und führte umfangreiche physikalische Messungen durch.

Um den weiten Weg zum Kometen zurücklegen zu können, wurde Rosetta im Juli 2011 in einen Ruhemodus versetzt, weil die Flugbahn die Sonde bis jenseits der Jupiterbahn führte. Dort, in einer Entfernung von fast 800 Millionen Kilometern zur Sonne, hätten die Sonnensegel nicht mehr ausreichend Strom für wichtige Funktionen erzeugen können. Am 20. Januar 2014 wurde sie wieder "geweckt". Das Ziel war nahe - Rosetta befand sich zu diesem Zeitpunkt neun Millionen Kilometer von Churyumov-Gerasimenko entfernt.

Reisen mit einem Kometen

Im Mai 2014 trat Rosetta zunächst in eine Art Umlaufbahn um den Kometen ein, um erste Messungen und eine möglichst vollständige Kartierung des Kometenkerns durchzuführen sowie nach einer geeigneten Landestelle zu suchen. Am 12. November 2014 trennte sich das Landegerät Philae vom Mutterschiff, um auf dem Kometen aufzusetzen. Nach dem ersten Bodenkontakt um 16:34:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit prallte Philae wieder von der Kometenoberfläche ab, da die Harpunen zur Verankerung nicht ausgelöst wurden. Insgesamt drei Mal landete Philae, bis er dann um 18.32 Uhr auf der Kometenoberfläche endgültig stehenblieb und die Messungen begannen. Am 15. November 2014 um 1.36 Uhr ging er in den Schlafmodus.

Am 13. Juni 2015 um 22.28 Uhr meldete sich Philae aus seinem Winterschlaf zurück und schickte Daten zur Erde. Der Kontakt dauerte 85 Sekunden, in dieser Zeit übermittelte Philae über 300 Datenpakete. Danach konnte noch mehrmals Kontakt zum Lander hergestellt werden, der letzte war am 9. Juli 2015.

Beide, der Lander auf der Kometenoberfläche, und der Orbiter Rosetta begleiteten den Schweifstern auf dem Weg zu seinem sonnennächsten Punkt, der am 13. August 2015 erreicht war. Mit dem Aufprall der Rosetta-Sonde am 30. September 2016 um 13:19 Uhr MESZ auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko endete die ESA-Mission.

Die Fragen, ob sich die Kometenoberfläche tatsächlich in einer Art "Urzustand" befindet und ob Kometen präbiotische Moleküle und Wasser zur Erde gebracht und somit eine Rolle bei der Entstehung des Lebens gespielt haben könnten, sollen mit Hilfe der Rosetta-Mission beantwortet werden. Philae wurde von einem internationalen Konsortium unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und gebaut.

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    Fax: +49 30 67055-340
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