SpaceLife

Ers­tes Helm­holtz-Gra­du­ier­ten­kol­leg am DLR

Logo der Helmholtz Space Life Sciences Research School (SpaceLife)
Lo­go der Helm­holtz Space Li­fe Sciences Re­se­arch School (Space­Li­fe)
Bild 1/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Logo der Helmholtz Space Life Sciences Research School (SpaceLife)

Die Helm­holtz Space Li­fe Sciences Re­se­arch School (Space­Li­fe) wird von der Helm­holtz-Ge­mein­schaft sechs Jah­re lang ge­för­dert und er­hält zu­sätz­li­che fi­nan­zi­el­le Mit­tel vom Deut­schen Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR). Mit den Helm­holtz-För­der­mit­teln rea­li­siert das Köl­ner DLR-In­sti­tut für Luft- und Raum­fahrt­me­di­zin ge­mein­sam mit den Uni­ver­si­tä­ten Aa­chen, Bonn, Er­lan­gen-Nürn­berg, Frank­furt, Ho­hen­heim, Kiel, Mag­de­burg, Re­gens­burg, der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin, der Bei­hang Uni­ver­si­tät in Pe­king und der Deut­schen Sport­hoch­schu­le Köln das ers­te Helm­holtz-Kol­leg am DLR: ein in­ten­si­ves Aus­bil­dungs­pro­gramm für wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuchs aus dem In- und Aus­land.
MATROSHKA, Experiment zur Strahlenmessung auf der ISS
MA­TROS­H­KA, Ex­pe­ri­ment zur Strah­len­mes­sung auf der ISS
Bild 2/2, Credit: NASA

MATROSHKA, Experiment zur Strahlenmessung auf der ISS

Das Pro­jekt "MA­TROS­H­KA" wur­de von der Ab­tei­lung Strah­len­bio­lo­gie des DLR-In­sti­tuts für Luft-und Raum­fahrt­me­di­zin für die Eu­ro­päi­sche Welt­rau­m­or­ga­ni­sa­ti­on ESA ent­wi­ckelt. Am 18. und 19. Au­gust 2005 wur­de es von sei­nem Au­ßen­pos­ten auf der In­ter­na­tio­na­len Raum­sta­ti­on ISS ent­fernt und im In­nern auf­ge­stellt. MA­TROS­H­KA ist ein dem mensch­li­chen Ober­kör­per in Ori­gi­nal­grö­ße nach­ge­bil­de­tes Phan­tom. Mit ihm mes­sen die Wis­sen­schaft­ler die Strah­len­do­sis, der Astro­nau­ten und Kos­mo­nau­ten bei Au­ßen­bor­dak­ti­vi­tä­ten und im In­nern der Sta­ti­on aus­ge­setzt sind.

Die Helmholtz Space Life Sciences Research School (SpaceLife) wird von der Helmholtz-Gemeinschaft ab April 2009 sechs Jahre lang gefördert und erhält zusätzliche finanzielle Mittel vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit den Helmholtz-Fördermitteln realisiert das Kölner DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin gemeinsam mit den Universitäten Aachen, Bonn, Erlangen-Nürnberg, Frankfurt, Hohenheim, Kiel, Magdeburg, Regensburg, der Freien Universität Berlin, der Beihang Universität in Peking und der Deutschen Sporthochschule Köln das erste Helmholtz-Kolleg am DLR: ein intensives Ausbildungsprogramm für wissenschaftlichen Nachwuchs aus dem In- und Ausland.

"SpaceLife" ermöglicht jungen Forschern, sich interdisziplinär an Forschungsthemen wie Strahlenbiologie, Gravitationsbiologie, Astrobiologie oder Weltraumphysiologie und -psychologie zu beteiligen. Ergänzt wird das Programm durch nationale und internationale Konferenzen sowie wissenschaftliche Seminare und Persönlichkeitstrainings. "Wir binden die jungen Absolventen in international renommierte Forschergruppen ein. Das wird für junge Wissenschaftler eine sehr prägende Zeit", sagt die DLR-Koordinatorin des Kollegs, Dr. Christine Hellweg. Die Doktoranden lernen, integrierte Konzepte für die Lösung von Gesundheitsproblemen auf Weltraummissionen und verwandter Krankheitsmuster auf der Erde zu entwickeln, die Anforderungen an das Leben in extremen Umwelten weiter zu erforschen und dadurch das Ökosystem Erde besser zu verstehen. Auch die Suche nach Leben auf anderen Planten in unbemannten und bemannten Missionen zu ermöglichen gehört zu den Themen.

Ausbildungsprogramm für wissenschaftlichen Nachwuchs aus dem In- und Ausland

Beispiel für eines dieser Forschungsprojekte ist das Thema Weltraumphysiologie, das die Optimierung der physiologischen und biomechanischen Parameter des Beinmuskeltrainings unter Schwerelosigkeit zum Ziel hat. In diesem gemeinsamen Projekt mit der Deutschen Sporthochschule Köln werden neue Methoden des Beinmuskeltrainings im All erforscht. Dabei kommt erstmalig ein Antrieb aus der Robotik in Kombination mit einer Unterkörper-Unterdruckkammer zum Einsatz. Durch die Schwerelosigkeit im All werden die Beinmuskeln der Astronauten weniger stark durchblutet. Zudem sorgt die fehlende Schwerkraft für eine weniger starke Beanspruchung. Diese Faktoren beeinflussen das Training im All maßgeblich. Mit den neuen Trainingsmethoden sollen in der Schwerelosigkeit die optimale Muskelbelastung und somit die bestmögliche Blutversorgung der Beine erreicht werden. Dafür sind neue technische Lösungen sowie ein tieferes Verständnis der Biomechanik und Physiologie notwendig, an denen Ingenieure und Wissenschaftler aus der Medizintechnik, der Medizin, der Biologie sowie den Sportwissenschaften forschen.

Kontakt
  • Dr. Christine Elisabeth Hellweg
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Luft- und Raum­fahrt­me­di­zin
    Strah­len­bio­lo­gie
    Telefon: +49 2203 601-3243
    Fax: +49 2203 619-70
    Linder Höhe
    51147 Köln
    Kontaktieren

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