29. Juni 2015

Studentenexperimente im Höhenflug

Die Teams der REXUS 17/18-Doppelkampagne in Esrange
Bild 1/4, Credit: ZARM.

Die Teams der REXUS 17/18-Doppelkampagne in Esrange

Unmittelbar bevor die Rakete zur Startrampe gefahren wird, haben sich alle Studententeams, die sie unterstützenden REXUS/BEXUS-Ingenieure von ZARM, SSC und ESA sowie die Startmannschaft von der DLR-Moraba um die Rakete versammelt.
Letzte Experimentarbeiten bei REXUS
Bild 2/4, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Letzte Experimentarbeiten bei REXUS

Das Experiment wird in der Integrationshalle nach letzten flugvorbereitenden Arbeiten wieder in den Raketenmodul eingebaut.
Befüllen eines BEXUS-Ballons mit Helium
Bild 3/4, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Befüllen eines BEXUS-Ballons mit Helium

Wenn der Ballon mit Helium gefüllt wird, sind es nur noch wenige Minuten bis zum Start der BEXUS-Gondel.
Studenten beobachten den REXUS-Start vom Radar Hill aus
Bild 4/4, Credit: SSC.

Studenten beobachten den REXUS-Start vom Radar Hill aus

Nach der monatelangen Vorbereitung ist der Flug der Forschungsrakete mit den Experimenten für die Studenten der Höhepunkt der REXUS-Kampagne. Der Start lässt sich am besten von einem Hügel des Raumfahrtzentrums Esrange aus beobachten. Von der großen freie Fläche im Vordergrund starten die BEXUS-Ballons.

REXUS/BEXUS-Wettbewerb 2015 für Forschung auf Stratosphärenballons und Höhenforschungsraketen eröffnet

Der Wettbewerb des deutsch-schwedischen Studentenprogramms REXUS/BEXUS geht in die neunte Runde: Studententeams deutscher Universitäten und Hochschulen können ab dem 29. Juni bis zum Einsendeschluss am 19. Oktober 2015 Vorschläge für die Forschung auf Stratosphärenballons oder Forschungsraketen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einreichen. Experimentideen werden gesucht in Bereichen wie Atmosphärenphysik, Strahlenbiologie, Ballon- und Raumfahrttechnik oder Forschung in Schwerelosigkeit.

"Flugtickets" gibt es für gute Experimentideen

Um eins der begehrten "Flugtickets" zu ergattern muss zunächst ein Experimentvorschlag eingereicht werden. Nach einer Vorauswahl können die Studententeams ihr Experiment auf einem Workshop vorstellen. Die im Anschluss daran endgültig ausgewählten Teams nehmen dann an einer Trainingswoche und der Startkampagne am Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden teil. Jeweils zwei BEXUS-Ballons und REXUS-Raketen starten im Herbst 2016 beziehungsweise im Frühjahr 2017.

Erste Praxiserfahrungen mit Raumfahrtprojekten

"Bereits 107 Studententeams aus ganz Europa haben seit Beginn im Jahr 2007 am REXUS/BEXUS-Programm teilgenommen", sagt Maria Roth, Programmleiterin des DLR Raumfahrtmanagements. "Es ist eine große Herausforderung für die Studierenden, ihr erstes eigenes Raumfahrtprojekt auf die Beine zu stellen. Sie sind für Planung und Bau der Experimente verantwortlich. Die Technik muss bis zum Starttermin einwandfrei funktionieren. Daran wird oft noch bis zur letzten Sekunde gefeilt." Nach der mehrmonatigen Vorbereitungszeit und dem Flug steht die Auswertung der Daten an. Die Ergebnisse präsentieren die Teilnehmer Mitte 2017 auf einem Raketen- und Ballon-Symposium vor Fachpublikum.

Raketenflüge bis in 90 Kilometer Höhe

Rund sieben Minuten dauert der Flug einer REXUS-Forschungsrakete. Dabei trägt sie ihre Nutzlast in eine Höhe von bis zu 90 Kilometern. Bei Bedarf lässt sich die Flug-stabilisierende Drehung der Rakete so abbremsen, dass über eine Zeit von zwei Minuten auch Experimente in annähernder Schwerelosigkeit durchgeführt werden können. Die BEXUS-Ballons steigen während ihres zwei bis fünfstündigen Fluges auf eine Höhe von 20 bis 30 Kilometern. Bei allen REXUS- und BEXUS-Flügen werden Experiment- und Messdaten über Telemetriesysteme an die Bodenstation übertragen, sodass die Studententeams schon während des Flugs erste Ergebnisse erhalten. Nachdem die Nutzlastmodule am Fallschirm gelandet sind, bringen Bergungsteams die Experimente zurück zum Raumfahrtzentrum und übergeben diese den Teams zur Auswertung.

Während der gesamten Projektdauer erhalten die Teilnehmer technische und logistische Unterstützung von Raketen-, Ballon- und Raumfahrtexperten des DLR, dem Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) in Bremen, der Europäischen Weltraumorganisation ESA und dem schwedischen Raumfahrtunternehmen SSC.

Bewerbung beim DLR

REXUS/BEXUS (Raketen- und Ballon-Experimente für Universitäts-Studenten) ist ein Programm des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Schwedischen Nationalen Raumfahrt-Behörde (SNSB). Deutsche und schwedische Studenten können daher jeweils die Hälfte der Raketen- und Ballon-Nutzlasten stellen. SNSB hat seinen Anteil zusätzlich für Studenten der übrigen Mitgliedsstaaten der ESA geöffnet. Die für die Bewerbung deutscher Studententeams notwendigen technischen und organisatorischen Informationen sowie die Formulare für die Informationen für Studenten sind auf der REXUS/BEXUS-Webseite des DLR Raumfahrtmanagements und auf der REXUS/BEXUS zu finden.

Kontakt
  • Diana Gonzalez
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Raumfahrtmanagement
    Strategie und Kommunikation
    Telefon: +49 228 447-388
    Königswinterer Str. 522-524
    53227 Bonn
    Kontaktieren
  • Maria Roth
    Telefon: +49 228 447-324
    Fax: +49 228 447-735
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Schwarzes Loch

"Kollabiert eine bestimmte Masse bis auf den Radius einer Sphäre, der dem Schwarzschildradius der Masse entspricht, bildet sich ein Schwarzes Loch. Der Schwarzschildradius ist proportional zur Masse und definiert als das Zweifache der Gravitationskonstante mal der Masse geteilt durch das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit. An der Oberfläche der Sphäre wird die Entweichgeschwindigkeit dann gleich der Lichtgeschwindigkeit und daher kann nichts mehr von dort 'entkommen'.  Schwarze Löcher haben lediglich drei Eigenschaften: Masse (ohne irgendeine materielle Struktur), Drehimpuls und Ladung. Man findet sie als Relikte verloschener, massereicher Sterne und in den Zentren von Galaxien." Manfred Gaida, Raumfahrtmanagement, Extraterrestrik