8. September 2015

Tag der Luft- und Raum­fahrt beim DLR: Flug­zeu­ge und Luft­fahrt­for­schung haut­nah er­le­ben

Pu­bli­kums­ma­gnet For­schungs­flie­ger A320 ATRA
Bild 1/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Publikumsmagnet Forschungsflieger A320 ATRA

Das größ­te DLR-For­schungs­flug­zeug A320 ATRA (Ad­van­ced Tech­no­lo­gy Re­se­arch Air­craft) ist im­mer wie­der ein Pu­bli­kums­ma­gnet.
Flug­zeu­g­aus­stel­lung beim Tag der Luft- und Raum­fahrt 2013
Bild 2/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Flugzeugausstellung beim Tag der Luft- und Raumfahrt 2013

Auf dem Ver­an­stal­tungs­ge­län­de kann das Pu­bli­kum ein­zig­ar­ti­ge Flug­zeu­ge und Hub­schrau­ber be­sich­ti­gen. Das Bild zeigt die Aus­stel­lung beim Tag der Luft- und Raum­fahrt 2013.
Der neue A310 ZE­RO-G
Bild 3/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Der neue A310 ZERO-G

Das neue Zu­hau­se: Der A310 ZE­RO-G auf sei­nem Hei­mat­flug­ha­fen Bor­deaux-Mé­ri­gnac. Seit dem 18. März 2015 steht das vom ehe­ma­li­gen deut­schen "Kanz­ler-Air­bus" zum flie­gen­den For­schungs­la­bor um­ge­bau­te Pa­ra­bel­flug­zeug am Flug­ha­fen der süd­west­fran­zö­si­schen Me­tro­po­le. Hier ist der Sitz der Fir­ma No­ves­pace, die den A310-304 VIP "Kon­rad Ade­nau­er" im Ju­ni 2014 von der deut­schen Luft­waf­fe über­nom­men hat.
Flug­zeu­ge für klei­ne Ent­de­cker
Bild 4/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Flugzeuge für kleine Entdecker

Mit ei­nem Kin­der­pro­gramm wen­det sich das DLR am Tag der Luft- und Raum­fahrt ganz be­son­ders an die jün­ge­ren Be­su­cher.
For­schungs­flug­zeu­ge aus nächs­ter Nä­he
Bild 5/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Forschungsflugzeuge aus nächster Nähe

In­ter­es­sier­te Be­su­cher kön­nen am Tag der Luft- und Raum­fahrt in Köln ei­nen Blick in die For­schungs­flug­zeu­ge des DLR wer­fen.
In­fra­struk­tur des DLR-In­sti­tuts für An­triebs­tech­nik
Bild 6/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Infrastruktur des DLR-Instituts für Antriebstechnik

Durch In­ves­ti­tio­nen in die In­fra­struk­tur des Stand­orts Köln wer­den nun im DLR-In­sti­tut für An­triebs­tech­nik Un­ter­su­chun­gen in ho­hen Druck­be­rei­chen und Tem­pe­ra­tu­ren er­mög­licht, wie sie in den mo­dern­sten Trieb­wer­ken, wie z. B. der Trent-1000 Klas­se, zum Ein­satz kom­men.

Das größte Passagierflugzeug der Welt A380 und das größte DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA besichtigen. Virtuell Flugzeuge designen, mit Flugmedizinern sprechen und Windkanäle erkunden: Das sind nur einige Luftfahrt-Highlights, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Sonntag, den 20. September 2015 zum Tag der Luft- und Raumfahrt am Hauptsitz in Köln präsentiert. Fünf DLR-Institute zeigen ihre Arbeit für sparsames, leises und sicheres Fliegen.

Größtes Passagierflugzeug der Welt kommt nach Köln

Emirates präsentiert anlässlich des Tags der Luft- und Raumfahrt einen Airbus A380. Die Besucher erleben an diesem Tag im Rahmen von Besichtigungstouren am Boden die einzigartige Kabinenausstattung auf dem Ober- und dem Hauptdeck des Emirates-Flaggschiffs, darunter die Privatsuiten in der First Class und die Bord-Lounge mit Bar für Business-Class- und First-Class-Gäste. Die Emirates A380 ist das größte ausgestellte Flugzeug vor Ort. Weltweit löst dieser Flugzeugtyp anhaltende Faszination aus, sowohl bei Passagieren als auch bei allen, die den Airbus A380 an Flughäfen oder in der Luft entdecken.

DLR-Forschungsflotte

Die DLR-Forschungsflotteist ein weiteres Highlight des Tags der Luft- und Raumfahrt. Vier Typen der größten europäischen Flotte ziviler Forschungsflugzeuge und -hubschrauber sind auf der ZULU-Platte des angrenzenden Flughafens Köln/Bonn zu sehen: darunter der größte DLR-Flugversuchsträger Airbus A320-ATRA (Advanced Technology and Research Aircraft), mit dem Forscher unter anderem neue Technologien in der Luftfahrt testen und weiterentwickeln, der "Vulcano Ash Hunter" Falcon 20E, der "Fliegende Hörsaal" Cessna 208B Gran Caravan sowie der Fliegende Hubschraubersimulator EC-135 FHS. Erstmals zu sehen in der Flugzeugschau ist der neue A310 ZERO-G der französischen Firma No­ves­pace, den das DLR gemeinsam mit der ESA und der französischen Raumfahrtagentur CNES für Forschung in der Schwerelosigkeit nutzt. Der frühere Kanzler-Airbus der Bundesregierung wurde im vergangenen Jahr umgebaut und im April 2015 erstmals als Parabelflugzeug eingesetzt. Ein Parabelflug ermöglicht durch steile Flugmanöver etwa 22-sekündige Sequenzen annähernder Schwerelosigkeit und wird vom DLR für Experimente der Mikrogravitationsforschung genutzt.

Zudem sind spannende Fluggeräte der Flugbereitschaft der Bundeswehr zu Gast. Ausgestellt sind die Regierungsflugzeuge Airbus A319 CJ und Bombardier Global 5000. Ebenso sind eine C-160 Transall, ein Airbus A310 MRTT MedEvac (Medical Evacuation), mit dem schwer- und schwerstverletzte Personen über große Distanzen transportiert werden können, sowie ein Eurofighter und ein Tornado zu sehen.

Windkanäle: Eiskalt und schneller als der Schall

Rasant geht es in den Windkanälen der Über- und Hyperschalltechnologie des DLR-Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik zu: Dort forschen die Strömungstechniker an den Überschalljets von morgen und wie Raumfahrzeuge den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre überstehen. Vor Ort werden die Besucher ein Modell des ESA-Raumfahrzeuges IXV (Intermediate eXperimental Vehicle) im Windkanal sehen können, welches im Februar 2015 seinen Jungfernflug erfolgreich bestand. Im großen Maßstab werden zudem im Europäischen Transsonischen Windkanal (ETW) Luftfahrzeugkonzepte bei Geschwindigkeiten unterhalb der Schallmauer untersucht. Alle genannten Windkanäle können besichtigt werden.

Virtuelle Triebwerke und Flugzeuge der Zukunft

Im DLR-Institut für Antriebstechnik können die Besucher in einer großflächigen 3D-Projektion verschiedene Triebwerke der Zukunft im Maßstab 1:1 bestaunen. Ein virtueller Rundgang führt sie entlang der Antriebstechnik von Morgen. Im großen Ausstellungszelt auf dem DLR-Gelände führt die Ein­rich­tung Sys­tem- und Soft­wa­re­tech­nik zudem vor, wie neue Flugzeugkonfigurationen virtuell designt werden und lädt die Besucher zum Mitmachen ein.

Flugmedizin und Druckkammerforschung

Die Abteilung "Flugmedizinisches Centrum (FMC)" im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin betreut Astronauten, Berufs- und Privatpiloten, Flugbegleiter und Fluglotsen schon vom Tag ihrer Erstuntersuchung an. Die international zertifizierten Ärzte sind nicht nur Spezialisten für Flugmedizin, sondern auch in vielen anderen Bereichen – Augenheilkunde, Tauch- und Reisemedizin, Innere Medizin, Arbeitsmedizin – qualifiziert. Besucher können vor Ort die Ärzte des Flugmedizinischen Centers befragen und ihre eigene Gesundheit testen. Selbstständig können Sehschärfe, Blutdruck oder auch der Peak Flow (Lungenfunktion) gemessen werden. Daneben stellt das Barolabor-Team des Instituts die im DLR vorhandenen Druckkammern vor und demonstriert deren Einsatz für Forschungsschwerpunkte aus Luft- und Raumfahrt. Die Besucher können Sauerstoffmasken ausprobieren und bekommen Einblicke in deren Funktionsweise etwa bei der Überdruckatmung.

Von der Haustür bis zum Boarding

Am DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr wird daran geforscht, wie Passagiere noch schneller und einfacher durch das Labyrinth aus Anreise, Check-In, Sicherheitskontrolle und Boarding gelangen. Im großen Ausstellungszelt auf dem DLR-Gelände werden mit Livedaten die Passagierströme am Flughafen Köln/Bonn und die Flugbewegungen im Umkreis veranschaulicht. Die Wissenschaftler erklären, wie man zukünftig beispielsweise mit einem Smartphone zügiger zum Flugzeug gelangt.

Ausstellung zum Luftfahrtforschungsprogramm

Seit 20 Jahren steht das Luftfahrtforschungsprogramm der Bundesregierung für eine Erfolgsgeschichte. Zahlreiche Entwicklungen der modernen Luftfahrt wurden und werden im Programm gefördert. Ein Ausstellungszelt auf dem Gelände der Flugzeugschau widmet sich dem Jubiläum des Forschungsprogramms, für das der DLR Projektträger Luftfahrtforschung und –technologie die Projektförderung im engen Kontakt zur Forschung durchführt.

Informationen zu An- und Abreise finden Sie auf der DLR-Sonderseite zum Tag der Luft- und Raumfahrt 2015. Es wird empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Von den S-Bahnhaltestellen ist ein kostenloser Shuttleverkehr eingerichtet. Der Eintritt zu allen Angeboten der Zentralveranstaltung ist frei. Die Veranstalter erwarten mehrere 10.000 Besucher auf dem zirka 50 Hektar großen Gelände.

Kontakt
  • Falk Dambowsky
    Pres­se­re­dak­ti­on
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Me­dia|Re­la­ti­ons
    Telefon: +49 2203 601-3959
    Linder Höhe
    51147 Köln
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