12. September 2015

Astronaut Andreas Mogensen zurück aus dem All - Erster Gesundheitscheck im DLR

Der erste Astronaut aus Dänemark: Andreas Mogensen
Bild 1/7, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Der erste Astronaut aus Dänemark: Andreas Mogensen

Nach seiner Rückkehr von der Internationalen Raumstation ISS wurde Andreas Mogensen im DLR untersucht. Dazu gehörten medizinische und wissenschaftliche Untersuchungen.
Empfang am Flughafen in Köln
Bild 2/7, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Empfang am Flughafen in Köln

Prof. Hansjörg Dittus, Raumfahrtvorstand des DLR, (r.) und Jan Wörner, ESA-Generaldirektor, begrüßten den dänischen Astronauten Andreas Mogensen am Köln-Bonner Flughafen. Mogensen kehrte am 12. September 2015 von seiner zehntägigen Mission zur Internationalen Raumstation zurück.
Andreas Mogensen - Ankunft am :envihab
Bild 3/7, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Andreas Mogensen - Ankunft am :envihab

Andreas Mogensen wurde am :envihab des DLR von Mitarbeitern begrüßt.
Erster Gesundheitscheck von Andreas Mogensen
Bild 4/7, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Erster Gesundheitscheck von Andreas Mogensen

Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt wurde der dänische Astronaut Andreas Mogensen unverzüglich nach seiner Rückkehr aus dem All untersucht.
Andreas Mogensen sicher gelandet
Bild 5/7, Credit: ESA.

Andreas Mogensen sicher gelandet

Am 12. September 2015 um 2.51 Uhr mitteleuropäischer Zeit landete der Däne Andreas Mogensen sicher in der kasachischen Steppe. Er verbrachte zehn Tage im All und arbeitete in der Internationalen Raumstation ISS.
Arbeiten in der Schwerelosigkeit
Bild 6/7, Credit: ESA/NASA.

Arbeiten in der Schwerelosigkeit

Am 2. September 2015 startete der dänische Astronaut Andreas Mogensen zur Internationalen Raumstation ISS. Dort lebte und arbeitete er zehn Tage, bevor er am 12. September 2015 wieder zur Erde zurückkehrte und in der kasachischen Steppe landete. Zu seinen Experimenten an Bord der ISS gehört die Erprobung eines der Natur nachempfundenen Wasserfilters.
Forschungsanlage :envihab
Bild 7/7, Credit: DLR.

Forschungsanlage :envihab

Die Forschungsanlage :envihab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ermöglicht Großstudien, bei denen unter anderem die Isolation während Langzeitmissionen simuliert werden kann. Zu der Anlage gehören auch eine Zentrifuge, ein MRT sowie ein Druckbereich, in dem Höhen von 5500 Meter simuliert werden können.

Nachdem der dänische ESA-Astronaut Andreas Mogensen am 12. September 2015 nach einer zehntägigen Mission zur Internationalen Raumstation ISS um 2.51 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) wieder sicher auf der Erde landete, ist er nun auf dem Weg zu seiner neuen "Zwischenheimat": Seine erste Nacht wird er in der Forschungseinrichtung :envihab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) verbringen. Dort werden die ersten medizinischen und wissenschaftlichen Untersuchungen unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem All von den DLR-Medizinern durchgeführt. Nach dem deutschen Astronauten Alexander Gerst ist er somit der zweite Astronaut, der diesen "Gesundheitscheck" in Deutschland im DLR erhält.

Die Anreise für diesen "Gesundheitscheck" ist lang: Von der ISS aus ging es zunächst einmal – gemeinsam mit den Kosmonauten Gennadij Padalka und Aidyn Aimbetow - am 11. September 2015 um 23.29 Uhr (MESZ) mit der Sojuz-Kapsel in Richtung Erde. Von der Landestelle in der kasachischen Steppe ging es dann per Hubschrauber zum Flugzeug, das den 40-jährigen Dänen über Moskau nach Köln bringt. Empfangen wird er dort unter unterem von DLR-Raumfahrtvorstand Prof. Hansjörg Dittus und ESA-Generaldirektor Prof. Jan Wörner.

Medizinische und wissenschaftliche Messungen

Zunächst wird Mogensen im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin von den Ärzten des Flugmedizinischen Centers auf seine Gesundheit untersucht: Dazu gehören unter anderem eine Blutabnahme, ein EKG und eine eingehende klinische Untersuchung. "Wir hoffen natürlich, dass alle seine Werte in Ordnung sind und es ihm nach seinem Weltraumaufenthalt gut geht", sagt Ärztin Dr. Indra Chaudhuri-Hahn vom DLR. Begleitet wird der dänische Astronaut dabei von seinem "Flight Surgeon" und DLR-Arzt Dr. Ulrich Straube, der ihn auch bereits in Kasachstan in Empfang genommen hat.

Für die ersten wissenschaftlichen Auswertungen wird dem Astronauten noch am Abend seiner Rückkehr ein kleines Stück Muskel am Unterschenkel entnommen. "Selbst bei einem Aufenthalt von nur zehn Tagen in der Schwerelosigkeit verlieren die Muskeln einige Prozent an Kraft und Volumen", schätzt Peter Gauger vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, der die wissenschaftlichen Untersuchungen koordiniert. Zu den Experimenten der folgenden Tage gehört deshalb unter anderem auch die Messung der Knochendichte von Oberschenkel und Wirbelsäule. Der Aufenthalt in der Schwerelosigkeit hat verschiedene Auswirkungen auf den Körper der Astronauten: "Das Kreislaufsystem zum Beispiel reagiert unverzüglich auf die neue Situation, wenn der Astronaut in der Schwerelosigkeit lebt und arbeitet", sagt DLR-Wissenschaftler Peter Gauger. In den nächsten 16 Tagen werden daher noch mehrere Untersuchungen auf Andreas Mogensen zukommen.

Kurzzeit-Mission mit jeder Menge Arbeit

Während seines Aufenthalts auf der ISS hatte Mogensen alle Hände voll zu tun: Er testet vor allem neue Technologien wie zum Beispiel eine der Natur nachempfundene Membran zur Wasserreinigung oder den speziellen, besonders eng anliegenden Astronautenanzug "Skinsuit", der die durch die Schwerelosigkeit ausgelöste Streckung der Wirbelsäule verhindern soll. Betreut wurde er rund um die Uhr bei seiner Arbeit von der Bodenkontrolle im europäischen Columbus-Kontrollzentrum im DLR sowie von den Nutzerunterstützungszentren in ganz Europa.

Kontakt
  • Manuela Braun
    Strategische Kommunikation Raumfahrt
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Programmstrategie Raumfahrtforschung und -technologie
    Telefon: +49 2203 601-3882
    Hansestraße 115
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  • Peter Gauger

    Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin
    Telefon: +49 2203 601-3164
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  • Dr. Indra Chaudhuri-Hahn

    Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin
    Telefon: +49 2203 601-3347
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